Internationale Entwicklungschancen in Transport und Tourismus
Die Deutsche Lufthansa AG ist eine der weltweit führenden Fluggesellschaften. Der Aviation-Konzern richtet sich konsequent nach wirtschaftlichen und strategischen Kriterien aus und konzentriert sich auf die Kernkompetenzen seiner sechs Geschäftsfelder: Passage, Logistik, Technik, Catering, Touristik und IT-Services. Qualität und Innovation, Sicherheit und Zuverlässigkeit stehen dabei im Mittelpunkt. Ganz automatisch wird dieser weltweit operierende Konzern mit Internationalität in Verbindung gebracht - und mit mehr als 90.000 Mitarbeitern aus 150 Nationen ist dieLufthansa auch ein Arbeitgeber mit besonderer internationaler Ausrichtung.
Auslandseinsätze sind bei der Lufthansa sowohl projektbezogen als auch als langfristig möglich. Die Dauer der Entsendung ist abhängig von der jeweiligen Position und dem Ausbildungs- oder Erfahrungshintergrund. So werden beispielsweise bei einem Einstieg in das Führungsnachwuchsprogramm „ProTeam“ Auslandserfahrungen sogar vorausgesetzt; ein weiterer Auslandseinsatz während des Programms kommt hinzu.
Externes Wachstum ist auch ein Bestandteil der Konzernstrategie von der Fraport AG, der Besitzerin und Betreiberin des Frankfurter Flughafens. Konkret werden unter anderem die Akquisition und der Betrieb von anderen Flughäfen und Terminals angestrebt, die Expertise von Fraport soll auch außerhalb des Standortes Frankfurt genutzt werden. Ausländische Airports sind dabei durchaus denkbar.
Die Zeitdauer eines möglichen Auslandsaufenthaltes der Fraport-Mitarbeiter richtet sich nach den Projekterfordernissen und den Anforderungen des Kunden und reicht von mehrwöchigen Dienstreisen (bei Consultingaufträgen) bis zu Entsendungen mit einer Zeitdauer von drei bis fünf Jahren (z. B. für Führungskräfte, die Tochtergesellschaften im Ausland aufbauen oder für Manager, die Führungsfunktionen in anderen Flughäfen wahrnehmen). Auslandsaufenthalte beim Berufseinstieg sind nur in Ausnahmefällen möglich.
Europas führender Touristikkonzern, der alle Segmente in der Reisebranche bedient, ist die TUI AG mit Sitz in Hannover. Durch ihre hundertprozentige Tochtergesellschaft Hapag-Lloyd ist TUI auch ein führender Anbieter im weltweiten Containerschifffahrtsgeschäft. Die Reiseveranstalter der TUI AG sind in 17 europäischen Ländern aktiv, zum Konzern zählen außerdem rund 3.290 Reisebüros, 120 Flugzeuge, 42 Zielgebiets-agenturen und 285 Hotels mit einer Kapazität von rund 163.000 Betten in 28 Ländern.
Im internationalen Umfeld der TUI sind Karrieren in Zielgebietsagenturen, bei der Reiseleiterorganisation oder bei Veranstaltern möglich. Über die Dauer der Entsendung gibt es im Konzern viele individuelle Regelungen, von drei Monaten bis zu zwei Jahren ist hier alles denkbar. Gleich zum Berufseinstieg bietet sich die Möglichkeit eines drei- bis viermonatigen Auslandsaufenthaltes im Rahmen des internationalen Trainee-Programms.
Das erwarten die Konzerne von Bewerbern
Bei der TUI AG als weltweit vertretener Reiseveranstalter sind Bewerbungen für Jobs im Ausland an der Tagesordnung. Dementsprechend haben die Hannoveraner hohe Anforderungen an die Kandidaten und ihre Kompetenzen:
- interkulturelle Kompetenz
- sprachliche Fähigkeiten
- Eigeninitiative
- Selbstreflexion
- zwei Fremdsprachen fließend, Englisch ist dabei ein Muss
- vier bis sechs Monate Auslandsaufenthalt (ohne Reisen) bei Trainee-Bewerbungen
Bei Berufsanfängern genügen zwei Praktika von je mindestens zwei Monaten. Mehr ist natürlich immer von Vorteil. Wichtig ist aber auch die persönliche Note bei der TUI AG.
Die Bewerbung sollte auf Englisch sein. Angaben von persönlichen Daten wie Alter, Geschlecht, Religionszugehörigkeit und Bild sind bei internationalen Bewerbungen nicht erwünscht. In einer Kompetenzmatrix können die Anforderungen einer konkreten Stelle aufgeführt und die eigenen Erfahrung gegenübersetzt werden. Ein Motivationsschreiben sollte auch in jedem Fall beiliegen.
Die TUI AG empfiehlt den Bewerbern, möglichst viele internationale Erfahrungen bereits während des Studiums zu sammeln, idealerweise im Rahmen von Praktika. Im Ausland sollten die Studenten dann versuchen, vor allem Kontakt zu den einheimischen Studenten aufzubauen, um die andere Kultur kennen zu lernen.
Die geforderten Ausbildungs- und Fachkenntnisse bei Fraport richten sich nach den Erfordernissen der einzelnen zu besetzenden Position. Zu den Soft Skills, die besonders für Auslandseinsätze erforderlich sind, gehören:
- Führungserfahrung
- generelles Wissen über Abläufe an einem Flughafen
- Improvisationsfähigkeit
- Frustrationstoleranz
- Eigenmotivation
- Kompromissbereitschaft
Zu bisherigen Auslandserfahrungen gibt es bei Fraport keine definierten Anforderungen, da die Mitarbeiter in Abhängigkeit von den Anforderungen des jeweiligen Entsendungslandes ausgewählt werden. Für Berufsanfänger sind Auslandspraktika sicher in jedem Falle von Vorteil, um sich ein Bild über die Arbeitsweise in anderen Kulturen zu verschaffen. Der Bewerber sollte mindestens über Englischkenntnisse verfügen, je nach Einsatzland ist auch Spanisch erforderlich. Ein direkter Einstieg im Ausland ist nicht möglich. Der Bewerber sollte vor einer Entsendung möglichst mindestens zwei bis drei Jahre Flughafenerfahrung im Inland oder entsprechende Erfahrungen im Ausland gesammelt haben.
Vorbereitend kann sich der Kandidat durch Mitarbeit in internationalen Projekten (gegebenenfalls auch im Inland) Überblickswissen über allgemeine Unternehmensabläufe verschaffen, da im Ausland häufig eher Generalisten als Spezialisten gefragt sind.
Bei Lufthansa gibt es in den sechs Geschäftsfeldern vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten. Selbstverständlich kommt es dabei immer auf die Aufgabe an. Ebenso verhält es sich mit einer Anforderung zu bereits absolvierten Auslandsaufenthalten. Übergreifend gibt es jedoch sechs relevante Auswahlkriterien, die dem Bewerber eine Orientierung ermöglichen:
- Fähigkeit für unternehmerische Führung Problemlösungskompetenz
- kommunikative Kompetenzen
- Soziale Kompetenzen/Führung
- Antrieb und persönliche Haltung
- (Internationale) Geschäfts- und Funktionskompetenz
So unterstützen die Konzerne ihre Mitarbeiter im Ausland
Die Betreuung der Lufthansa-Mitarbeiter im Ausland erfolgt in der Regel vor Ort. Projektmitarbeiter, die nur kurzfristig und projektbezogen im Ausland arbeiten, werden durch ihr bekanntes Personalmanagement weiter betreut, aber bei spezifischen Fragen auch von Spezialisten unterstützt. Für die längerfristig Entsandten gibt es einen eigenen Betreuungsbereich, der bei allen relevanten Fragen kompetent helfen kann. Ob konkrete Konditionen, Umzug, Familienbetreuung, zusätzliche Sprachkenntnisse oder interkulturelle Kompetenz - über eine Checkliste und persönliche Betreuung wird die Entsendung vorbereitet, der Service vor Ort sichergestellt und auch die Rückkehr nach Deutschland angemessen unterstützt.
Fraport übernimmt ab einer Entsendungsdauer von einem Jahr die Kosten für einen Umzug, für die Ausreise der Familie, eventuelle Impfungen, Auslandskrankenversicherungen sowie die Schulkosten, bzw. anteilig Kindergartengebühren. Je nach Entsendungsland werden auch die Kosten für ein interkulturelles Training für die Ehegatten oder Lebensgefährten übernommen.
Je nach Tätigkeit im Ausland erhalten die Entsandten zusätzlich zum Inlandsgehalt eine Funktionszulage, sofern die im Ausland ausgeübte Funktion einen Karrieresprung darstellt. Außerdem werden ein Lebenshaltungskostenausgleich sowie eine Mobilitätszulage gezahlt sowie unter Umständen auch ein Länderzuschlag.
Bei den Zusatzleistungen für Mitarbeiter im Ausland legt sich die TUI nicht auf ein Modell fest. Die Konditionen werden individuell ausgehandelt und sind abhängig von der Position.
... und diese Fachrichtungen werden gesucht
Bei Fraport werden werden Chief Financial Officer (CFO), Chief Operating Officer (COO), Director Operations und Flughafenexperten unterschiedlicher Fachrichtungen gesucht. Derzeit gibt es allerdings keine konkreten offenen Stellen. Häufig entsteht jedoch kurzfristig Bedarf für bestimmte Projekte.
Die TUI AG sucht für internationale Positionen entweder touristische Fachkräfte oder Betriebswirtschaftler.
Bei der Lufthansa gibt es aufgrund der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten generell keine bevorzugten Fachrichtungen. Gute Chancen haben derzeit Ingenieure unterschiedlicher Schwerpunkte, Wirtschaftsingenieure, Logistiker und IT-Spezialisten.
Aktuelle Stellenangebote in der Transport-, Logistik-, Tourismusbranche gibt es auf www.jobstairs.de!



