Bayern München dominierte in der Vergangenheit den deutschen Fußball wie keine zweite Mannschaft. Das Rezept aus der Bayern-Metropole - Sicherheitsfußball mit System aber ohne jede Inspiration.
In der Saison 2006/2007 haben nun endlich mal einige Mannschaften bewiesen, dass man der geballten Arroganz von der Isar auch mit Leidenschaft, Kampfgeist und Kreativität begegnen kann und dabei die Oberhand behält. Der Fußball, der in Stuttgart gespielt wird, ist eine Augenweide; Schalke fehlt es an Kontinuität, aber auch dort führte attraktiver Angriffsfußball auf Platz 2; Bremen und Nürnberg machten den Reigen komplett.
Auf das Gerede von der Zweitklassigkeit des deutschen Mannschaftsfußballs war diese Saison die richtige Antwort. Und was macht Bayern München - dieser Verein scheint lernresistent zu sein. Mit dem dicken Geld in der Hinterhand kauft man große Namen und lässt den eigenen Nachwuchs verkümmern. Es bleibt zu hoffen, dass die neuen Gipfelstürmer auch 2007/2008 den Münchnern die lange Nase zeigen. Denn Fußball ist ein Spiel und lebt von der Überraschung. Die Münchner Reißbrett-Fußball-Strategen sollten dort eigentlich keine Schnitte mehr kriegen.

Bild: Foto: Hugo Charlemont, Public domain, via Wikimedia Commons
Mehr aus Leben & Lifestyle
Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Leben & Lifestyle.
Alle Leben & Lifestyle-Artikel
Akustik historischer Instrumente: Die physikalischen Geheimnisse alter Meistergitarren
2. November 2026Warum klingen Instrumente aus der Vorkriegszeit anders als neu gebaute Modelle? Die Antworten liegen in der komplexen physikalischen und chemischen Alterung von Holz, Leimen und Lacken über Jahrzehnte.

Kleine Bäume, große Geschichte: Die Entwicklung der Bonsai-Kultur
31. Oktober 2026Von den chinesischen Penjing-Landschaften über den Zen-Buddhismus bis zur weltweiten Verbreitung: Die Geschichte der Bonsai-Kultur ist mehr als ein Dekorationstrend. Sie verbindet jahrhundertealte Philosophie mit…

Hypnose verstehen: Was im Zustand der Trance wirklich passiert
27. Oktober 2026Kaum ein Verfahren ist so von Klischees umgeben wie die Hypnose. Bühnenshows, in denen Freiwillige wie ferngesteuert Hühner imitieren, prägen bis heute das Bild. Mit der Arbeit in einer Praxis hat das wenig zu tun. Dort…
Hefepathogen nutzt Inositol trotz Glukose: Rezeptor verknüpft Nährstoffwahl mit Virulenz
20. Oktober 2026Eine Studie in PLOS Biology zeigt, wie ein Inositol-sensitiver Rezeptor bei einer Hefe die Nährstoffnutzung steuert – selbst bei Glukose-Überschuss. Die Entdeckung verbindet Stoffwechsel und Virulenz.