Fahrrad statt Rennwagen:
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Fahrrad statt Rennwagen:

Bild: Foto: Theodor Paul, Public domain, via Wikimedia Commons

Rund 6.000 km auf dem Mountainbike legte Joachim Franz im Januar 2002 zurück. Ein Spendenaufruf für die Aidsforschung und eine grandiose sportliche Leistung.

Rund 6.000 km auf dem Mountainbike legte Joachim Franz im Januar 2002 zurück. Ein Spendenaufruf für die Aidsforschung und eine grandiose sportliche Leistung.

„Sportliche Grenzen überwinden und das Unmögliche möglich machen“, nach diesem Motto bereitet der Ausdauersportler Joachim Franz seine extremen Unternehmungen vor. Ob Tretrollerfahrten durch den Ural, Fahrradtouren zum Nordkap oder Kletterwettbewerbe - häufig steht neben dem persönlichen Triumph auch der Spendenaufruf für eine soziales Projekt im Fokus der sportlichen Unternehmung.

30 Tage bis Dakar

Im. Januar 2002 startete Franz die von den Medien wohl meistbeachtete seiner Touren:Der Ausnahmesportler radelte per Mountainbike von Paris nach Dakar - 6.500 km quer durch die Sahara, und das alles in nur 30 Tagen. Kaum vorstellbar ist, dass Joachim Franz 1990 wegen massiven gesundheitlichen Problemen sein Gewicht um 40 Kilogramm reduzierte und erst dann seine "Extremkarriere" begann. So wurde aus dem Raucher und Bewegungsmuffel ein Sportler, der seinen Weg durch die Wüste erradelte. Eine Strecke, die selbst an Autorennfahrer höchste körperliche Anforderungen stellt.

Ein Jahr dauerte das spezielle Training für diese extreme Unternehmung. Für den Normalsportler klingt besonders die Vorbereitung auf die extreme Trockenheit in den Wüstenabschnitten eher abenteuerlich. Dazu gehörte z.B. ein Radtraining in der Sauna bei ca. 40 - 50° Celsius auf einem Indoorcycling-Bike, dessen Ziel es war, die Schweißproduktion zu reduzieren und so den Wasserbedarf des Körpers zu senken. Ein weiteres Problem stellten die Sandgebiete der Wüste dar, die selbst ein Geländewagen nur mit Sandblechen bewältigen kann. Hier wurde die Streckenführung entsprechend den Möglichkeiten des Radfahrers verändert.

Trotz allem galt es zwischen 220 und 300 km pro Tag zu bewältigen, um den selbst aufgestellten Zeitplan einzuhalten. Von der 6.500 km langen Gesamtstrecke wurden rund 700 km aus politischen Gründen als Sicherheitstransfer im Autozurückgelegt und es blieben trotz allem 5.800 km, die Joachim Franz erradelte, bis er am 9. Januar 2002 am Lac Rose bei Dakar, dem damals offiziellen Endpunkt der Auto-Rallye Paris-Dakar ankam.

Der Kampf des Bikers gegen die Naturelemente, vor allem aber gegen die eigenen körperlichen und mentalen Grenzen, stand im Zeichen der Entwicklung eines Aids-Impfstoffes. Zusammen mit der Deutschen Aids-Stiftung wurde jeder Kilometer der insgesamt 6.500 km langen Strecke für 52 EURO „verkauft“.

2003 - run & bike for help

Auch 2003 starteten Joachim Franz und sein Team für die Aidsforschung. Diesmal mit Fahrrad und Laufschuhen von Kapstadt nach Johannesburg. Auch wenn das Rennen bereits im Oktober sein Ende fand, läuft der Spenden-Marathon zu Gunsten unterschiedlicher Aids-Projekte in Südafrika noch weiter.

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