Röhrenfernseher
Auch die klassische Braunsche Röhre kann gute Bildqualität liefern. Was mittlerweile besonders auffällt: Die Fernsehgeräte gehen in die Breite. Seit 1995 wird das klassische 4:3-Format zunehmend durch die etwas teureren 16:9-Bildröhren abgelöst. Dieses Bildverhältnis kommt dem Wide-Screen-Format aus dem Kino sehr nahe, so dass die störenden schwarzen Balken am unteren und oberen Bildschirmrand im optimalen Fall vollständig verschwinden. Moderne TV-Geräte umgehen dank der 100Hz-Technik außerdem das störende Großflächenflimmern, bedingt durch den für die Augen zu langsamen Bildaufbau im 50Hz-Takt (50 Halbbilder pro Sekunde). Gekoppelt mit diversen Tricks zur Bildkorrektur liefern aktuelle 100Hz-Modelle ein völlig flimmerfreies Bild.
Rückprojektions-Geräte
Wahres Kinoflair beginnt bekanntlich erst im XXL-Format, das im Wohnzimmer jedoch lange Zeit schwer realisierbar war. Inzwischen gibt es auch für das Heimkino den Rückprojektions-Fernseher, der für ein deutliches Plus an Bildgröße sorgt. Im Inneren dieser TV-Jumbos mit einer Diagonale von weit über einem Meter arbeitet ein normaler Frontprojektor (”Beamer”), der per Spiegel das Licht von hinten auf den Bildschirm wirft. Die so ertrickste Bildschirmgröße weist allerdings nicht selten Mängel auf. Gelegentlich mangelt es den Rückprojektions-Geräten an Kontrast und homogener Lichtverteilung, wodurch Objekte in der Mitte zu hell erscheinen, während das Bild zum Rand hin dunkler wird.
Videobeamer
Eingefleischte Home Cinema-Freunde schwören auf den so genannten Beamer, der wie im Kino das Bild direkt auf eine Leinwand wirft. Solche Bildwerfer arbeiten mit drei unterschiedlichen Techniken: Es gibt die klassische Röhrenprojektion, die bewährte LCD-Technologie (Flüssigkristall) sowie das von Texas Instrument entwickelte Digital Light Processing-Verfahren (”DLP”), bei dem permanent durchleuchtete Kippspiegel für eine präzise Projektion sorgen. Kompakte Frontprojektoren kommen mit einer möglichen Bilddiagonale von vier Metern und mehr dem Kinofeeling zwar am nächsten, weisen aber auch einige Mankos auf. Das cineastische Erlebnis erfordert wie im Kinosaal absolute Dunkelheit, der Raum muss also voll und ganz auf die Bedürfnisse des Beamers zugeschnitten sein. Darüber hinaus wird selbst bei teureren Geräten der Filmgenuss oftmals durch das Geräusch des internen Belüftungssystems gestört. Und: Der Dauerbetrieb eines Beamers ist ein kostspieliges Vergnügen, denn die Projektionslampen sind teuer und recht kurzlebig.
Plasma-TV
Ein weitere Alternative für hochwertigen Kinogenuss sind Plasma-Fernseher. Die sogenannten Flat-TVs weisen eine Tiefe von nur wenigen Zentimetern auf und können daher wie ein Bild an die Wand gehängt werden. Die Bilddiagonale misst bei den meisten Geräten zwischen 80 und 110 Zentimetern. Ein weiteres Plus ist das gestochen scharfe Bild, das die unzähligen mit Edelgas gefüllten Plasmazellen liefern. Kehrseite der Medaille: Die Lebensdauer einer Plasmazelle ist zeitlich begrenzt (ca. 40.000 Betriebsstunden) und eine Reparatur ist derzeit noch sehr aufwändig und teuer.
Ausblick
Wohin entwickelt sich die Fernsehtechnik in den nächsten Jahren? Da sich die Hersteller auf den gemeinsamen Standard für digitale Satellitenübertragung MHP (Multimedia Home Platform) geeinigt haben, wird das digitale Fernsehen einen Aufschwung erleben. Durch MHP verschwindet das Plattform-Wirrwarr unter den Satelliten-Receivern und so wird der Weg für multimediale Unterhaltung via TV geebnet. Neben Fernsehbildern in bester Bildqualität ermöglicht MHP digitalen Mehrkanalton sowie interaktive Dienste wie Pay-Per-View oder Internet.



