Fitness-Studios: Die Gesundheitstempel
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Fitness-Studios: Die Gesundheitstempel

Bild: Foto: Unknown, Public domain, via Wikimedia Commons

Fitnessstudios haben sich in den letzten Jahren stark gewandelt: Der gesundheitliche Nutzen eines guten Kombinationstrainings liegt wesentlich höher als beim reinen, oft wenig auf körperliche Bedarfe abgestimmten Krafttraining der Anfangsjahre. Während früher nicht selten das Mitglied mit dem dicksten Bizeps die Trainerposition bekleidete, werden heute Sportlehrer mit entsprechender Ausbildung oder gar Ärzte für die medizinische Betreuung vor Ort eingesetzt. Auch Mediziner empfehlen ihren Patienten zunehmend den Besuch eines Studios. An unseren europäischen Nachbarn oder gar den USA gemessen, ist Deutschland allerdings noch ein “Fitness-Entwicklungsland”. Nur 5,2 Prozent der Gesamtbevölkerung treiben Sport in einem Fitnessstudio. In den Niederlanden trainieren 6,5 Prozent der Bevölkerung, in den USA sind sogar 11,7 Prozent in einem Fitnessstudio eingeschrieben.

Auf Erfolgskurs

Fitnessstudios haben sich in den letzten Jahren stark gewandelt: Der gesundheitliche Nutzen eines guten Kombinationstrainings liegt wesentlich höher als beim reinen, oft wenig auf körperliche Bedarfe abgestimmten Krafttraining der Anfangsjahre. Während früher nicht selten das Mitglied mit dem dicksten Bizeps die Trainerposition bekleidete, werden heute Sportlehrer mit entsprechender Ausbildung oder gar Ärzte für die medizinische Betreuung vor Ort eingesetzt. Auch Mediziner empfehlen ihren Patienten zunehmend den Besuch eines Studios. An unseren europäischen Nachbarn oder gar den USA gemessen, ist Deutschland allerdings noch ein “Fitness-Entwicklungsland”. Nur 5,2 Prozent der Gesamtbevölkerung treiben Sport in einem Fitnessstudio. In den Niederlanden trainieren 6,5 Prozent der Bevölkerung, in den USA sind sogar 11,7 Prozent in einem Fitnessstudio eingeschrieben.

Herz-Kreislauftraining mit High-Tech

Mit der Klientel änderte sich auch das Angebot der Studios. Dem von den frühen Bodybuildern oft sträflich vernachlässigten Herz-Kreislauftraining kommt heute in vielen Fitnesszentren eine herausragende Bedeutung zu. Der sogenannte Cardio-Bereich nimmt einen Großteil der Studiofläche ein. Computergesteuerte High-Tech-Geräte haben das einfache Standfahrrad abgelöst. Ob Ergometer, Laufband, Rudergerät, Stepper oder Climber, die meisten Geräte testen mittlerweile nicht nur Puls und Kalorienverbrauch, sie geben auch eine Vielzahl von Trainingsprogrammen mit unterschiedlichen Streckenführungen vor, die sich der Trainierende häufig noch auf einem Monitor betrachten kann. Im Jahr 2001 betrug der Anteil der “Reha- und Gesundheitseinrichtungen” schon fast 20 Prozent.

Entspannung im Angebot

Das Kursangebot ist in den letzten Jahren regelrecht explodiert. Durchschnittlich 19 Mitarbeiter kümmern sich heute in ca. 6500 Studios um die unterschiedlichsten Bedürfnisse der 5,4 Millionen Mitglieder. War das Training in einem Studio früher eher etwas für Individualisten, so drängt es die jüngste Generation der Mitglieder heute scharenweise in Aerobic-, Step-, Indoor-Cycling- und Tae Bo-Kurse. Im Zuge ganzheitlicher Fitness kommen in Angeboten wie Power-Yoga oder Body Balancing auch die Entspannung und das seelische Gleichgewicht wieder zu ihrem Recht. Diese Gruppenstunden werden vor allem von Frauen, die in vielen Studios schon mehr als die Hälfte der Mitglieder ausmachen, genutzt.

Alternative für Senioren

Regen Zulauf erhalten die Studios durch eine Gruppe, die man bis vor wenigen Jahren an einem solchen Ort niemals vermutet hätte: Die Gruppe der über 60jährigen. Viele Menschen in diesem Alter begnügen sich nicht länger mit einem sportlich inaktiven Ruhestand. Nur wenige von ihnen haben ihr Leben lang Sport getrieben. Im Studio haben sie die Möglichkeit, selbst auf niedrigstem Leistungsniveau in ein körperlich aktives Leben einzusteigen.

Da sich vor allem ältere Menschen nur schwer überwinden, alleine Sport zu machen, ist der gesellige Rahmen eines Studios für sie der ideale Ort, um körperlich aktiv zu sein und positive Effekte für Herz-Kreislaufsystem und Bewegungsapparat zu erzielen. Dass diese Gruppe im Zuge der Anti-Aging-Bewegung in Zukunft weiter an Gewicht gewinnen wird, ist keine Frage.

Training bis ins hohe Alter

Menschen, die unter Umständen jahrzehntelang keinen Sport getrieben haben oder unter gesundheitlichen Schäden leiden, finden den Weg ins Fitnessstudio. Der Wunsch der Älteren nach sportlicher Betätigung verlangt von Fitnesscentern, auf deren spezielle Bedürfnisse einzugehen. Entsprechende Einstiegsuntersuchungen und verbesserte Erste-Hilfe-Maßnahmen durch das Studiopersonal sind daher unabdingbare Voraussetzungen. Wenn diese Bedingungen gegeben sind, steht einem gesundheitserhaltenden Training bis ins hohe Alter nichts mehr entgegen.

Untersuchungen zeigen, dass der Körper in jedem Alter positiv auf maßvoll dosierte Trainingsreize reagiert. Vor allem der bei Untätigkeit rapide fortschreitende Verlust von Muskelgewebe kann durch Training nicht nur gestoppt, sondern umgekehrt werden - eine wichtige Voraussetzung, um auch im fortgeschrittenem Alter noch vital und ohne fremde Hilfe das Leben zu meistern. So konnten Wissenschaftler der Universität Ohio in einer Studie mit Menschen zwischen 65 und 70 Jahren nachweisen, dass diese durch ein regelmäßiges Training binnen vier Monaten ihre Beinkraft um bis zu 80 Prozent steigern konnten.

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