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Flüchtlinge: Der Stand der Dinge bei uns und weltweit
Bildquelle nicht angegeben
Leben & Lifestyle

Flüchtlinge: Der Stand der Dinge bei uns und weltweit

BpB / Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
2 Minuten
Rubrik
Leben & Lifestyle
Artikelbild

Killerbayer/ thinkstock

Artikelbild

BpB / Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)

Die Schließung der Grenzen in den "klassischen" Durchgangsländern des Balkan und das umstrittene Türkei-Abkommen zeigen Wirkung – zumindest für den Zustrom der Flüchtlinge nach Deutschland: Im Gegensatz zum letzten Jahr hat sich die Zahl der Flüchtlinge und Asylsuchenden in Deutschland und anderen EU-Ländern stark reduziert. Seit Anfang 2016 wurden bei uns gut 200.000 Asylsuchende registriert – im Jahr 2015 waren es insgesamt mehr als eine Million. Nach Auskunft der Landesregierungen sind bundesweit zurzeit sogar gut 150.000 Plätze in Flüchtlingsunterkünften frei.

Der mit Abstand größte Teil der bei uns seit Jahresanfang ankommenden Flüchtlinge stammt nach wie vor aus Syrien: Von Januar bis Mai waren es laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gut 140.000. Mit jeweils rund 40.000 Migranten folgen dahinter Irak und Afghanistan. Asylsuchende aus den sogenannte Maghreb-Staaten Algerien, Marokko und Tunesien könnten bald kaum noch Chancen auf Asyl bei uns haben. Denn der Bundestag hat bereits beschlossen, diese Staaten zu sicheren Herkunftsländern zu erklären.

Artikelbild

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Zahlen: IOM

Auch Rückkehrer gibt es mittlerweile mehr: Laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sind im ersten Quartal 2016 drei Mal mehr Menschen freiwillig wieder in ihr Heimatland zurückgekehrt als im gleichen Zeitraum des Jahres 2015. Allerdings: Im Vergleich zu den Asylbewerberzahlen und auch der Zahl der abgelehnten Anträge ist der Anteil der am sogenannten REAG/GARP-Programm teilnehmenden Personen noch immer eher gering. Von Januar bis Anfang April 2016 waren es laut Bundesamt gut 14.000 Menschen.

Unter den Rückkehrern sind vor allem Menschen aus den Balkanstaaten, vor allem aus Albanien, dem Kosovo, Serbien und Mazedonien. Aber auch Flüchtlinge aus dem Irak, Afghanistan und dem Iran nehmen den "Rückkehr-Service" der Bunderegierung inzwischen stärker in Anspruch.

Artikelbild

Marren Winter/ thinkstock

Doch ungeachtet dessen versuchen noch immer Tausende von Flüchtlingen, über dem Landweg oder über das Mittelmeer in die EU zu gelangen – letzteres auf größtenteils kaum seetüchtigen Kähnen. Vor allem Menschen aus Afrika wählen diesen lebensgefährlichen Weg, darunter auch viele Minderjährige. Nach Schätzungen der UN Flüchtlingsbehörde traten seit Anfang 2016 rund 204.000 die Reise über das Mittelmeer an – mindestens 2.500 starben bei diesem Versuch.

Weniger tödlich, aber ähnlich elend sieht es für die Flüchtlinge aus, die die Balkanroute nehmen. Nach der Räumung des Lagers im griechischen Idomeni wurden hunderte in provisorische Lager umquartiert. Dort jedoch herrschen teilweise ebenfalls katastrophale Bedingungen, wie die UNHCR berichtet. In den Lagerhallen oder engstehenden Zelten fehlt es oft an Lebensmitteln und Wasser, der Zugang zu Sanitäranlagen und Elektrizität seien unzureichend, heißt es. EU und UNHCR arbeiten daran, gemeinsam mit den griechischen Behörden diese Zustände zu verbessern.

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