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Fondsarten im Überblick
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Fondsarten im Überblick

Der Rentenfonds wird oft auch Anleihenfonds genannt. Sie investieren zu einem Großteil in festverzinsliche Wertpapiere. Dabei handelt es sich meist um Hypotheken-Pfandbriefe, Bundesobligationen und Anleihen. Der Anleger gibt den verschiedenen Institutionen quasi einen Kredit, der zwar für einen unbestimmten Zeitraum…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
4 Minuten
Rubrik
Leben & Lifestyle
Artikelbild

unsplash.com, Carlos Muza

Rentenfonds

Der Rentenfonds wird oft auch Anleihenfonds genannt. Sie investieren zu einem Großteil in festverzinsliche Wertpapiere. Dabei handelt es sich meist um Hypotheken-Pfandbriefe, Bundesobligationen und Anleihen. Der Anleger gibt den verschiedenen Institutionen quasi einen Kredit, der zwar für einen unbestimmten Zeitraum läuft, der jedoch zu einem bestimmten Zinssatz verkauft wurde. Dabei hat man die Sicherheit in Form der regelmäßigen Zinszahlungen. Zusätzlich erhält der Anleger am Ende der Kreditzeit sein angelegtes Geld wieder zurück, sobald der Kredit abbezahlt wurde.

Im Vergleich zu anderen Investmentfonds sind Rentenfonds deutlich risikoärmer. Die Renditen bleiben zwar relativ konstant, dafür jedoch auch eher niedrig. Vor allem eignen sie sich für mittelfristige Geldanlagen, wenn man nur ein geringes Risiko eingehen will.

Aktienfonds

Wie der Name schon sagt, bestehen Aktienfonds zu einem Großteil oder sogar komplett aus Aktien. Diese Anlageform bedeutet zwar relativ hohe Wertschwankungen für Anleger. Gleichzeitig bieten sie aber hohe Ertragschancen. Der Vorteil für private Investoren ist dabei, dass sie trotz risikoreicher Investitionen immer ein gewisses Maß an Sicherheit bewahren können, da man nicht alles auf eine Karte setzt, sondern seine Investition auf verschiedene Aktien verteilen lässt. Gleichzeitig muss man sich nicht um den Aktienmarkt kümmern oder sich damit auseinandersetzen, obwohl man seine Vorteile nutzen kann.

Vor allem Personen, die längerfristig anlegen wollen, sollten sich für einen Aktienfonds entscheiden. Je länger die Investition läuft, umso geringer fällt das Risiko eines Verlustes aus. Wenn man sich jedoch im Klaren über ein gewisses Verlustrisiko ist und auf hohe Erträge abzielt, ist der Aktienfonds genau das richtige.

Mischfonds

Der Mischfonds kombiniert das Beste aus gleich mehreren Welten. Investiert man sein Geld in einen solchen Investmentfonds, ist man sehr flexibel, was das Risiko angeht. Man kann selbst gewichten zu welchen Teilen die Investition wo ankommt. Anleger, die eher wenig risikobereit sind, stecken den Großteil ihrer Investition in Rentenpapiere und den Rest in Aktienpapiere. So profitieren sie von gleichzeitig von den sicheren Vorteilen eines Rentenfonds und gleichzeitig können sie auf hohe Erträge durch die Aktienpapiere hoffen.

Fondsmanager könnten aber auch in Zeiten, in denen gute Zahlen an der Börse geschrieben werden, in Aktienpapiere investieren und wenn es doch einmal schlechter an der Börse läuft in Rentenpapiere. So erreicht man wohl die bestmögliche Streuung mit den höchstmöglichen Erträgen und dem geringsten Risiko.

Geldmarktfonds

Für Kurzsparer kann sich die Investition in einen sogenannten Geldmarktfonds lohnen. Dabei wird nur mit sehr kurzen Laufzeiten gerechnet, denn der Geldmarktfonds investiert nur Tagesgelder, Termingelder oder auch in Rentenpapiere mit kurzer Laufzeit. Zwar sind die Erträge nicht so hoch wie beispielsweise beim Mischfonds, dem Aktienfonds oder dem eigentlichen Rentenfonds, vergleicht man sie allerdings mit den Renditen aus Sparbuch oder Festgeld, fallen sie in der Regel doch deutlich höher aus. Somit eignen sich Geldmarktfonds besten für Anleger, die nur über einen kurzen Zeitraum Geld investieren möchten und ein geringes Anlagerisiko suchen.

Offener Immobilienfonds

Es ist ein guter Einstieg in den Immobilienmarkt: der Weg über den offenen Immobilienfonds. Dabei wird das Geld der Anleger in den meisten Fällen in gewerblichen Immobilien angelegt, mit dessen Hilfe dann Bürohäuser oder Einzelhandelskomplexe gebaut oder auch gekauft werden.

Die Handhabe eines solchen offenen Immobilienfonds verläuft ähnlich wie beim Aktienfonds. Man kann hier ähnlich leicht kaufen und verkaufen. Mindestens 15 Objekte müssen in dem Fonds enthalten sein. Auf diese Weise wird das Risiko der Anlage verkleinert. Der Ertrag entsteht beispielsweise durch Mieteinnahmen oder die Wertsteigerung der Immobilien.

Dabei handelt es sich grob gesagt um Investmentfonds, die wiederum in andere Fondsarten investieren. Sie bieten im Prinzip einen guten Einstieg, wenn man sich nicht so gut mit dem Markt auskennt, aber dennoch investieren möchte. Der Vorteil dabei ist, dass das Geld noch mehr gestreut wird und so das Risiko sehr gering bleibt. Allerdings fallen hier größere Kosten an. Denn man zahlt dabei nicht nur für die Verwaltung des Dachfonds, sondern es fallen auch Gebühren für die untergeordneten Investmentfonds an.

Indexfonds oder ETF

Indexfonds oder exchange-traded fund (ETF) werden ebenfalls wie Aktien an der Börse gehandelt. Allerdings handelt es sich dabei um passive Investmentfonds, da sie versuchen verschiedene Aktienindizes nachzubilden. Es findet dabei keine Betreuung durch einen Fondsmanager statt, was sie kostengünstiger als sogenannte aktive Investmentfonds macht. Der Vorteil bei den ETFs ist, dass sie ebenfalls eine besonders breite Risikostreuung haben. Allerdings fällt der Ertrag im Vergleich zu anderen Investmentfonds vergleichsweise niedriger aus.

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