Frankfurter Buchmesse 2002 – Die Highlights
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Frankfurter Buchmesse 2002 – Die Highlights

Bild: Foto: Katrin Gilger, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Die mit Abstand größte Bücherschau der Welt öffnet am 9. Oktober ihre Tore. Die 54. Frankfurter Buchmesse wird am Vorabend im Congress Center der Messe von der Oberbürgermeisterin der Stadt, Petra Roth, vom Bundeskanzler sowie dem litauischen Staatspräsidenten Valdas Adamkus und dem Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Dieter Schormann, feierlich eröffnet. Bis zum 14. Oktober werden Neuerungen vorgestellt, Trends gesetzt, Kontakte geknüpft und neue Medien präsentiert. Rund 6 700 Aussteller aus mehr als 100 Nationen, die das facettenreiche Kaleidoskop der Verlags- und Medienwelt bilden, stehen gleichermaßen für Tradition und Innovation.

Veranstaltungsreigen auf dem Messegelände

Bei diesem Top-Ereignis der Branche werden über 260 000 Besucher erwartet. Sie werden auf 200 000 Quadratmetern mit etwa 400 000 Büchern und elektronischen Produkten konfrontiert, davon etwa 100 000 Neuerscheinungen. Aber Bücher und Neue Medien sind nur die eine Seite des bedeutendsten Branchentreffs. Darüber hinaus sorgen über 2 600 Veranstaltungen für ein buntes Messeprogramm.

Wie zum Beispiel der neue Themenschwerpunkt “Frankfurt Futura Mundi” mit seiner Buch- und Medienausstellung und einem internationalen Kongress. Oder der Veranstaltungsreigen rund um das diesjährige Gastland Litauen. Dazu gehört wie jedes Jahr die Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels. Preisträger 2002 ist der nigerianische Schriftsteller Chinua Achebe. Die Preisverleihung findet traditionell am Messesonntag, der diemal auf den 13. Oktober fällt, in der Paulskirche zu Frankfurt statt.

“Frankfurt Futura Mundi“

Der Zukunftskongress “Frankfurt Futura Mundi” soll neuer Themenschwerpunkt der Buchmesse werden, “ein Forum, in dem prominente Vertreter aus Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft und Religion Themen von globaler Bedeutung diskutieren und bewerten”, so der neue Direktor der Buchmesse, Volker Neumann. Diese globale Debatte wird in vier großen Podiumsdiskussionen am 12. Oktober von 10 bis 22 Uhr im Congress Centrum geführt – hochkarätig besetzt und von einem Kuratorium unterstützt, dem u.a. die Verlegerin Inge Feltrinelli, Mary Robinson, die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, und Carol Bellamy, Executive Director der UNICEF, angehören. Auf der Bühne geht es um weltweite Wertesysteme, kulturelle Identität, Gleichheit im Zeitalter der Biotechnologie und literarische Visionen in einer geteilten Welt.

Das Internationale Zentrum der Messe bietet dazu schon in den fünf Tagen davor Debatten und Autorengespräche, Lesungen und Musik. Autoren aus allen Erdteilen servieren kulinarisch-literarische Köstlichkeiten zur Mittagszeit und sprechen über moderne und ursprüngliche Mythen. Im Internationalen Zentrum gibt es zudem eine Buch- und Medienausstellung mit rund 700 aktuellen Titeln zur Globalisierungsdebatte. Das Motto der Schau: “Globalisierung zwischen Gleichheit und Vielfalt”. Es geht den Veranstaltern darum, Brücken zu schlagen zwischen den Kulturen.

“Media & Information”

Unter dem Titel “Media & Information” offeriert die Buchmesse eine neue Themenhalle. Sie positioniert sich als zukunftsweisende Drehscheibe für inhaltsorientierte elektronische Produkte und Dienstleistungen. Hier werden internationale Unternehmen aus den Bereichen Contentverarbeitung und -vermittlung sowie wissenschaftliche Unternehmen ihre elektronischen Produkte und Ideen auf dem Feld des Wissensmanagements vorstellen. Hier wird auch der digitale Wandel in der Verlagsbranche diskutiert. Das reicht von Expertensystemen im Wissensmanagement über Entwicklungen im Wissenstransfer bis hin zu neuen Perspektiven des medialen Lernens. Diese Halle ersetzt das “Electronic Media Center” vom Vorjahr.

“Forum Kinderbuch”

In Halle 3 wird es 2002 ein “Forum Kinderbuch” als zentralen Veranstaltungsort für Lesungen, Signieraktionen und Fachveranstaltungen geben. Das traditionelle Lesezelt auf dem Freigelände der Messe konnte im vergangenen Jahr nur noch ein Viertel des geäußerten Bedarfs decken. Schließlich wollen die Kinderbuchverlage nach der PISA-Studie noch stärker die Leselust von Kindern wecken.

In derselben Halle werden darüber hinaus rund 70 Aussteller aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz, aus Japan, den USA, Singapur und anderen Ländern ihr weiter gewachsenes Comic-Programm präsentieren – mit Leseecke für die Kleinen und Comic-Café für die Großen. Wer es nicht nur bunt und laut, sondern auch schön und wertvoll mag, der findet in Halle 4.1 den “Platz der Buchkunst”, auf dem Buchkünstler den Sammlern und Liebhabern ein breites Spektrum ihrer Werke vorstellen.

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