Frankfurter Buchmesse 2014: Bücher, digitale Medien und ein echt cooles Gastland
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Frankfurter Buchmesse 2014: Bücher, digitale Medien und ein echt cooles Gastland

Bild: Foto: Unknown, Public domain, via Wikimedia Commons

Wie modern ist das gute alte Analog-Buch? Und wie lassen sich die digitalen Medien – vom E-Book bis zur App – besser integrieren? Spielt es für die Leser überhaupt noch eine Rolle, in welcher Medienform das geschrieben Wort zu ihnen kommt? Längst verschwimmen die alten, starr nach Trägermedien definierten Branchen-Grenzen. Und auch die Autoren haben dank digitaler Verwertungsketten ein neues Selbstverständnis entwickelt und eine neue Nähe zum Leser.

Vom Analog-Buch zum crossmedialen Lesen

Wie modern ist das gute alte Analog-Buch? Und wie lassen sich die digitalen Medien – vom E-Book bis zur App – besser integrieren? Spielt es für die Leser überhaupt noch eine Rolle, in welcher Medienform das geschrieben Wort zu ihnen kommt? Längst verschwimmen die alten, starr nach Trägermedien definierten Branchen-Grenzen. Und auch die Autoren haben dank digitaler Verwertungsketten ein neues Selbstverständnis entwickelt und eine neue Nähe zum Leser.

Gleichzeitig wird der Buchmarkt immer internationaler: Ein neues Buch von einem Bestseller-Autor wird heute nicht mehr zuerst nur in seinem Heimatland veröffentlicht, sondern erscheint oft schon in mehreren Sprachversionen gleichzeitig. Kein Wunder also, dass crossmediales und internationales Publizieren in diesem Jahr auf der Buchmesse besonders große Themen sind. Besonders im Bereich Kinderbuch – weiterhin ein Themenschwerpunkt der Messe – werden Inhalte auf digitalen Trägermedien spielerisch, interaktiv und für die Nutzer immersiv umgesetzt.

Wie finden mich meine Leser?

Ein super Buch, aber keiner liest es? Für viele Autoren ist genau das das Problem: In dem geradezu überwältigen Angebot beispielsweise eines Online-Portals wie amazon geht ein einzelnes Buch schnell unter. Wie also findet ein Autor seine Leser? Und wie finden sie ihn? Auch dies – die "Discoverability" wie es auf neudeutsch heißt -  ist ein Thema der diesjährigen Frankfurter Buchmesse.

So werden beim "Virenschleuderpreis" die besten Ideen und Ansätze beim innovativen Buch-Marketing vorgestellt. Und in der Self-Publishing Area tauschen sich Autoren und solche, die es werden wollen, mit Experten über Selbstvermarktung in sozialen Medien und die Auffindbarkeit ihrer Werke aus. Derweil demonstrieren Schriftsteller wie Ken Follett, Ingrid Noll oder Rafik Schami auf der Open Stage sowie im neuen Lesezelt die Sogkraft ihrer Geschichten direkt vor ihren Fans. Denn alle neuen (Vertriebs-)Wege haben doch nur ein Ziel: Die Lust am Lesen ständig neu zu entfachen.

In sechs Städten um die Welt

Und natürlich geht es auch international zu – und wie: In wenigen Schritten von Barcelona über Istanbul, mit einem Abstecher zu Port Harcourt bis nach Bangkok, Peking und Incheon – auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse ist dies möglich: Denn diese sechs Städte stehen stellvertretend für die vielfältigen Formen der weltweiten Literaturbegeisterung und -vermarktung.

Den Beginn macht die spanische Hafenstadt Barcelona , die sich an ihrem Stand mit einem Nachbau unterschiedlicher Stadtviertel präsentiert, illustriert von katalanischen Künstlern. Am Stand von Istanbul locken Bücher und Kunstbände zur Stadt, zu türkischer und osmanischer Kultur, Archäologie, Kunst sowie Geschichte. Die nigerianische Stadt Port Harcourt ist die UNESCO Welthauptstadt des Buches 2014 und damit die erste afrikanische Stadt südlich der Sahara, die diese Nominierung erhalten hat.

Die starke asiatische Präsenz zeigt sich auch bei den Städten – gleich drei sehr unterschiedliche Metropolen freuen sich auf Besucher: Peking, die Verlagsmetropole Chinas, zeigt Publikationen aus staatlichen und privaten chinesischen Verlagshäusern. Bangkok vertritt Thailand und last but not least präsentiert die drittgrößte Stadt Koreas, Incheon, sich als UNESCO World Book Capital 2015.

Finnland: Mehr als nur Seen und Wälder

Kennen Sie Arto Paasilinna? Leena Lehtolainen? Oder Tove Jansson? Sie alle sind finnische Autoren und Autorinnen – und damit Vertreter des diesjährigen Gastlands der Frankfurter Buchmesse. Während schwedische Krimis inzwischen bei uns Kultstatus haben, sind Romane aus Finnland bei uns bisher eher weniger bekannt. Dabei hat das noch relativ junge Land eine reiche literarische Tradition. Ob sarkastische Komödie, historische Romanze oder spannendes Kinderbuch – für fast jeden Geschmack ist etwas dabei. Zur Buchmesse in Frankfurt erscheinen mehr als 120 finnische, finnlandschwedische und samische Bücher in deutscher Übersetzung, eine Chance, mehr über dieses Land und seine Literatur zu erfahren.

Website der Frankfurter Buchmesse

http://www.buchmesse.de/de/

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