Freunde machen gesund
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Freunde machen gesund

Bild: Foto: Balou46, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Zwischenmenschliche Unterstützung für unser Immunsystem

Was wäre das Leben ohne Freunde? Sei es der kurze Plausch bei einer Tasse Kaffee, der Männerabend zur Fußballweltmeisterschaft oder die nächtlichen Krisengespräche mit der besten Freundin - Freunde bereichern, unterstützen und machen den Alltag lebenswert.

Neueste Untersuchungen weisen einen weiteren positiven Aspekt nach: Freunde halten uns gesund. Wer in ein tragfähiges Netz von sozialen Beziehungen eingebunden ist, ist für Krankheiten weniger anfällig. Bei guten Freunden stimmt die Chemie - im wahrsten Sinne des Wortes. Positive Kontakte zu unseren Mitmenschen tragen nachweislich dazu bei, dass der Körper verstärkt Substanzen ausschüttet, die uns gesund erhalten. Hierfür gibt es eine Reihe von Gründen, z. B.:

  • Freunde hören zu, wenn uns etwas bedrückt oder ärgert. Wer ein Ventil hat, um Dampf abzulassen, staut weniger Ärger auf. Das verringert sich die Bildung von Stresshormonen wie Adrenalin oder Cortisol. Sogar der Cholesterinspiegel sinkt.
  • Wenn wir uns wohl fühlen, bilden wir mehr Glückshormone, sogenannte Endorphine. Diese wirken entspannend und wie körpereigenes Schmerzmittel.
  • Zu Freundschaft gehört auch ein gemeinsamer Sinn für Humor. Das stärkt das Immunsystem. Denn beim Lachen steigt die Zahl der Killerzellen und Antikörper im Blut. Außerdem schüttet der Körper mehr Gamma-Interferon aus. Diese hormonartige Substanz aktiviert die Phagocyten - unsere bakterienfressenden, weißen Blutkörperchen.
  • Ein altes Sprichwort sagt: “Zu zweit geht alles besser.“ Von der Lerngruppe bis hin zum wechselseitigen Babysitten - Freunde halten sich den Rücken frei. So hat jeder mehr Zeit und kann in belastenden Situationen neue Kraft schöpfen.

Übrigens ist Freundschaft keine rein menschliche Erfindung. Im gesamten Tierreich haben Außenseiter schlechtere Überlebenschancen. Neurowissenschaftler stellten fest: Bei sozial isolierten Pavianen kreisten deutlich mehr Stresshormone im Blut.

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