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Fünf gute Gründe, Ingenieur zu werden
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Leben & Lifestyle

Fünf gute Gründe, Ingenieur zu werden

Die Arbeitsmarktsituation in Deutschland ist gut – aktuell zumindest. Tatsächlich herrscht ein solcher Fachkräftemangel, dass man bei dem, was viele Firmen derzeit durchleben, schon von „händeringend“ sprechen kann. An dem Punkt kommen Ingenieure ins Spiel.
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
4 Minuten
Rubrik
Leben & Lifestyle
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pixabay.com, vespaburoks

1. Die Joblage

Die Arbeitsmarktsituation in Deutschland ist gut – aktuell zumindest. Tatsächlich herrscht ein solcher Fachkräftemangel, dass man bei dem, was viele Firmen derzeit durchleben, schon von „händeringend“ sprechen kann. An dem Punkt kommen Ingenieure ins Spiel.

Sie werden mit Abstand am händeringendsten gesucht und zwar so sehr, dass nicht wenige Firmen schon Headhunter für Ingenieure aussenden. Deutschland ist ein zutiefst technisiertes Land in einer zutiefst technisierten Region und Zeit. Das braucht Leute, die weiterhin dafür sorgen, dass entwickelt wird, dass diese komplexen Dinge auch bedient und gewartet werden. In vielen Bereichen sind wir mittlerweile an einem Punkt, an dem Maschinen schlicht zu komplex sind, um sie von Personen mit geringerem Ausbildungsstand versorgen zu lassen.

Um es einfach auszudrücken: Egal, welche Art von Ingenieursabschluss man hat, man erwirbt damit eine Jobgarantie. Nicht nur heute, sondern für die Zukunft – denn die wird alles, nur nicht weniger technisch. All die Nachteile anderer Berufe, das lange Suchen, die vielleicht notwendigen Umzüge, kann man als Ingenieur vergessen. Dann kann man sich seinen Traumjob aussuchen. Und man bekommt auch noch ein saftiges Gehalt dafür.

2. Die Aufstiegschancen

Lange Zeit saßen und lenkten in den obersten Konzernetagen Menschen, die „Kopffächer“ studiert hatten. Wirtschaftswissenschaftler, Rechtsgelehrte. Bloß ist das heute, abermals weil die Welt so technisiert ist, oftmals nicht mehr ausreichend. Bei jedem dritten Dax-Konzern sitzen schon Ingenieure in der Führungsetage. Ganz einfach, weil nur sie das nötige Technikwissen besitzen, das es braucht, um Führungsentscheidungen zu treffen.

Das Produkt selbst ist zentraler Dreh- und Angelpunkt, der über Erfolg oder Misserfolg einer Firma entscheidet. Das reine Steuern von Zahlenkolonnen ist da nicht mehr ausreichend. Wer Ingenieur ist und auch nur einen Funken über die reine Technik hinausdenken kann, dem stehen alle Chancen offen, bis ganz nach oben zu klettern.

Artikelbild

pixabay.com, skeeze

3. Die Vielfalt

Die meisten Menschen haben, wenn sie den Begriff Ingenieur hören, nur jemanden vor dem geistigen Auge, der über irgendwelchen silbrig-metallischen Konstruktionen tüftelt. Das ist nicht falsch, denn der Maschinenbauingenieur macht das tatsächlich. Aber es gibt noch ganz andere Sparten, in denen man sich austoben kann:

Überall sind Ingenieure vertreten. Egal in welches Feld man blickt, es ist sehr wahrscheinlich, dass dahinter ein Ingenieur steckt.

4. Die Nützlichkeit

Wenn es etwas gibt, das für alle Ingenieure gleich ist, dann ist es die Logik. Alles, was ein Ingenieur erdenken kann, folgt ihren Spielregeln. Und während des Studiums werden sie alle regelrecht darauf gedrillt, logisch zu denken. Daraus erwächst ein Vorteil, den viele vorher gar nicht sehen: Es wird, wenn man den Abschluss in der Tasche hat, keine Situation im Leben mehr geben, die man nicht automatisch mit nüchterner Logik analysieren kann. Das beginnt bei alltäglichen Problemlösungen („Keilriemen gerissen -> kein Ersatzteil zur Hand -> Das könnte als Alternative taugen“) und zieht sich in sämtliche Bereiche hinein. Es gibt einen humorigen Spruch über Ingenieure, der aber einen dicken Kern voller Wahrheit enthält:

„Ingenieure: die schickst du mit einer rostigen Blechdose voll Draht in den Urwald und auf der anderen Seite kommen sie mit einem Wohnmobil herausgefahren“.

Um es kurz auszudrücken: Ingenieure haben immer einen logischen Plan. Zumindest aber wird es keine Situation geben, in der sie jemals vollkommen planlos dastehen.

Artikelbild

pixabay.com, joakant

4. Das Berufsethos

Man selbst mag als Ingenieur vielleicht nur in einem mittelständischen Betrieb dafür sorgen, dass die Maschinen rundlaufen. Im Gegensatz zu vielen anderen Berufen wird einen das aber nicht wirklich kränken. Denn Ingenieure, besonders im technischen Bereich, können sich zurecht auf ein grandioses Berufsethos berufen. Die größten Errungenschaften der Menschheit, angefangen beim Rad über den Verbrennungsmotor, den Computer bis zur Mondlandefähre, sie alle wurden von Ingenieuren ersonnen und meistens auch ins Praktische umgesetzt.

Es war ein Ingenieur, Leonardo da Vinci, der schon im ausgehenden Mittelalter Dinge ersann, die selbst heute teilweise noch exotisch, futuristisch anmuten. Es war der Ingenieur Nikola Tesla, der als absolutes Genie der Elektrik in die Geschichte einging.

Alles, was uns umgibt, ist das Werk eines Ingenieurs. Auch dort, wo man es vielleicht gar nicht vermutet.

5. Das überall-Sein

Ingenieure findet man nur in Büros vor Taschenrechnern und Zeichenbrettern? Sicher nicht. Natürlich haben die meisten einen solchen Arbeitsplatz. Aber Ingenieur ist nichtsdestotrotz, vornehmlich in den technischen Sparten, ein echter Zupackerberuf.

Ob in einem anderthalb Kilometer tiefen Stollen, der vorangetrieben werden muss, ob einige Kilometer unter den Wellen, wo nach Öl gebohrt wird, ob im ewigen Eis am Südpol, oder einige hundert Kilometer über uns an Bord der ISS und allem, was danach noch kommen wird. Überall sitzen Ingenieure. Denn es reicht nie, einfach nur Pläne zu erstellen und sie dann von anderen durchführen zu lassen. Der Ingenieur muss vor Ort sein – denn immer dann, wenn etwas nicht so funktioniert, wie es ursprünglich erdacht war, braucht es einen sehr schlauen Kopf, der mit nüchterner Logik und technischer Kreativität die Sache bereinigen kann.

Es gibt sicherlich leichtere Berufe, auf die man studieren kann. Doch es gibt kaum welche, die so befriedigend sind, wie die Ingenieurssparte. Wer sie einschlägt, der weiß immer Rat, ist niemals hilflos und wird von allen Branchen geschätzt und gesucht.

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