Adrenalin pur
Egal ob Snakeboarding, Funbalooning oder Bob Run Speedskating, die Funsportarten der Herbst- und Wintersaison garantieren einen mächtigen Adrenalinschub. Neuartige Sportgeräte, Kombinationen und Weiterentwicklungen bekannter Sportarten bringen frischen Schwung in die Funsportszene. Also: Statt sich in der dunklen Jahreszeit in den eigenen vier Wänden zu verkriechen, lieber eine Funsportart ausprobieren!
Auf Rollen durch das Herbstlaub
Wer alle Inlinewege seiner Umgebung bereits mit geschlossenen Augen befahren könnte, sollte einmal Offroad Skating ausprobieren. Spezielle Skates mit neun Zentimeter großen Rollen ermöglichen Querfeldeinfahrten über jedes Terrain. Besonders beliebt sind Abfahrten über Stock und Stein, bei denen geübte Skater eine Geschwindigkeit von 40 Kilometern pro Stunde erreichen. Offroad Skates sind nur in Spezialgeschäften erhältlich, eine Schutzkleidung ist dringend erforderlich, da Stürze oft unvermeidlich sind.
Auch für Skateboarder gibt es eine Weiterentwicklung: Mit dem Snakeboard ist nicht nur ein Gleiten auf ebenen Flächen möglich, auch Bergauffahrten und das Fahren aus dem Stand ohne zusätzlichen Antrieb ist kein Problem mehr. Das Brett besitzt zwei Gelenke über den Achsen, die Bewegung erfolgt durch die Verlagerung des eigenen Körpergewichts, rhythmischen Drehbewegungen des Oberkörpers mit gleichzeitigen, schlangenförmigen Drehen der Füße. Um ein Abrutschen bei den entgegengesetzten Fußbewegungen zu vermeiden, hat das Snakeboard fest mit dem Brett verbundene Schuhe. Wie beim Skateboarden funktionieren auch mit dem Snakeboard die verschiedenen Jumps und rasanten Downhills.
Coole Luftsprünge unter dem Drachen
Für Skateboarder, die länger in der Luft bleiben wollen, als bei Jumps in den Halfpipes, ist Kiteboarden das Richtige. Die Füße stehen dabei auf einem Mountainboard, das eine größere Standfläche aufweist und mit Fußschlaufen ausgestattet ist. Von einem Lenkdrachen gezogen, fliegen Kiteboarder bis zu 20 Meter weit durch die Luft und erreichen dabei mehr als 40 Kilometer pro Stunde. Die Sportart ist nicht ganz ungefährlich, bei den starken herbstlichen Windböen ist der Lenkdrachen nur mit viel Kraft und Geschick zu zügeln, außerdem muss verstärkt auf Hochspannungsleitungen Acht gegeben werden.
Eine weitere Möglichkeit, sich den Wind um die Ohren blasen zu lassen, bietet Funbalooning. Menschen, denen normales Heißluftballonfahren zu langweilig ist, baumeln dabei an einem Seil, das am Korb des Ballons festgemacht ist. Schwindelfreien eröffnet Funbalooning eine einzigartige Perspektive auf die Erde. Nicht mehr ganz so neu, hat auch Paragliding nach wie vor einen hohen Funfaktor. Mit Hilfe der Thermik steigen die mächtigen, 22 bis 32 Quadratmeter großen Gleitschirme in die Luft. Für Anfänger empfiehlt sich ein Tandemflug mit einem erfahrenen Paraglider, Vorkenntnisse sind dabei nicht erforderlich.
Speed-Junkies: Geschwindigkeit zählt
Bevor die Bobbahnen im Winter mit Eis bedeckt sind, vergnügen sich Bob Run Speedskater auf den Anlagen. Mit bis zu 110 Stundenkilometer rasen die Inline-Speed-Junkies den Betonkanal hinunter, robuste Lederschutzkleidung dämpft eventuelle Stürze. Diese Funsportart ist bereist professionell organisiert. 1996 wurde die International Bob Run Speedskating Association (IBSA) gegründet, zwei Jahre später fand die erste Weltmeisterschaft statt. Aber nicht nur Inlineskater heizen die Betonröhren hinunter, auch Mountainbiker und Skateboarder holen sich den Geschwindigkeitskick.
Fun im Schnee
Inlineskater, die auch im Winter nicht auf ihren Lieblingssport verzichten wollen, sind beim Skiboarding richtig. Die Crossoversportart verbindet Skifahren mit Inlineskaten und Carving. Die Miniskier sind auch von Anfängern leicht zu beherrschen. Sie sind ebenso wendig wie Inlineskates und flexibel wie traditionelle Skier - enge Turns und Jumps sind genauso möglich wie Rückwärtsfahren und schnelles Umkanten.
Surf-Freaks kommen in der kalten Jahreszeit ebenfalls auf ihre Kosten. Das Snow-Funboard, bestehend aus einem Skateboard, zwei Skiern und einem Surfsegel, erzielt auf großen eingeschneiten oder gefrorenen Flächen ähnlich dem Surfen auf Wasser berauschenden Speed. Mit 60 Sachen auch weniger steile Hänge hinunter preschen? Kein Problem für das motorisierte Snowboard. Am Heck eines normalen Snowboards ist ein benzinangetriebener Kleinmotor befestigt, die Geschwindigkeit wird mit einem Gasknüppel in der Hand reguliert. Momentan kann das Sportgerät nur in den USA gekauft werden, die Anhängerschaft in Europa wächst aber sprunghaft.
Wenn draußen nichts mehr geht...
Sobald das Wetter richtig unfreundlich wird, beginnt für viele Sportarten die Hallensaison. Neben diversen Motorsportveranstaltungen erfreut sich seit einiger Zeit das Hallensurfen großer Beliebtheit. Benötigt wird dafür eine große Veranstaltungshalle, ein Wasserbecken von beachtlichem Ausmaß und mächtige Ventilatoren, die an der gesamten Breite des Beckens aufgereiht sind. Der Start erfolgt aus dem Stand von einer Rampe aus. Beim Slalom treten jeweils vier Surfer gegeneinander an, Sieger ist derjenige, der als Erster um zwei Bojen kurvt. Für die Sprungdisziplin wird eine Boje abgebaut und durch eine ca. ein Meter hohe Rampe ersetzt.
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