Fußball-Weltmeisterschaft 2014
Leben & Lifestyle

Fußball-Weltmeisterschaft 2014

Bild: Foto: Markus Trienke, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Als Uruguay 1930 im eigenen Land den ersten Fußball WM-Titel überhaupt holte, bekamen sie DIE Trophäe des Fußballs verliehen. Die beflügelte griechische Siegesgöttin Nike schmückte damals den sogenannten Weltpokal. Vier Jahre lang verwahrte Uruguay das Original im eigenen Land, denn so hatte die FIFA es vorgesehen. Der Pokal befand sich stets in Händen des amtierenden Weltmeisters und war somit ein echter Wanderpokal.

Als Uruguay 1930 im eigenen Land den ersten Fußball WM-Titel überhaupt holte, bekamen sie DIE Trophäe des Fußballs verliehen. Die beflügelte griechische Siegesgöttin Nike schmückte damals den sogenannten Weltpokal. Vier Jahre lang verwahrte Uruguay das Original im eigenen Land, denn so hatte die FIFA es vorgesehen. Der Pokal befand sich stets in Händen des amtierenden Weltmeisters und war somit ein echter Wanderpokal.

Der Jules-Rimet-Pokal auf Wanderschaft

Während des zweiten Weltkriegs war es an Italien, den Pokal sicher zu verwahren. Der FIFA-Vizepräsident Ottorino Barassi nahm sich dieser Aufgabe an: Angeblich verbrachte die Trophäe diese Zeit in einem Schuhkarton unter seinem Bett. Dennoch überstand die Siegesgöttin aus vergoldetem Sterlingsilber die Kriegszeiten und wanderte weiter von Land zu Land. 1966 dann, als England die WM ausrichtete, verschwand der Pokal auf einer Ausstellung. Gestohlen? Nein, man fand ihn angeblich unter einem Busch vergraben. Ein Hund Namens Pickles soll der Täter gewesen sein.

Die Ruhestätte der beflügelten griechischen Siegesgöttin

1970 war Schluss mit der Weltreise der vergoldeten Siegesgöttin. In diesem Jahr gewann Brasilien zum dritten Mal die Fußball-WM und damit auch das Recht den Pokal zu behalten. Denn so hatte es die FIFA festgelegt: Sollte es einer Mannschaft gelingen, die Trophäe drei Mal zu gewinnen, dann steht ihr eine besondere Belohnung zu. Das Original des Jules-Rimet-Pokals geht in ihren dauerhaften Besitz über. Heute allerdings kann der brasilianische Fußballverband den Pokal nicht mehr sein eigen nennen: 1983 gelang es Dieben, die Trophäe in Rio De Janeiro zu stehlen. Vermutlich schmolzen sie die vergoldete Siegesgöttin ein und beendeten so ihr Dasein.

Der “FIFA World Cup“ hat seinen festen Wohnsitz in Zürich

Den WM-Pokal, wie wir ihn heute kennen, entwarf 1970 der italienische Künstler Silvio Gazzaniga. Zwei Gestalten recken sich aus dem Sockel empor. In Händen halten sie die Weltkugel, die sie in die Höhe strecken. Zwei grüne Bänder aus Malachit umschließen den Sockel, auf dem “FIFA World Cup“ in erhabenen Lettern geschrieben steht. 36,8 Zentimeter misst ist der Pokal in der Höhe und gut 6 Kilogramm bringt er auf die Waage, davon 4,9 Kilogramm 18-karätiges Gold.

“Aus der Basis entspringen Linien, die sich in Spiralen nach oben winden und die ganze Welt aufnehmen. Aus der dynamischen Spannung der kompakten Skulptur sind die Darstellungen zweier Spieler im bewegenden Moment des Sieges herausgearbeitet”, so beschreibt der Künstler selbst in einem Interview mit der FIFA das Erscheinungsbild seines Werks.

Eine Kopie des Pokals holen die Sieger ins eigene Land

Auf Wanderschaft geht dieser Pokal aber nur noch bedingt: In ihrem Hauptquartier in Zürich verwahrt die FIFA die Trophäe. Alle vier Jahre reist sie dann zu dem jeweiligen Austragungsort der WM, die Sieger bekommen das Original überreicht, dürfen es halten, in die Höhe strecken und küssen. Das Original mit ins eigene Land nehmen dürfen sie allerdings nicht. Ein Abguss als Replikat ist es, dass unsere Spieler im Gepäck mit nach Hause bringen, während das Original zurückkehrt nach Zürich. An einen sicheren Ort irgendwo im FIFA-Hauptquartier.

Weitere Artikel auf wissenschaft.de

Mehr aus Leben & Lifestyle

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Leben & Lifestyle.

Alle Leben & Lifestyle-Artikel
Akustik historischer Instrumente: Die physikalischen Geheimnisse alter Meistergitarren
Leben & Lifestyle

Akustik historischer Instrumente: Die physikalischen Geheimnisse alter Meistergitarren

2. November 2026

Warum klingen Instrumente aus der Vorkriegszeit anders als neu gebaute Modelle? Die Antworten liegen in der komplexen physikalischen und chemischen Alterung von Holz, Leimen und Lacken über Jahrzehnte.

Kleine Bäume, große Geschichte: Die Entwicklung der Bonsai-Kultur
Leben & Lifestyle

Kleine Bäume, große Geschichte: Die Entwicklung der Bonsai-Kultur

31. Oktober 2026

Von den chinesischen Penjing-Landschaften über den Zen-Buddhismus bis zur weltweiten Verbreitung: Die Geschichte der Bonsai-Kultur ist mehr als ein Dekorationstrend. Sie verbindet jahrhundertealte Philosophie mit…

Hypnose verstehen: Was im Zustand der Trance wirklich passiert
Leben & Lifestyle

Hypnose verstehen: Was im Zustand der Trance wirklich passiert

27. Oktober 2026

Kaum ein Verfahren ist so von Klischees umgeben wie die Hypnose. Bühnenshows, in denen Freiwillige wie ferngesteuert Hühner imitieren, prägen bis heute das Bild. Mit der Arbeit in einer Praxis hat das wenig zu tun. Dort…

Hefepathogen nutzt Inositol trotz Glukose: Rezeptor verknüpft Nährstoffwahl mit Virulenz
Leben & Lifestyle

Hefepathogen nutzt Inositol trotz Glukose: Rezeptor verknüpft Nährstoffwahl mit Virulenz

20. Oktober 2026

Eine Studie in PLOS Biology zeigt, wie ein Inositol-sensitiver Rezeptor bei einer Hefe die Nährstoffnutzung steuert – selbst bei Glukose-Überschuss. Die Entdeckung verbindet Stoffwechsel und Virulenz.

← Zurück zu Leben & LifestyleZur Startseite