G8-Gipfel unter Erfolgsdruck
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G8-Gipfel unter Erfolgsdruck

Bild: Foto: Carl Otto, Public domain, via Wikimedia Commons

Der am Mittwoch beginnende Gipfel ist das teuerste Politikertreffen der britischen Geschichte: Noch nie wurde ein Ort so streng bewacht wie das Luxushotel Gleneagles. Weltbankpräsident Paul Wolfowitz sprach sich vor seiner Abreise zum G8-Gipfel dafür aus, Länder zu belohnen, die effektiv mit der ihnen zur Verfügung gestellten Entwicklungshilfe umgehen. Zugleich dürften Länder, die Reformziele nicht erreicht haben, aber nicht fallen gelassen werden. Geldzuwendungen seien nicht immer die wichtigste Komponente, um Ländern aus der Armut zu helfen. Eine Verbesserung der Regierungsstrukturen, Hilfe für den Privatsektor und Handelserleichterungen gehörten auch dazu. Hilfsprogramme müssten auf jedes Land zugeschnitten sein und besser als bisher koordiniert werden. Die Deutsche Bischofskonferenz und der Lutherische Weltbund (LWB) forderten radikale Reformen auch der Wirtschaftspolitik zu Gunsten der ärmsten Länder. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, erklärte in Bonn mit Blick auf den G8-Gipfel, notwendig seien die "durchgreifende Entschuldung der ärmsten Länder" und der Abbau von unfairen Handelsbedingungen. LWB-Generalsekretär Ishmael Noko mahnte, nicht nur die "nicht tragfähigen und/oder illegitimen Schulden" bei Institutionen, sondern auch bei privatwirtschaftlichen Unternehmen sollten thematisiert werden.

Der am Mittwoch beginnende Gipfel ist das teuerste Politikertreffen der britischen Geschichte: Noch nie wurde ein Ort so streng bewacht wie das Luxushotel Gleneagles. Weltbankpräsident Paul Wolfowitz sprach sich vor seiner Abreise zum G8-Gipfel dafür aus, Länder zu belohnen, die effektiv mit der ihnen zur Verfügung gestellten Entwicklungshilfe umgehen. Zugleich dürften Länder, die Reformziele nicht erreicht haben, aber nicht fallen gelassen werden. Geldzuwendungen seien nicht immer die wichtigste Komponente, um Ländern aus der Armut zu helfen. Eine Verbesserung der Regierungsstrukturen, Hilfe für den Privatsektor und Handelserleichterungen gehörten auch dazu. Hilfsprogramme müssten auf jedes Land zugeschnitten sein und besser als bisher koordiniert werden. Die Deutsche Bischofskonferenz und der Lutherische Weltbund (LWB) forderten radikale Reformen auch der Wirtschaftspolitik zu Gunsten der ärmsten Länder. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, erklärte in Bonn mit Blick auf den G8-Gipfel, notwendig seien die "durchgreifende Entschuldung der ärmsten Länder" und der Abbau von unfairen Handelsbedingungen. LWB-Generalsekretär Ishmael Noko mahnte, nicht nur die "nicht tragfähigen und/oder illegitimen Schulden" bei Institutionen, sondern auch bei privatwirtschaftlichen Unternehmen sollten thematisiert werden.

Gordon Brown warnt vor zu hohen Erwartungen
Die britische Regierung warnte am Dienstag bereits vor zu hohen Erwartungen. An Bob Geldof, den Initiator des Live-8-Konzertmarathons vom Samstag gerichtet, sagte Finanzminister Gordon Brown: "Ich weiß, dass Sie sagen werden, wir sollten mehr tun und dass das, was wir erreichen, nicht gut genug ist." Großbritannien könne zwar vieles anstreben, sei aber letztlich abhängig von dem, was gemeinsam erreicht werde. Geldof fordert unter anderem Sonderhilfen für die ärmsten Länder in Höhe von 50 Mrd. $ und einen faireren Welthandel. Nach Berichten britischer Zeitungen ist das Verhältnis zwischen dem britischen Premierminister Tony Blair und dem französischen Präsidenten Jacques Chirac kurz vor dem Gipfel so schlecht wie noch nie. Blair hat sich demnach sehr über die Britenwitze geärgert, mit denen Chirac am Sonntag den russischen Präsidenten Wladimir Putin und Bundeskanzler Gerhard Schröder unterhalten haben soll. Chirac wurde unter anderem mit den Worten zitiert: ?Man kann keinen Leuten trauen, die eine so schlechte Küche haben: Nach Finnland ist es das Land, wo man am schlechtesten isst.?

US-Widerstand beim Thema Klimaschutz
Auch Blairs Verhältnis zu Schröder hat sich seit dem gescheiterten EU-Gipfel in Brüssel stark abgekühlt. Die britische Regierung befürchtet deshalb nach Informationen mehrerer Zeitungen, dass Chirac und Schröder schon deshalb nicht daran interessiert sind, den Gipfel zu einem großen Erfolg werden zu lassen. Beim Thema Klimaschutz wiederum muss Blair mit dem Widerstand von US-Präsident George W. Bush rechnen. Auf die Frage, ob er sich bei seinem treuen Verbündeten Blair nicht mal revanchieren müsse, antwortete Bush in einem Interview des britischen Fernsehens, solche Gefälligkeiten kämen für ihn nicht in Frage, er vertrete die Interessen Amerikas. Der Schauplatz des Politikertreffens, das Hotel Gleneagles, wird von 10.000 Polizisten bewacht und ist mit einem acht Kilometer langen Zaun abgesperrt worden. Die Polizei befürchtet nach eigenen Angaben gewalttätige Ausschreitungen wie am Montag in Edinburgh. Nach Zusammenstößen mit der Polizei waren rund 100 Demonstranten festgenommen worden. Maximal 5000 Demonstranten sollen die Erlaubnis bekommen, in der Nähe des Hotels eine Kundgebung abzuhalten.

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