Gefährliches Zuhause
Leben & Lifestyle

Gefährliches Zuhause

Bild: Foto: Roman Eisele, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Haushalt ist Unfallquelle Nr. 1 für Kinder

Haushalt ist Unfallquelle Nr. 1 für Kinder

Kinder leben gefährlich: Alle sieben Minuten verletzt sich in Deutschland ein Kind so schwer, dass es in ärztliche Behandlung muss. Wirklich sicher sind Kinder nirgends - schon gar nicht zuhause. Fast ein Viertel aller Unfälle (22%) ereignet sich im Haushalt: pro Jahr 334.000. Das ist mehr als auf Deutschlands Straßen, wo jährlich 230.000 Kinder zu Schaden kommen.

Eltern können das Risiko jedoch erheblich einschränken, wenn sie stets ein waches Auge auf die Kleinen und ihre Umgebung haben. Mit einer Sicherheitscheckliste lassen sich Gefahren erkennen und beseitigen. Wichtig ist auch, das eigene Zuhause immer wieder mit Zwergen-Augen zu betrachten. Die scharfe Tischkante mag einen Erwachsenen kaum stören - doch für Vierjährige befinden sie sich gerade in Höhe die Schläfen. Und die verlockend bunten Flaschen mit dem scharfen Reinigungsmittel sind am besten außer Reichweite von Kinderhänden untergebracht.

Für den Notfall ist es gut, wenn Eltern Grundkenntnisse in erster Hilfe haben. Und wenn neben dem Telefon eine Liste mit den wichtigsten Telefonnummern hängt: Notruf (112), Kinderarzt, das nächste Krankenhaus, Giftnotruf-Zentrale (030/19240).

Die nötige Vorsicht darf jedoch nicht dazu führen, dass Eltern ihren Kindern das Toben verbieten. Durch Sport und Spiel lernen Kinder, ihren Körper zu beherrschen. Sie können ihre Fähigkeiten besser einschätzen und bei Gefahren schneller reagieren. Die Erfahrung zeigt: Kinder, die viel Zeit passiv vor dem PC oder dem Fernseher verbringen, verletzen sich häufiger und schwerer als trainierte Altersgenossen. Verbieten Sie ihrem Kind also nicht das Rad fahren - aber kaufen Sie ihm einen Fahrradhelm!

Weitere Artikel auf wissenschaft.de

Mehr aus Leben & Lifestyle

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Leben & Lifestyle.

Alle Leben & Lifestyle-Artikel
Akustik historischer Instrumente: Die physikalischen Geheimnisse alter Meistergitarren
Leben & Lifestyle

Akustik historischer Instrumente: Die physikalischen Geheimnisse alter Meistergitarren

2. November 2026

Warum klingen Instrumente aus der Vorkriegszeit anders als neu gebaute Modelle? Die Antworten liegen in der komplexen physikalischen und chemischen Alterung von Holz, Leimen und Lacken über Jahrzehnte.

Kleine Bäume, große Geschichte: Die Entwicklung der Bonsai-Kultur
Leben & Lifestyle

Kleine Bäume, große Geschichte: Die Entwicklung der Bonsai-Kultur

31. Oktober 2026

Von den chinesischen Penjing-Landschaften über den Zen-Buddhismus bis zur weltweiten Verbreitung: Die Geschichte der Bonsai-Kultur ist mehr als ein Dekorationstrend. Sie verbindet jahrhundertealte Philosophie mit…

Hypnose verstehen: Was im Zustand der Trance wirklich passiert
Leben & Lifestyle

Hypnose verstehen: Was im Zustand der Trance wirklich passiert

27. Oktober 2026

Kaum ein Verfahren ist so von Klischees umgeben wie die Hypnose. Bühnenshows, in denen Freiwillige wie ferngesteuert Hühner imitieren, prägen bis heute das Bild. Mit der Arbeit in einer Praxis hat das wenig zu tun. Dort…

Hefepathogen nutzt Inositol trotz Glukose: Rezeptor verknüpft Nährstoffwahl mit Virulenz
Leben & Lifestyle

Hefepathogen nutzt Inositol trotz Glukose: Rezeptor verknüpft Nährstoffwahl mit Virulenz

20. Oktober 2026

Eine Studie in PLOS Biology zeigt, wie ein Inositol-sensitiver Rezeptor bei einer Hefe die Nährstoffnutzung steuert – selbst bei Glukose-Überschuss. Die Entdeckung verbindet Stoffwechsel und Virulenz.

← Zurück zu Leben & LifestyleZur Startseite