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Gefahren im World Wide Web: Wie schütze ich meine Kinder?
Bildquelle nicht angegeben
Digital

Gefahren im World Wide Web: Wie schütze ich meine Kinder?

Zu allererst ist es wichtig, dass ich auf dem Hauscomputer für mein Kind ein eigenes Profil mit einem persönlichen Passwort erstelle. Das sollte wiederum aus einer Buchstaben-Zahlen-Kombination bestehen. Auf dem zum Profil zugehörigen Browser richte ich schließlich Startseiten ein, die am besten für ein jüngeres…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
3 Minuten
Rubrik
Digital
Artikelbild

de.clipdealer.com

Pop-Ups und verbotene Seiten

Zu allererst ist es wichtig, dass ich auf dem Hauscomputer für mein Kind ein eigenes Profil mit einem persönlichen Passwort erstelle. Das sollte wiederum aus einer Buchstaben-Zahlen-Kombination bestehen. Auf dem zum Profil zugehörigen Browser richte ich schließlich Startseiten ein, die am besten für ein jüngeres Publikum geeignet sind. Das Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik (BSI) empfiehlt zum Beispiel www.internet-abc.de oder www.internauten.de.

Zusätzlich ist es laut dem BSI sinnvoll, ein Jugendschutzprogramm (Filter) auf dem Profil meines Kindes zu installieren. Das kann verschiedene Funktionen wie die Sperrung bestimmter Internetinhalte oder auch die Beschränkung der Nutzungszeiten beinhalten. Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien empfiehlt dafür Jusprog. Darüber hinaus sollte ich noch einen Werbeblocker installieren, damit plötzlich auftauchende Überraschungen vermieden werden.

Artikelbild

thinkstock.com, Jupiterimages

Der wichtigste Punkt ist aber, stets Interesse daran zu zeigen, was mein Kind im Internet macht. Interesse zu zeigen heißt jedoch nicht, den Kontrollfreak zu spielen. Das würde den Spaß an der Onlinewelt verderben. Eltern sollten aber mit dem Kind im Gespräch bleiben und gerade bei jüngeren Kindern ruhig mitschauen, welche Seiten kindgerecht und geeignet sind.

Das gemeinsame Surfen ist zudem eine gute Gelegenheit, auch zu erklären, dass und warum nicht alle Informationen im Netz wahr oder verlässlich sind: "Glaube nicht alles, was du im Internet liest!" Mit meinem Kind im Grundschulalter kann ich bestimmte Regeln absprechen – beispielsweise, dass es Namen, Adresse oder Telefonnummer nur nach Rücksprache irgendwo einträgt oder mitteilt.

Chatrooms: Anonymität macht sie gefährlich

Sobald alle Vorkehrungen abgeschlossen sind, macht sich mein Kind auf die Reise in die Weiten des Internets. Natürlich möchte es auch mit den neuen Freunden aus der Schule Kontakt halten. Was bietet sich da besser an als ein Chatroom? Hier können sie sich untereinander über gemeinsame Erlebnisse austauschen und eventuell sogar neue „Freunde“ kennenlernen.

Diese neuen „Freunde“ können allerdings für eine böse Überraschung sorgen. So nutzen viele dubiose Gestalten die Chatrooms, um einen sexuellen Kontakt zu Minderjährigen aufzubauen, rassistische Ideologien zu verbreiten oder ähnliches. Deshalb ist es wichtig, dass ich meinem Kind beibringe, seine persönlichen Daten in einem Chatgespräch nicht preiszugeben.

Zusätzlich sollte ich fragen, ob man sich nicht gemeinsam ein paar Chatrooms ansehen kann. So bekomme ich selbst einen Überblick über die Chatlandschaft und kann gemeinsam mit dem Kind entscheiden, welche Chatrooms geeignet sind.

Soziale Medien können genauso kritisch sein wie die ganz normalen Internetforen. Facebook-Profile sollten deshalb bestmöglich über die Privatsphäre-Einstellungen geschützt werden. Diese bieten unter anderem Funktionen wie das Verbergen von geposteten Inhalten oder auch das Nichtlisten in Suchmaschinen.

Spam und Viren: Krankmacher für den PC

E-Mail-Konten sind da etwas eingeschränkter. So kann es passieren, dass man schnell mal eine Nachricht mit dem Betreff Mahnung erhält. Aus Sorge, etwas Wichtiges zu ignorieren, wird die Mail geöffnet und binnen von Sekunden ist unser Rechner mit Viren verseucht. Solche unerwünschten Nachrichten werden im Allgemeinen als Spam bezeichnet. Dieser enthält allerdings nur im schlimmsten Fall Viren. Meistens sind die Mitteilungen nur Werbemails.

Was allerdings schon für einen Erwachsenen überfordernd sein kann, ist für Kinder noch wesentlich schlimmer. Gerade Warnsignale werden von ihnen oftmals stärker wahrgenommen und führen zu einer unbedachten Reaktion, wie dem Öffnen der Mail oder einer Antwort, welche noch mehr Spam zur Folge hat. Deshalb sollte ich als Elternteil erklären, dass Mails mit einem unbekannten Absender nicht geöffnet werden dürfen.

Was Viren anrichten können, haben viele schon am eigenen Leib erfahren. Unmengen an persönlichen Daten mussten gelöscht werden, weil der Computer einfach nicht mehr benutzbar war. Diese möglichen Folgen sollte man auch seinem Nachwuchs erklären, damit sie etwas vorsichtiger im Umgang mit dem Internet sind. Firewalls und Antivirenprogramme bieten einen zusätzlichen Schutz, um sich gegen Schädlinge zu verteidigen.

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