Sie gaben sich fast etwas gelangweilt als sie „Zweige, Blätter, Stein…“ sagten. Alles erkannt, alles später noch gewusst, kein Problem.
Die Zuschauer waren da schon eher beeindruckt. „Ich hätte mir das nicht merken können“, gesteht eine ältere Dame. Andere nicken beipflichtend. Denn jeder weiß: So gut wie in der Kindheit wird das Gedächtnis nie wieder sein. Denn der Mensch baut nicht nur körperlich, sondern auch geistig ab. Das ist ganz normal. Eltern werden grundsätzlich von ihren triumphierenden Sprösslingen im Memory geschlagen. Später fällt die Erinnerung an Namen und Nummern schwerer und plötzlich sucht man ständig Dinge, weil man sie verlegt hat. Und das in einer Welt, die immer komplizierter wird, in der der Mensch mit Informationen und neuen Technologien überschüttet und überrannt wird. Wie kann ein älterer Mensch sich geistig so fit halten, dass er nicht den Anschluss verliert?
Trainieren heißt die Antwort. Und das gilt nicht nur für den Körper, sondern auch für den Geist. Seit den 1980er Jahren nennt sich diese Fitness für den Kopf „Gehirnjogging“. Die Grundidee findet sich allerdings schon in der Antike. Durch eine ganz gezielte Beanspruchung des Gehirns sollen Leistungsfähigkeit und Lernvorgänge geschult und gefördert werden.
Wie funktioniert das?





