Filmer und Naturschützer aus Leidenschaft
Für viele Fernsehzuschauer gehörten und gehören insbesondere die „Expeditionen ins Tierreich“ zum Fernsehalltag. Diese Serie brachte Heinz Sielmann über 30 Jahre hinweg überdurchschnittliche Einschaltquoten und wird noch heute im Norddeutschen Rundfunk ausgestrahlt. Seine Fans schätzen dabei seine ihm eigene Art und Weise, wie er seinen Zuschauern ein Thema eindringlich vermittelt. Neugier und tiefer Respekt vor der Natur waren sein Markenzeichen und seine Lebensphilosophie.
Stand in den frühen Jahren der Fernsehausstrahlungen eher die Beobachtung der Tier- und Pflanzenwelt im Mittelpunkt, so wuchs Sielmann jedoch immer stärker in die Rolle eines kritischen Hüters der Umwelt hinein. Der Bewusstseinswandel der Menschen im Umgang mit der Umwelt, in der sie leben, sowie der Naturschutz rückten mehr und mehr in den Vordergrund seiner Arbeit. Schließlich erlebte er bei seiner internationalen Arbeit hautnah die fortschreitende Umweltzerstörung auf der Erde.
Verdienste erwarb er sich u. a. durch seinen Einsatz für bedrohte Lebensräume wie die Galápagos-Inseln, die Heimat seltener Arten sind.
Preise und Auszeichnungen
Heinz Sielmann erhielt für die mehr als 50 Jahre seiner Arbeit zahlreiche Ehrungen: Deutscher Filmpreis, Goldene Kamera, Goldener Bär, Silberner Bär und Bambi. Darüber hinaus konnte er sich über offizielle Auszeichnungen freuen wie das Große Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, das Verdienstkreuz 1. Klasse des Niedersächsischen Verdienstordens, der Verdienstorden des Landes Brandenburg, das Ehrenzeichen „Goldene Arche“ des WWF, sowie für seine Lebensleistung der Ehrenpreis des Deutschen Umweltpreises 2005 der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).
Stiftung für den Natur- und Artenschutz
Die Erhaltung der Natur und der Schutz der Artenvielfalt waren Sielmanns Hauptanliegen und sind noch heute Anliegen der Stiftung, die er 1994 gemeinsam mit seiner Frau Inge gründete. Die Heinz-Sielmann-Stiftung verfolgt das Ziel:
- vor allem Kinder und Jugendliche, durch persönliches Erleben an einen positiven Umgang mit der Natur heranzuführen;
- letzte Refugien für seltene Tier- und Pflanzenarten zu erhalten;
- die Öffentlichkeit für die Natur und deren Schutz zu sensibilisieren;
- das Heinz Sielmann-Archiv des Naturfilms aufzubauen.



