Als die Italiener im 19. Jahrhundert ernsthaft damit begannen, die beim Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 n. Chr. verschütteten Orte auszugraben, erregten vor allem die Leichen, die man überall in den Städten fand, Aufsehen. Meterhohe Aschenschichten schlossen die Toten ein und konservierten so ihre Leiber und Positionen für die Nachwelt und geben einen einzigartigen Einblick in den Alltag und das Leben zu jener Zeit. In den letzten Jahren hat man den Funden mit modernen Methoden weitere Geheimnisse entlocken könne. Jetzt belegen neue Analysen, dass in der verglasten Hirnsubstanz des jungen Römers sogar einzelne Neuronen erhalten sind. Unter dem Elektronenmikroskop sind die typischen Formen von Hirnzellen zu erkennen, die über lange, dünne Fasern miteinander verbunden sind.

Bild: Foto: Basile Morin, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
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