Hinduistische Verbreitung
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Hinduistische Verbreitung

Bild: Foto: Thomas Ledl, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Wie ist es um die hinduistische Verbreitung auf der Welt bestellt? Wir widmen uns der hinduistischen Verbreitung.

Im 12. Jahrhundert streckte sich die hinduistische Verbreitung nahezu über ganz Indien aus bis der Hinduismus nun seinerseits durch den von Nordindien vordringenden Islam bedrängt wurde. In Nepal wurde der Hinduismus seit dem 14. Jahrhundert durch die Herrscher staatlich gefördert und ist auch heute die Religion der Königsfamilie. Außerhalb des indischen Subkontinents erfolgte die hinduistische Verbreitung in mehreren Schüben. Im 1.–6. Jahrhundert breitete sich der Hinduismus entlang der Handelsstraßen in Südasien (Sri Lanka) und einem großen Teil Südostasiens aus (besonders auf der Malaiischen Halbinsel und in Bali/Indonesien). In der Zeit der britischen Herrschaft in Indien zogen zahlreiche Inder als Arbeitskräfte oder Händler in andere Teile des britischen Kolonialreiches (Afrika, Südamerika, Karibik, Ozeanien).

Indische Arbeitsimmigration

Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts sind die Ölstaaten am Persischen Golf und die USA die Hauptziele der indischen Arbeitsmigration. In Kanada ließen sich viele der 1972 aus Uganda vertriebenen Inder nieder. Die hinduistische Gemeinschaft in Großbritannien geht v. a. auf die indische Einwanderung nach 1945 zurück. Hier befinden sich auch die größten größten Hindu-Tempel Europas (Tividale bei Birmingham, eingeweiht 2006; London, eingeweiht 1995). Nach der Erlangung der Unabhängigkeit Surinams 1975 zogen zahlreiche surinamesische Hindus aus Furcht vor politischer Diskriminierung in die Niederlande. Die hinduistische Gemeinschaft in Deutschland ist stark durch tamilische Migranten geprägt (2002 Einweihung des größten Hindu-Tempels Kontinentaleuropas in Hamm).

Der Eintritt des Hinduismus in seine missionarische Phase durch den Neohinduismus seit Ende des 19. Jahrhunderts (Ramakrishna, Vivekananda, Vedanta-Gesellschaften) hat in Westeuropa, den USA und seit 1990 auch in den ehemaligen kommunistischen Staaten Mittel- und Osteuropas zahlreiche individuelle hinduistische Konversionen zur Folge gehabt. Dabei haben jedoch die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstandenen und an den Neohinduismus beziehungsweise an Elemente der hinduistischen Lehre und Spiritualität anknüpfenden und auch außerhalb Indiens wirkenden Religionsgemeinschaften, religiös-politischen Bewegungen und geistigen Schulen (Ananda Marga, Bhagvan-Bewegung, Divine Light Mission, Hare-Krishna-Bewegung, Bewegung des Sai Baba, Transzendentale Meditation) der Religion selbst und ihrer Ausübung einen anderen Charakter gegeben.

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