Im Bann der Düfte
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Im Bann der Düfte

Bild: Foto: Photo: Andreas Praefcke, Public domain, via Wikimedia Commons

„Das Parfum“ in den Kinos: Mit der Nase sehen

„Das Parfum“ in den Kinos: Mit der Nase sehen

Spätestens seitdem das aktuelle Filmplakat „Das Parfum“ von Regisseur Tom Tykwer und Produzent Bernd Eichinger die Kinosäle schmückt, liest und hört man überall von Düften.

Die Filmstory selbst geht auf den größten deutschen Bucherfolg der Nachkriegszeit zurück: Patrick Süskinds „Das Parfüm“. Fünfzehn Millionen Exemplare wurden bisher davon verkauft. Das Buch ist in 46 Sprachen übersetzt.

„Das Parfüm“ ist die Geschichte eines Mädchenmörders. Und allem voran ist sie der Lebenslauf eines Mannes mit einem ausgeprägten Geruchssinn. Denn dem Protagonisten Jean-Baptiste Grenouille erschließt sich die Welt allein durch seine Nase. Dank dieser Fähigkeit steigt er auf zum anerkanntesten Parfümeur des 18. Jahrhunderts. Er hat nur ein Problem: Er selbst riecht nicht. Deswegen würde er wohl immer ein Außenseiter bleiben. Ein eigener Duft muss her, ein ultimatives Parfum, das andere ihn lieben lassen würde. Aus diesem Grund ermordet Grenouille junge, schöne Mädchen, um aus ihren Körpern Aromen zu gewinnen, die er anschließend destilliert und zu einem Parfum zusammenführt. Am Ende wird er selbst Opfer seines absoluten Anspruchs.

Duftkompositionen

Ein Spritzer Parfum hinter dem Ohrläppchen gehört für viele zur täglichen Körperpflege. Dabei verrät das duftende Nass eine Menge über seinen Verwender. Amber und Vanille verströmen Sinnlichkeit, während Sandelholz eine innere Ruhe ausstrahlt. Düfte lösen eben Gefühle aus.

Mehr als 2,5 Milliarden Euro lassen es sich die Deutschen im Jahr kosten, gut oder individuell zu riechen. Jedes Jahr erscheinen 60 bis 80 neue Düfte. Die Parfumbranche hat mit dem FiFi Award bzw. dem Deutschen Parfümpreis sogar ihren eigenen „Oscar“, der einmal im Jahr verliehen wird.

Passend zum Film haben die Duftkompositeure von Thierry Mugler 15 verschiedene Düften kreiert, die die Geruchswelt des Jean-Baptiste Grenouille abbilden. Es gibt einen Jungfrauenduft – für den tatsächlich der Bauchnabelduft einer jungen Frau eingefangen wurde – ebenso wie ein Baby- und ein Menschenduft. Das Duftsortiment zum Film kostet 550 Euro und ist streng limitiert. Lediglich 1.300 Sortimente werden zum Kauf angeboten.

Ob allerdings alle Duftnoten und Kompositionen den Weg hinter das Ohrläppchen finden, darf bezweifelt werden.

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