Irrtum der Technik: Anrufbeantworter
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Irrtum der Technik: Anrufbeantworter

Bild: Foto: Christoph Rieder, CC0, via Wikimedia Commons

In Millionen von Prospekten werden jährlich Anrufbeantworter angepriesen. Und niemandem scheint bislang aufgefallen zu sein, dass „Anrufbeantworter“ überhaupt keine Anrufe beantworten können. Zwar meldet sich dieses Gerät nach einigen Rufzeichen automatisch mit „der Stimme seines Herrn“, aber es macht keinerlei Anstalten, den Anrufer danach mit einer Antwort zu befriedigen. Anrufaufnahme- oder Anrufentgegennahmegerät wäre daher eine korrekte, wenn auch sprachlich etwas holprige Bezeichnung.

In Millionen von Prospekten werden jährlich Anrufbeantworter angepriesen. Und niemandem scheint bislang aufgefallen zu sein, dass „Anrufbeantworter“ überhaupt keine Anrufe beantworten können. Zwar meldet sich dieses Gerät nach einigen Rufzeichen automatisch mit „der Stimme seines Herrn“, aber es macht keinerlei Anstalten, den Anrufer danach mit einer Antwort zu befriedigen. Anrufaufnahme- oder Anrufentgegennahmegerät wäre daher eine korrekte, wenn auch sprachlich etwas holprige Bezeichnung.

Entwickelt hat das erste Gerät mit dem irreführenden Namen der Schweizer Erfinder Willy Müller im Jahr 1935. Der Japaner Kazuo Hashimoto baute 1954 ein Gerät, das zum ersten kommerziellen Anrufbeantworter führte, der direkt an Privathaushalte und Büros verkauft wurde. Das Gerät mit dem Namen „ANSA FONE“ wurde 1960 in den USA vermarktet. Das ANSA FONE und viele von Hashimotos frühen Prototypen befinden sich heute im Smithsonian Institute.

Ab 1961 gab es in Deutschland das „Alibiphon“. Es empfing noch keine Nachrichten. Der abrufbare Ansagetext wurde auf einer Magnettonplatte gespeichert. Die Deutsche Bundespost ließ diese Geräte bereits ab 1955 zu und im Telefonbuch wurde der Anschluss mit einem v-Zeichen gekennzeichnet. 1963 kam der Anrufbeantworter „Alibiphonomat“ auf den Markt. Er vereinte erstmals die automatische Ansage- mit der Speicherfunktion.

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