Jammern oder Jubeln?
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Jammern oder Jubeln?

Bild: Foto: Morn, CC0, via Wikimedia Commons

"Es gibt nichts, was schlimmer ist als eine Niederlage - mit Ausnahme eines Sieges."

Arthur Wellington sprach:

"Es gibt nichts, was schlimmer ist als eine Niederlage - mit Ausnahme eines Sieges."

Wellington war britischer Herzog und lebte von 1769 bis 1852. 1815 gehörte er zu den Siegern der Schlacht von Waterloo.

Otto Rehagel ahnte:

"Mal verliert man und mal gewinnen die anderen."

Dabei hat der deutsche Fußballspieler und -trainer Otto Rehagel vor allem mit dem Siegen Erfahrungen gesammelt: 1988 und 1993 gewann er die Deutsche Meisterschaft, 1991 und 1994 holte er den DFB-Pokal und 1998 mit dem 1. FC Kaiserslautern die Deutsche Meisterschaft. Drei Jahre, nachdem er 2001 griechischer Nationaltrainer geworden war, holte er 2004 mit den Hellenen den EM-Titel.

Oswald Spengler sinnierte:

"Alles Bedeutende im Strom des Lebens ist durch Sieg und Niederlage entstanden."

Spengler, 1880 geboren und 1936 gestorben,.war ein deutscher Kulturphilosoph, dessen Hauptwerk den Titel "Der Untergang des Abendlandes" trug und in der Untergangsstimmung nach dem Ersten Weltkrieg rasche Verbreitung fand. Der "abendländischen Kultur" hatte Spengler übrigens damals schon ein rasches Ende prophezeit.


David Lloyd George philosophierte:

"Der Held beweist sich nicht allein im Gewinnen einer Schlacht, sondern auch im Ertragen einer Niederlage."

David Lloyd George (1863 bis 1945) war von 1916 bis 1922 Premierminister von Großbritannien. Der ehemalige Munitions- und Kriegsminister erreichte im Ersten Weltkrieg eine schlagkräftige Zusammenfassung der alliierten Kräfte und trat für die völlige militärische Niederwerfung Deutschlands ein, setzte sich aber auf der Versailler Friedenskonferenz für eine mäßigende Politik in der Behandlung Deutschlands ein.

Gerhard Mayer-Vorfelder erkannte:

"Der Sieg hat viele Väter, die Niederlage ist eine Waise."

Gerhard Mayer-Vorfelder war von 2001 bis 2006 Präsident des Deutschen Fußballbundes. 2005 geriet der DFB-Präsident im Rahmen des Fußball-Wettskandals stark unter Druck. Rücktrittsforderungen wurden laut.

Boris Becker plauderte:

"Sieg ist eine unglaubliche Lust. Eine Frau kann einem diese Befriedigung nicht geben."

Boris Becker gewann als erster Deutscher und jüngster Spieler 1985 das Wimbledon-Turnier mit einem Sieg über Kevin Curren. Schon ein Jahr später wiederholte er diesen Erfolg durch einen Sieg gegen Ivan Lendl und auch 1989 siegte der junge Deutsche in Wimbledon, dieses Mal gegen Stefan Edberg. Dennoch schien Becker seine These von Sieg, Lust und Befriedigung durch weibliches Dazutun immer wieder auf die Probe zu stellen. Weltberühmt wurde sein Feldversuch in der Besenkammer.

Peter Ustinov kombinierte:

"Der englische Sportler ist stolz darauf, ein guter Verlierer zu sein. Dadurch erreicht er, dass seine Gegner sich schuldig fühlen, wenn sie gewonnen haben."

Der 1990 zum Sir geadelte Peter Alexander Ustinov beschäftigte sich neben dem Fußball vor allem mit der Bühne, dem Film und der Literatur. Zu seinen bühnenwirksamen Stücken mit zeitgeschichtlichem Hintergrund und exzentrisch-grotesken Elementen zählen "Die Liebe der vier Obersten", "Romanoff und Julia" oder "Der alte Mann und Mr. Smith".

Johan Cruyff erklärte:

"Fußball ist ein Spiel aus Fehlern. Wer die wenigsten Fehler macht, gewinnt."


Johan Cruyff absolvierte 46 Länderspiele für die Niederlande. 1974 wurde er WM-Zweiter und insgesamt drei Mal zum europäischen Fußballer des Jahres ernannt. Sieht aus, als habe sich der niederländische Fußballer nur selten einen Fehler geleistet.

Pierre Corneille behauptete:

"Ein gefahrloser Sieg ist ein ruhmloser Triumph."

Pierre Corneille, 1606 in Rouen geboren und 1684 in Paris gestorben, war ein französischer Bühnendichter. Gern hätte er einen Sieg gegen die aristotelische Einheit von Ort, Zeit und Handlung im Drama gefeiert, doch sollte ihm dieser Triumph verwehrt bleiben. Schließlich zeigte sich Corneille als guter Verlierer und unterwarf sich den Gepfolgenheiten. Immerhin gilt das Mitglied der Académie française heute als Begründer der französischen Klassik.

Edward Moore Kennedy sprach:

"Wenn man nicht verlieren kann, verdient man auch nicht, zu gewinnen."

Der Bruder von John F. Kennedy war ab 1962 Senator von Massachusetts. 1980 musste er eine herbe Niederlage einstecken: Er verlor gegen Jimmy Carter die Wahl zur Nominierung des Präsidentschaftskandidaten der Demokraten. Hatte er das verdient?

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