Jeder Situation gewachsen
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Jeder Situation gewachsen

Bild: Foto: Christoph Rieder, CC0, via Wikimedia Commons

Zu wenige Risiken abzudecken, kann den finanziellen Ruin bedeuten; zu viele Versicherungen bringen nur wenig Mehrwert, strapazieren aber die Ersparnisse. Im persönlichen Versicherungsportfolio muss Ausgewogenheit herrschen. Ausgangspunkt dafür ist immer die eigene Lebenssituation. Diese ist von den unterschiedlichsten Faktoren wie Alter, Familienstand, Beruf und Freizeitverhalten abhängig.

Richtig versichert

Zu wenige Risiken abzudecken, kann den finanziellen Ruin bedeuten; zu viele Versicherungen bringen nur wenig Mehrwert, strapazieren aber die Ersparnisse. Im persönlichen Versicherungsportfolio muss Ausgewogenheit herrschen. Ausgangspunkt dafür ist immer die eigene Lebenssituation. Diese ist von den unterschiedlichsten Faktoren wie Alter, Familienstand, Beruf und Freizeitverhalten abhängig.

Versicherungsvertreter reiben sich bei jungen Paaren die Hände. Zwar ist das Einkommen noch gering, doch der Versicherungsbedarf enorm. Außerdem steigt das Einkommen über die nächsten Jahre und ein Vertreter oder Makler, der von Anfang an Vertrauen genießt, dem bleiben die Kunden über Jahre treu. Die Policen, die unabdingbar sind, verändern sich über die Jahrzehnte bis zur Rente nur unwesentlich. Zwar steigt mit 40 das Bedürfnis nach einer guten Altersvorsorge an, doch sollte diese schon in den 30ern abgeschlossen werden. Die Raten sind kleiner, doch die Wirkung durch Überschussanteile und Verzinsung ist am Ende der Laufzeit enorm und ein finanziell abgesichertes Leben in der Rente ist garantiert. Eines sollten Versicherungsnehmer aber unbedingt berücksichtigen: über die Jahre steigt normalerweise das Einkommen. Einher geht damit auch ein Steigen der finanziellen Verpflichtungen. Jeder sollte einmal im Jahr seine Policen durchforsten und sich dabei überlegen, ob die Versicherungssummen wirklich noch angemessen sind. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung, die mit 30 auf 1500 Euro monatlich abgeschlossen wurde, kann unter Umständen mit 40 kaum die Miete decken.

Diese Versicherungen sind wichtig

  • Risiko-Lebensversicherung: Diese dient der finanziellen Absicherung der Hinterbliebenen beim plötzlichen Tod eines Partners bzw. Elternteils. Ein Muss für alle, die einen Partner oder Kinder zu versorgen haben.
  • Berufunfähigkeitsversicherung: Die gesetzliche Rentenversicherung ist oft nicht ausreichend, um die finanziellen Belastungen bei Berufsunfähigkeit auszugleichen. Besonders wenn ein Partner nicht berufstätig ist, sollte man eine derartige Police abschließen.
  • Privathaftpflicht-Versicherung: Sie deckt die Risiken von Schadenersatzansprüchen ab, welche beispielsweise durch einen Auto- oder Fahrradunfall, aber auch durch den berühmten Blumentopf, der vom Balkon fällt, entstehen können. Diese Police zählt zu den wichtigsten, denn schon kleinste Unachtsamkeiten können zu einem Millionenschaden ausarten. Das bedeutet für die meisten den sicheren finanziellen Ruin.
  • Krankenversicherung: Diese deckt die Kosten für Medikamente, Arztrechnungen und Krankenhausaufenthalte. Krankheit ist nicht vorherzusehen und damit ein nicht kalkulierbares Risiko. Diese Versicherung ist ein Muss für jeden! Arbeitnehmer sind automatisch krankenversichert, doch Unternehmer müssen selbst vorsorgen.
  • Private Altersvorsorge: Die gesetzliche Rente wird in Zukunft nicht mehr einen geruhsamen Lebensabend garantieren. Deshalb gilt es, so schnell wie möglich privat vorzusorgen. Ob nun private Rentenversicherung, Kapital-Lebensversicherung oder Riester-Rente - das obliegt den eigenen Vorlieben und den persönlichen steuerlichen Abzugsmöglichkeiten.
  • Hausratsversicherung: Wer viel Geld für die Einrichtung ausgeben hat, sollte auf jeden Fall dafür sorgen, dass sich diese Investitionen nicht mit dem nächsten Rohrbruch verflüssigen.

Risikoschutz nach einer Scheidung

Eine Scheidung wirbelt die Vermögensverhältnisse eines ehemaligen Paares vollkommen durcheinander. Nur jener Partner, der Versicherungsnehmer ist, hat nach der Trennung auch weiterhin einen Schutz. Der mitversicherte Lebensgefährte muss sich so schnell wie möglich um einen eigenen Versicherungsschutz bemühen. Der gemeinsame Schutz erlischt übrigens erst mit der rechtskräftigen Scheidung. Für den Mitversicherten kann eine Trennung problematisch werden, wenn das 45. Lebensjahr überschritten ist. Ab diesem Alter wird eine private Kranken-, Lebens- und Berufsunfähigkeitsversicherung nahezu unbezahlbar.

Sicherheit im wohlverdienten Ruhestand

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung macht für einen Rentner keinen Sinn mehr. Auch der Abschluss einer Kapital-Lebensversicherung rentiert sich nicht. Die Beiträge für die Police sind sehr teuer. Denn das erhöhten Risiko eines vorzeitigen Todes des Versicherten ist für die Assekuranz enorm. Interessant könnte aber eine private Rentenversicherung sein.

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