John Travolta
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John Travolta

Bild: Foto: Roman Eisele, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Hätte ihn Regisseur Quentin Tarantino 1994 nicht überredet, die Hauptrolle in dem Meisterstück "Pulp Fiction" zu übernehmen, so würde man heute mit dem Namen John Travolta (* 18.02.1954; Englewood, New Jersey, USA) wohl noch die Disco- und Tanzfilme der 80er-Jahre verbinden. So aber ist es Travolta bravourös gelungen, sich von einem Karrieretief zu erholen. Mittlerweile zählt er wieder zu den begehrtesten Schauspielern Hollywoods.

Das Comeback

Hätte ihn Regisseur Quentin Tarantino 1994 nicht überredet, die Hauptrolle in dem Meisterstück "Pulp Fiction" zu übernehmen, so würde man heute mit dem Namen John Travolta (* 18.02.1954; Englewood, New Jersey, USA) wohl noch die Disco- und Tanzfilme der 80er-Jahre verbinden. So aber ist es Travolta bravourös gelungen, sich von einem Karrieretief zu erholen. Mittlerweile zählt er wieder zu den begehrtesten Schauspielern Hollywoods.

Theater-Debut mit 18

Als jüngstes von sechs Kindern wird Travolta 1954 in Englewood, New Jersey, geboren. Seine ersten Schauspielstunden erhält er von Mutter Helen, die selbst als Theater-Lehrerin arbeitet. Mit 16 Jahren verlässt Travolta, mit Unterstützung der Eltern, die Highschool, um sein Glück an den New Yorker Bühnen zu versuchen. Dort dauert es nicht lange, bis das junge Showtalent seine erste Chance bekommt. Mit 18 debutiert er bereits im Off-Broadway-Stück "Rain". Kurze Zeit später geht er als Hauptdarsteller in einer Inszenierung des Hit-Musicals "Grease" auf Tournee.

Der Disco-König gerät in die Krise

Mitte der 70er hat Travolta genug von der Theaterbühne und zieht nach Los Angeles, wo ihm innerhalb kürzester Zeit ein kometenhafter Aufstieg im Filmgeschäft gelingt. Mit der Fernsehserie "Welcome Back, Kotter" und einer Nebenrolle in Brian DePalmas Horror-Schocker "Carrie - Des Satans jüngste Tochter" wird er bekannt. Der internationale Durchbruch gelingt ihm 1977 als Disco-König Tony Manero in John Badhams "Nur Samstag Nacht". Travolta wird als bester Darsteller für den Academy Award nominiert. Der Film ist - zusammen mit dem Soundtrack der Bee Gees - ein Auslöser der Disco-Welle. Nach einem weiteren Hit mit "Grease" und Achtungserfolgen wie "Urban Cowboy", Brian DePalmas "Blow Out" und "Staying Alive" gerät Travolta Anfang der 80er in eine künstlerische und private Krise. Die wenigen Filme, die er dreht, sind allesamt Flops, und selbst im Fernsehen macht sich der ehemalige Superstar rar.

Die "zweite Karriere"

Mit der leichten Komödie "Kuck mal, wer da spricht" gelingt ihm 1990 wenigstens ein kommerzieller Erfolg. Künstlerisch kann er sich jedoch erst 1994, als kokainsüchtiger Killer Vincent Vega in "Pulp Fiction", wieder etablieren. Eine Oscar-Nominierung ist der verdiente Lohn. Seitdem zählt John Travolta wieder zu den internationalen Topstars. Ein Garant für Kassenhits ist er jedoch nicht immer. Während Streifen wie "Schnappt Shorty", "Operation Broken Arrow" und "Face/Off - Im Körper des Feindes" die Erwartungen an den Kinokassen mehr als erfüllen, landet er auch etliche Flops. Filme wie das, wegen angeblicher Bezüge zur Scientology-Sekte, bei der Travolta Mitglied ist, in die Kritik geratene Melodram "Phenomenon" oder das unterbelichtete Science-Fiction-Spektakel "Battlefield Earth" zählen nicht gerade zu den Sternstunden seiner Karriere.
Zuletzt war er 2001 mit "Passwort: Swordfish" in einer annnehmbaren Actionkomödie auf der Leinwand vertreten.
John Travolta lebt gemeinsam mit seiner Frau, der Schauspielerin Kelly Preston, und seinen beiden Kindern in Florida. Dort geht er bevorzugt seinem liebsten Hobby nach: der Fliegerei.

Filmographie (Auswahl)

  • Austin Powers in Goldmember (2002)
  • Passwort: Swordfish (2001)
  • Lucky Numbers (2000)
  • Battlefield Earth (2000)
  • Wehrlos - Die Tochter des Generals (1999)
  • Zivilprozess (1998)
  • Der schmale Grat (1998)
  • Mit aller Macht (1998)
  • Mad City (1997)
  • Im Körper des Feindes (1997)
  • Call It Love - Nennen wir es Liebe (1997)
  • Michael (1996)
  • Phenomenon - Das Unmögliche wird wahr (1996)
  • Operation - Broken Arrow (1996)
  • Schnappt Shorty (1995)
  • Straße der Rache (1995)
  • Pulp Fiction (1994)
  • Kuck mal wer da jetzt spricht (1993)
  • Boris und Natasha - Dümmer als der CIA erlaubt (1992)
  • Shout (1991)
  • Gefährliche Freundschaft (1991)
  • Kuck mal wer da spricht - Teil 2 (1990)
  • Die Experten (1989)
  • Kuck mal wer da spricht (1989)
  • That’s Dancing (1985)
  • Perfect (1985)
  • Zwei vom gleichen Schlag (1983)
  • Staying Alive (1983)
  • Blow Out - Der Tod löscht alle Spuren (1981)
  • Urban Cowboy (1980)
  • Grease - Schmiere (1978)
  • Nur Samstag Nacht (1977)
  • Carrie - Des Satans jüngste Tochter (1976)
  • Nachts, wenn die Leichen schreien (1975)

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