Kapital
Leben & Lifestyle

Kapital

Bild: Foto: Horst Sturm, CC BY-SA 3.0 de, via Wikimedia Commons

Kapital ist das, worüber Unternehmen oder Privathaushalte verfügen; zum Kapital zählen auch Produktionsmittel oder menschlichen Fähigkeiten. Mehr dazu hier.

Als Kapital bezeichnet man das, worüber Unternehmen oder Privathaushalte verfügen – und zwar an Produktionsmitteln wie zum Beispiel Betriebsanlage und Vorräte (Sachkapital) sowie an menschlichen Fähigkeiten und Kenntnissen (Humankapital). Geldkapital bezeichnet alle für Investitionen zur Verfügung stehenden Finanzierungsmittel.

Kapital verschafft seinen Eigentümern Einkommen und/oder Einfluss und dient als ein Produktionsfaktor neben Arbeit und Boden zur Erzeugung des Sozialprodukts.

Kapitalbildung bedeutet, dass die wirtschaftenden Menschen über die Befriedigung ihrer Bedürfnisse hinaus die Menge der verfügbaren Konsumgüter vergrößern, indem sie zunächst Produktionsmittel herstellen und vorerst auf Konsum verzichten. So wird das Kapital zu einem selbstständigen Produktionsfaktor.

Die Verfügbarkeit von Kapital ist die Bedingung für wirtschaftliches Wachstum – im einzelnen Betrieb ebenso wie in der Volkswirtschaft.

Aus der Sicht eines Unternehmens ist Kapital der Wert der Gesamtheit aller Sach- und Finanzmittel, die zu einem bestimmten Zeitpunkt zur Verfügung stehen.

Im Rechnungswesen steht der ausgewiesene Gegenwert des Vermögens im Vordergrund. Dieses so genannte Bilanzkapital verkörpert die Ansprüche der Kapitalgeber, bzw. –eigner gegenüber dem Unternehmen.

In der betrieblichen Finanzwirtschaft bezeichnet Kapital generell die Gesamtheit aller Finanzmittel, die einem Unternehmen zur Deckung seines Bedarfs zur Verfügung stehen – also das verfügbare Geld, um Investitionen zu finanzieren.

Die langfristige Anlage von Ersparnissen nennt man eine Kapitalanlage. Ist das Ziel ein stetiges Einkommen, erwirbt man zum Beispiel Aktien von ertragsstarken Unternehmen. Ist das Ziel die Werterhaltung oder sogar –mehrung, erwirbt man eher Aktien von rasch wachsenden Unternehmen. Der risikobewusste Anleger streut sein Kapital auf verschiedene Bereiche, damit mögliche Verluste nur einen Teil seines Vermögens treffen.

Zurück zum Business-ABC

Mehr aus Leben & Lifestyle

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Leben & Lifestyle.

Alle Leben & Lifestyle-Artikel
Akustik historischer Instrumente: Die physikalischen Geheimnisse alter Meistergitarren
Leben & Lifestyle

Akustik historischer Instrumente: Die physikalischen Geheimnisse alter Meistergitarren

2. November 2026

Warum klingen Instrumente aus der Vorkriegszeit anders als neu gebaute Modelle? Die Antworten liegen in der komplexen physikalischen und chemischen Alterung von Holz, Leimen und Lacken über Jahrzehnte.

Kleine Bäume, große Geschichte: Die Entwicklung der Bonsai-Kultur
Leben & Lifestyle

Kleine Bäume, große Geschichte: Die Entwicklung der Bonsai-Kultur

31. Oktober 2026

Von den chinesischen Penjing-Landschaften über den Zen-Buddhismus bis zur weltweiten Verbreitung: Die Geschichte der Bonsai-Kultur ist mehr als ein Dekorationstrend. Sie verbindet jahrhundertealte Philosophie mit…

Hypnose verstehen: Was im Zustand der Trance wirklich passiert
Leben & Lifestyle

Hypnose verstehen: Was im Zustand der Trance wirklich passiert

27. Oktober 2026

Kaum ein Verfahren ist so von Klischees umgeben wie die Hypnose. Bühnenshows, in denen Freiwillige wie ferngesteuert Hühner imitieren, prägen bis heute das Bild. Mit der Arbeit in einer Praxis hat das wenig zu tun. Dort…

Hefepathogen nutzt Inositol trotz Glukose: Rezeptor verknüpft Nährstoffwahl mit Virulenz
Leben & Lifestyle

Hefepathogen nutzt Inositol trotz Glukose: Rezeptor verknüpft Nährstoffwahl mit Virulenz

20. Oktober 2026

Eine Studie in PLOS Biology zeigt, wie ein Inositol-sensitiver Rezeptor bei einer Hefe die Nährstoffnutzung steuert – selbst bei Glukose-Überschuss. Die Entdeckung verbindet Stoffwechsel und Virulenz.

← Zurück zu Leben & LifestyleZur Startseite