Kapital-Lebensversicherung
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Kapital-Lebensversicherung

Bild: Foto: Amrei-Marie, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Im Falle des Ablebens wird ein bei Vertragsabschluss vereinbarter Betrag an die Hinterbliebenen ausbezahlt. Erlebt der Versicherungsnehmer das vertraglich festgelegte Endalter, zahlt ihm die Assekuranz die vereinbarte Versicherungssumme zuzüglich der so genannten Überschussbeteiligungen. Dabei lässt sich aber die Höhe der Auszahlungssumme nicht genau prognostizieren. Zwar wird während der Laufzeit der Sparteil der Beiträge mit dem gesetzlich festgelegten Satz von 3,25 Prozent verzinst. Hinzu kommt aber der Überschussanteil, dessen Rendite von verschiedenen Faktoren wie zum Beispiel Alter und Geschlecht abhängt. Faustregel: Die Gesamtrendite liegt bei einer Vertragslaufzeit von 30 Jahren etwa zwischen fünf und sieben Prozent. Dabei ist unbedingt zu beachten: Die Versicherungsgesellschaften arbeiten immer mit Beispielrechnungen, die auf Werten aus der Vergangenheit basieren. Es muss aber nicht sein, dass der Modellfall in 30 Jahren wirklich eintritt! Trotz des Versorgungselementes, das in Kapital-Lebensversicherungen steckt, empfehlen Experten diese Versicherungs-Form in erster Linie als Vorsorgeinstrument für das Alter. Der Gründe dafür lassen sich aus den Vor- und Nachteilen der Kapital-Lebensversicherung erschließen.

Das Grundprinzip

Im Falle des Ablebens wird ein bei Vertragsabschluss vereinbarter Betrag an die Hinterbliebenen ausbezahlt. Erlebt der Versicherungsnehmer das vertraglich festgelegte Endalter, zahlt ihm die Assekuranz die vereinbarte Versicherungssumme zuzüglich der so genannten Überschussbeteiligungen. Dabei lässt sich aber die Höhe der Auszahlungssumme nicht genau prognostizieren. Zwar wird während der Laufzeit der Sparteil der Beiträge mit dem gesetzlich festgelegten Satz von 3,25 Prozent verzinst. Hinzu kommt aber der Überschussanteil, dessen Rendite von verschiedenen Faktoren wie zum Beispiel Alter und Geschlecht abhängt. Faustregel: Die Gesamtrendite liegt bei einer Vertragslaufzeit von 30 Jahren etwa zwischen fünf und sieben Prozent. Dabei ist unbedingt zu beachten: Die Versicherungsgesellschaften arbeiten immer mit Beispielrechnungen, die auf Werten aus der Vergangenheit basieren. Es muss aber nicht sein, dass der Modellfall in 30 Jahren wirklich eintritt! Trotz des Versorgungselementes, das in Kapital-Lebensversicherungen steckt, empfehlen Experten diese Versicherungs-Form in erster Linie als Vorsorgeinstrument für das Alter. Der Gründe dafür lassen sich aus den Vor- und Nachteilen der Kapital-Lebensversicherung erschließen.

Vorteile der Kapital-Lebensversicherung

  • Steuerfreie Auszahlung: Sofern der Vertrag mindestens 12 Jahre läuft und mindestens fünf Jahre Beiträge eingezahlt werden, ist die Auszahlung steuerfrei. Zudem muss die Todesfallleistung mindestens 60 Prozent der garantierten Versicherungssumme entsprechen.
  • Langfristige Geldanlage: Sind bei einem hohen Steuersatz die Zinsfreibeträge ausgeschöpft, kann die Kapital-Lebensversicherung eine interessante Investmentvariante darstellen.
  • Absicherung für die Hinterblieben: Eine Versorgung der Nachkommenschaft ist auch im Falle des Todes gesichert.

Nachteile der Kapital-Lebensversicherung

  • Unflexible Verträge: Ein Ausstieg vor Ablauf des vereinbarten Vertragsendes ist nur unter bestimmten Bedingungen möglich. Zudem berechnen die Assekuranzen die gesamten Abschlusskosten und Stornogebühren. Außerdem werden keine Überschussanteile ausbezahlt. Bei einer Kündigung in den ersten Jahren bekommt der Aussteiger von seinem eingezahlten Geld fast nichts mehr zurück. Es gilt: “Drum prüfe wer sich ewig bindet!”
  • Hohe Spesen: Die Versicherungen werden durch die Kombination aus Sparen und Vorsorgen sehr teuer. Oft wird deshalb von den Kunden eine zu niedrige Todesfallleistung vereinbart, weil die Beiträge für das Gesamtprodukt für eine junge Familie nicht mehr zu bestreiten sind. Daraus kann eine gefährliche Versorgungslücke resultieren. Zudem schlagen sich die hohen Kosten für Verwaltung und Vertrieb auf die Rendite.
  • Unvorhersehbar: Es ist schwer nachvollziehbar, welchen Betrag man am Ende der Laufzeit wirklich erhält.

Tipps für den Vertragsabschluss

Trotz der Nachteile ist die Kapital-Lebensversicherung eine mögliche Ergänzung für jeden Investor. Gerade die Steuerfreiheit macht das Produkt interessant. Beim Abschluss sollte man aber dennoch einige Grundregeln beachten:

  • Angebote vergleichen: Laut Stiftung Warentest, die 126 Assekuranzen auf Herz und Nieren prüfte, ist die Differenz zwischen einer “Guten” und “Schlechten” Police enorm: Investoren winkten bei dem Test mit einer angenommenen Laufzeit von 30 Jahren und einem Jahresbeitrag von 1200 Euro von zwischen 40 000 und 50 000 Euro mehr Geld am Ende der Laufzeit!
  • Verzichten Sie auf Zusatzvereinbarungen: Berufsunfähigkeitsschutz und doppelte Leistung im Falle des Unfalltodes schmälert das Sparkapital. Es ist meist günstiger eine zusätzliche Unfall- oder Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen.
  • Todesfallleistung auf 60 Prozent beschränken: Steht der Spargedanke im Vordergrund, sollte die Leistung im Todesfall steuerlich bedingt nur auf das Minimum von 60 Prozent beschränkt werden.
  • Über 45 lohnt eine Kapital-Lebensversicherung nicht mehr: Je älter man bei Abschluss einer Kapital-Lebensversicherung ist, desto höher schlägt sich die Absicherung des Todesfallrisikos zu Buche.
  • Keine dynamischen Verträge abschließen: Bei dieser Variante steigt der Beitrag in fest vereinbarten Intervallen und auch die Versicherungsleistung wird erhöht. Diese Klausel bedingt eine regelmäßige Anpassung des Vertrages und verursacht damit unnötige zusätzliche Kosten. Solche Vereinbarungen erschweren auch die Prognose des zu erwartenden Auszahlungsbetrages am Ende der Laufzeit.

Sonderformen der Kapital-Lebensversicherung

Fondsgebundene Kapital-Lebensversicherung

Bei dieser Variante handelt es sich um eine Lebensversicherung in Kombination mit einem Fondssparplan. Der Sparbetrag fließt direkt in Investmentfonds und wird damit an der Börse veranlagt, der Rest deckt die Kosten der Versicherung. Der Investor kann je nach Risikoneigung das eigene Portfolio aus Aktien-, Renten und Immobilienfonds zusammenstellen. Im Unterschied zu einer klassischen Kapital-Lebensversicherung gibt es bei der Fondsgebundenen meist keine Renditegarantie. Dies könnte gerade in schwachen Börsenjahren zu einem Problem werden. Läuft die Börse aber gut bei Laufzeiten über 12 Jahren ist eine Kurssteigerung sehr wahrscheinlich sind am Ende der Laufzeit aber auch Renditen von über zehn Prozent möglich.

Vorteile der Fondsgebundenen Lebensversicherungen

  • Im Gegensatz zur klassischen Kapital-Lebensversicherung ist das Zustandekommen der Rendite leichter nachvollziehbar. In regelmäßigen Abständen erfährt der Sparer, wie viel Anteile er von welchen Fonds hält. Daraus kann der Konsument sein Vermögenswachstum direkt ableiten.
  • Bei einer Anlagedauer von über 12 Jahren sind die Erträge steuerfrei, wenn mindestens 60 Prozent der Beitragssumme für die finanzielle Absicherung im Todesfall genutzt wird.
  • Manche Gesellschaften ermöglichen innerhalb einer Auswahl von Investmentfonds einen kostenlosen Wechsel. Der Anleger kann in Zeiten des Börsenaufschwungs sein Kapital in Aktienfonds stecken und in Abschwungsphasen in Rentenfonds wechseln. Banken und Fondsgesellschaften würden dafür Ausgabeaufschläge von bis zu fünf Prozent kassieren.

Nachteile von Fondsgebundenen Lebensversicherungen

  • Empfindlich hohe Gebühren beim Abschluss und bei der Verwaltung schmälern die Rendite.
  • Ein vorzeitiger Ausstieg ist wie bei der klassischen Kapital-Lebensversicherung nur erschwert möglich (siehe oben).
  • Manche Gesellschaften kassieren für jeden Fondswechsel oder Strategiewechsel erneut Ausgabeaufschläge und Gebühren. Achtung: Dies kann gerade bei aktiv verwalteten Fonds-Policen zu einer regelrechten Geldvernichtung führen!

Direktversicherung

Hierbei handelt es sich um eine gewöhnliche kapitalbildende Lebensversicherung. Der einzige Unterschied ist dabei, dass der Arbeitgeber diese für den Arbeitnehmer abschließt. Somit wird der Arbeitgeber Vertragsnehmer, doch der Arbeitnehmer ist versichert und bekommt bei Laufzeitende die vereinbarte Versicherungssumme (im Falle eines vorzeitigen Todes seine Nachkommenschaft). Die Beiträge führt der Arbeitgeber per Gehaltsumwandlung direkt vom Bruttolohn des Versicherten ab. Diese Form eignet sich besonders für ältere Arbeitnehmer mit hohen Einkommen, denn bis zu einem Betrag von 1752 Euro jährlich kassiert der Fiskus nur eine Pauschale von 21,1 Prozent (inklusive Solidarzuschlag). Sofern das Unternehmen keine Gruppentarife oder Sonderkonditionen mit einer Gesellschaft vereinbart hat, kann der Arbeitnehmer auf die Wahl der Versicherung Einfluss nehmen.

Die Voraussetzungen für eine Direktversicherung

  • Die Versicherung muss mindestens bis zum 60. Geburtstag des Arbeitnehmers laufen.
  • Die daraus resultierenden Ansprüche sind nicht übertragbar und können nicht abgetreten oder beliehen werden.
  • Wird der Beitrag nur einmal jährlich aus einer Sonderzahlung wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld bestritten, werden bis Ende 2008 keine Sozialversicherungsbeiträge fällig.

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