Berufswahl nicht auf die leichte Schulter nehmen
Beruflicher Erfolg ist für Schulabgänger und Hochschulabsolventen der Schlüssel für eine vielversprechende Zukunft. Doch auch die privaten Zielvorstellungen und Umstände sollten bei der Planung einer langfristigen beruflichen Karriere mit einbezogen werden. Die Schulbildung, die Ausbildung und das Studium sind die Basis des beruflichen Werdegangs. Sie sind quasi die Eintrittkarte ins Berufsleben. Nach einer gewissen Berufserfahrung entscheidet das konkrete Ergebnis Ihrer Tätigkeiten und nicht das Abschlusszeugnis. Hervorragende Arbeitsergebnisse werden Sie nur dann langfristig erzielen können, wenn Sie den Beruf ausüben, der wirklich zu Ihrer Persönlichkeit passt. Der Verlauf Ihrer Karriere wird entscheidend bestimmt durch Ihre berufliche Zufriedenheit und den Spaß, den Ihnen die Arbeit macht.
Ihr Beruf wird Sie meist über dreißig Jahre begleiten und Ihren Alltag strukturieren, Ihren Freundeskreis und Ihre Familie prägen. Durch Ihre berufliche Tätigkeit werden Sie einen bestimmten Lebensstandard haben, Ihre Persönlichkeit weiter entwickeln und nicht zuletzt auch einen bestimmten Status in der Gesellschaft einnehmen. Die Wahl des Berufes wird die Weichen für Ihr weiteres Leben stellen. Natürlich sollte diese Entscheidung mit Umsicht und Bedacht getroffen werden. Testen Sie Ihre persönlichen Neigungen, Ihre Schwächen und Stärken und Ihre beruflichen Voraussetzungen, falls Sie sich über Ihren Berufswunsch noch nicht im Klaren sind. Vor einem bösen Erwachen und einer beruflichen Fehlentscheidung kann Sie eine intensive Selbstanalyse bewahren.
Um Ihnen die Entscheidung über Ihre berufliche Zukunft zu erleichtern, haben wir im Folgenden Karriere- bzw. Berufsmöglichkeiten, abgestimmt auf die jeweiligen Schul- oder Hochschulabschlüsse, zusammengestellt. Aber nicht nur Absolventen, auch Berufsrückkehrer finden hier Tipps für den Wiedereinstieg
Haupt- und Realschüler
Möglicherweise denken Sie, dass für Haupt- und Realschüler die Türen in die Berufswelt nur halb geöffnet sind. Weit gefehlt! Ein guter Hauptschulabschluss oder die Mittlere Reife ermöglicht den Schulabgängern eine vielfältige Auswahl an interessanten Ausbildungsberufen. In nahezu jedem Bereich besteht die Möglichkeit, einen passenden Ausbildungsplatz zu bekommen. Zugegeben, das Angebot an Lehr- und Ausbildungsstellen ist regional recht unterschiedlich. Für seltene Ausbildungsberufe steht nur eine äußerst geringe Anzahl an Lehrstellen zur Verfügung, die vom Bewerber eine gewisse räumliche Flexibilität erfordern.
Für motivierte Schulabgänger der Haupt- und Realschulen existieren verschiedene, auch länderspezifisch unterschiedliche, Fortbildungen. Zum Teil in Abendschulen, berufsbegleitend oder in Vollzeitunterricht können Sie alle Schulabschlüsse bis zum Abitur nachholen. Die Hauptschule oder Realschule ist also keineswegs eine Sackgasse. Der so genannte "Zweite Bildungsweg" eröffnet denjenigen, die sich schulisch und beruflich weiterbilden möchten und eine erfolgreiche berufliche Laufbahn anstreben, alle Möglichkeiten. Nach der Mittleren Reife könnten Sie sich zum Beispiel für eine Ausbildung zur biologisch-technischen Assistentin entscheiden und während dieser schulischen Berufsausbildung gleichzeitig die Fachhochschulreife erwerben. Vielleicht reizt Sie dann die berufliche Praxis oder doch ein Studium an einer Fachhochschule - nur zu, die Wege stehen Ihnen offen.
Vergessen Sie nicht, auch in einem Ausbildungsberuf bestehen meist sehr gute Möglichkeiten, eine berufliche Karriere zu starten. Nach der Lehre und erfolgreich abgeschlossener Meisterprüfung sowie mit einigen Jahren Berufserfahrung können Sie mit Branchenkenntnissen Ihr eigener Chef werden. Die Selbstständigkeit ist gerade für Berufe im Handwerk oder in der Dienstleistung die Chance zu einer erfolgreichen Karriere.
Azubis
Stellen Sie sich die bange Frage, ob Sie nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung von Ihrem Ausbildungsbetrieb übernommen werden? Oder müssen Sie sich völlig neu auf dem Arbeitsmarkt orientieren? Am Ende der Ausbildung bietet sich die Möglichkeit, nochmals ganz konkret seine beruflichen Vorstellungen zu überprüfen. Entsprach die Ausbildung und der Ausbildungsberuf Ihren Erwartungen? Falls Sie sich mit Ihrem eingeschlagenen Berufsweg wohl fühlen, haben Sie gewiss schon Pläne für die weitere Karriere geschmiedet. Bietet der Ausbildungsbetrieb die geeigneten Voraussetzungen für Ihre weitere berufliche Laufbahn? Haben Sie schon Kontakte zu anderen Unternehmen in Ihrer Branche geknüpft und sich dort nach Ihren beruflichen Perspektiven erkundigt?
Betrachten Sie die Personalstruktur Ihres Betriebes und bewerten Sie anhand Ihrer Beobachtungen die Aufstiegschancen innerhalb des Unternehmens. Sollten Sie Ihre beruflichen Ziele bei Ihrem derzeitigen Arbeitgeber nicht erreichen und bieten sich auch kaum Weiterbildungsmöglichkeiten innerhalb des Unternehmens, können Sie getrost in einen neuen Betrieb wechseln, der Ihnen die notwendigen strukturellen Voraussetzungen bietet.
Sind Sie sich nach der Ausbildung nicht im Klaren, ob Sie überhaupt im erlernten Beruf bleiben möchten? Dann lohnt sich in jedem Fall der Weg zum Berufsbildungs- und Informationszentrum (BIZ) der Agentur für Arbeit. Informieren Sie sich über die aktuellen Möglichkeiten der Umschulung und Weiterbildung. Auf Ihre Ausbildung aufbauende Weiterbildungen eröffnen Ihnen unter Umständen weitreichende Perspektiven, die Ihrem Karrierewunsch entsprechen.
Der Abschluss der Berufsausbildung ist ein günstiger Zeitpunkt, Auslandserfahrungen zu sammeln. Sie sind in der Regel noch nicht familiär gebunden und flexibel, um sich offen auf ein neues Arbeitsumfeld im Ausland einzulassen. Gerade falls Sie Ihre berufliche Laufbahn in einem internationalen Kontext planen, sind frühe Auslandsaufenthalte unabdingbar. Auch für eine geplante spätere Selbstständigkeit sind breit gefächerte Erfahrungen innerhalb Ihrer Branche wertvoll. Die Quote der Azubis, die sich nach der Ausbildung direkt selbstständig machen, ist sehr gering. In der Regel benötigen Sie, um erfolgreich Ihr eigener Chef zu sein, mehr Berufserfahrung und Zusatzqualifikationen, wie beispielsweise den Meisterbrief. Wägen Sie den Schritt in die Selbstständigkeit sehr gut ab, lassen Sie sich von den zuständigen Stellen der Industrie- und Handelskammern (IHK) oder von Existenzgründerzentren beraten.
Abiturienten
Zum Glück gibt es nicht "die Karriere". Es führt nicht nur ein Weg zum beruflichen Ziel oder zum Erfolg. Sie werden Ihren individuellen Weg finden und diesen Etappe für Etappe immer wieder neu entwerfen. Wichtig ist, den passenden Weg einzuschlagen, die Richtung muss Ihrer Persönlichkeit und Ihren Neigungen entsprechen, die übrigen Weichen können Sie Schritt für Schritt stellen.
Für Abiturienten stellt sich immer die grundsätzliche Überlegung: Studium, ja oder nein? In Einzelfällen wird Ihnen die Entscheidung abgenommen, denn beispielsweise für einen zukünftigen Mediziner, Pharmazeuten oder Juristen führt nun einmal kein Weg am Studium vorbei. Auch die klassischen Geisteswissenschaften, wie Germanistik oder Philosophie können als Vollstudium nur an Universitäten studiert werden.
Für viele Studiengänge können Sie sich aber nicht nur an Universitäten immatrikulieren, auch Fachhochschulen oder Berufsakademien bieten vergleichbare Ausbildungen, allerdings mit unterschiedlichen Studienschwerpunkten. Bei der Wahl der geeigneten Hochschule stehen Sie vor der Entscheidung für eine fundierte wissenschaftlich-theoretische Ausbildung an einer Universität oder für ein praxisorientiertes Studium an einer Fachhochschule oder Technischen Hochschule. Die Studiengänge Elektrotechnik, Wirtschaftsinformatik oder Wirtschaftswissenschaften werden beispielsweise an Fachhochschulen und an Universitäten angeboten. Die Fachhochschulen sind stark an den tatsächlichen Anforderungen des Arbeitsmarktes orientiert und bereiten die Studierenden sehr konkret auf den Beruf vor. Die Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden steht dabei im Zentrum der Studieninhalte. Deshalb reagieren die Fachhochschulen schnell auf aktuelle Entwicklungen in Technik und Wirtschaft mit stark spezialisierten Studiengängen.
Für Abiturienten mit ausgeprägten praxisnahen Neigungen sind die Berufsakademien möglicherweise die passende Alternative. Sie werden im Verbund zwischen Hochschule und Praxisbetrieb im zwölfwöchigen Wechsel direkt am Bedarf des Arbeitsmarktes ausgebildet. Die Berufsakademien bieten ebenfalls die Studiengänge zum Elektrotechniker oder Wirtschaftsinformatiker mit dem Vorteil, dass Sie das Gelernte direkt in die Praxis umsetzen können. Die Studienplätze an Berufsakademien sind sehr begehrt. Über 85 Prozent der Absolventen finden direkt nach dem Abschluss den Einstieg ins Berufsleben. Weitere Informationen zum BA-Studium sind auf den Seiten Berufsakademie zusammengefasst.
Falls Sie sich nicht sicher sind, ob ein Studium das Richtige für Sie ist, sollten Sie in Betracht ziehen, eine Berufsausbildung dem Studium vorzuschalten. Innerhalb einer schulischen oder betrieblichen Ausbildung können Sie in einem ähnlichen Tätigkeitsfeld praktische Erfahrungen sammeln, die Ihnen während des Studiums hilfreich sein werden und Ihnen später als Berufspraxis sicherlich auch zu Gute kommen werden. Anstatt sich gleich ins Studium der Elektrotechnik zu stürzen, können Sie zunächst eine Ausbildung zum Industrietechnologen beginnen oder anstelle eines Studiums der Wirtschaftswissenschaften eine Ausbildung zum Bankkaufmann oder Industriekaufmann beginnen. Die Palette der Ausbildungen ist sehr vielfältig.
Sie haben noch keine konkrete Vorstellung, wie es nach der Schule weiter geht? Sie können sich weder für eine bestimmte Fachrichtung noch für eine Ausbildung oder ein Studium entscheiden - was dann? Lassen Sie sich keinesfalls zu einer schnellen Entscheidung hinreißen, nach dem Motto: Hauptsache irgendwas Vernünftiges. Gönnen Sie sich lieber eine Bedenkzeit, um wirklich den Weg einzuschlagen, der Ihren Neigungen, Wünschen und Stärken entspricht.
Eine bewusste Auszeit als Au-pair im Ausland, ein Praktikum oder ein freiwilliges Soziales Jahr kann vielleicht der Schlüssel zu einer sicheren Studien- oder Berufswahl sein. Diese Übergangslösungen bieten Unentschlossenen eine gute Möglichkeit zur Orientierung. Seit kurzem gibt es auch die Möglichkeit, ein Freiwilliges Jahr in der Denkmalpflege (FJD), ein Freiwilliges Archäologisches Jahr (FAJ) sowie ein Freiwilliges Kulturelles Jahr (FKJ) zu absolvieren.
Studenten
Beginnt die Karriereplanung für Studierende schon bei der Wahl der geeigneten, sprich renommierten Hochschule? Sicherlich haben die Hochschulen einen unterschiedlichen "Ruf" innerhalb bestimmter Fachrichtungen. Jährlich werden Hitlisten der besten deutschen und europäischen Hochschulen in der Presse veröffentlicht. Inwieweit diese "Best-Of" Ihren Wünschen und Bedürfnissen entspricht, ist im Einzelfall zu überprüfen. Allerdings sind diese Listen durchaus eine erste Orientierungshilfe beim Weg durch den Hochschuldschungel. Ein weiterer Hinweis auf die Qualität Ihrer Hochschulausbildung ist die Anzahl der Studierenden einer Fachrichtung. Generell gilt, je größer die Zahl der Studierenden, desto weniger intensiv ist die Betreuung im Studium. Das Studienangebot an kleinen Universitäten kann jedoch sehr eingeschränkt sein. Die Studienführer der jeweiligen Hochschulen helfen. Sie geben Aufschluss über die möglichen Fächerkombinationen, Studienschwerpunkte und die Bandbreite der Hochschulausbildung.
Sind Privatuniversitäten wirklich die bessere Alternative? Die wesentlichen Vorteile der Privatuniversitäten liegen in der überschaubaren Größe und der gezielten Praxisorientierung. Bedingungen, die zum Teil auch an öffentlichen Hochschulen gegeben sind. Allerdings können Privatuniversitäten ihre eigenen Akzente setzen und sich leichter von den allgemeinen Vorstellungen lösen. Ein bekanntes Beispiel ist die Universität Herdecke, die innerhalb des Studiums Humanmedizin eine deutliche anthroposophische Ausrichtung bietet. Ob für Ihre Karriereplanung eine Privatuniversität in Frage kommt, ist immer noch auch eine Frage der zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel. Letztendlich entscheidend für Ihre Karriere ist Ihre Leistung und Ihr Einsatz und nicht die Wahl einer ganz bestimmten Hochschule.
Einsatz und Leistung werden häufig von den Personalverantwortlichen neben den erzielten Abschlüssen auch an ehrenamtlichen Tätigkeiten in Organisationen und Vereinen sowie an Studienaufenthalten im Ausland gemessen. Planen Sie Ihr Studium und informieren Sie sich frühzeitig über bestehende Kontakte der Universität und der Professoren zu anderen Hochschulen im Ausland. Sprechen Sie mit Kommilitonen, die bereits Auslandserfahrungen gesammelt haben. Informieren Sie sich bei den Studienberatungen möglichst rechtzeitig über Austauschprogramme, denn viele Auslandsprogramme müssen mindestens ein Jahr vorher beantragt werden.
Hochschulabgänger
Der erträumte und befürchtete Augenblick ist da: Sie halten Ihr Hochschuldiplom in den Händen. Glückwunsch! Die Zeit des Lernens im schützenden Rahmen der Hochschule ist vorbei. Jetzt geht es für die meisten Absolventen hinaus ins Leben, wo ihr erworbenes Wissen auf einem ganz neuen Prüfstand stehen wird. Der Einstieg in den Beruf klappt nicht immer reibungslos. Diese Zeit können Sie intensiv nutzen, um Ihre berufliche Laufbahn zu entwerfen.
Sie haben zwar ein konkretes Berufsziel, aber finden nicht den gewünschten Einstieg in die passende Tätigkeit im erträumten Unternehmen? Nur nicht den Mut verlieren! Schon so mancher Absolvent hat durch ein Praktikum die notwendigen Kontakte geknüpft und so einen Fuß in die Tür des Traumunternehmens setzen können. Ein Praktikum ist keineswegs eine Parksituation, nur weil Sie nichts Besseres bekommen haben. Im Gegenteil, während eines Praktikums können Sie ein Unternehmen und verschiedene Tätigkeiten kennen lernen und sich dann gezielt auf eine Position bewerben. Durch ein längeres Praktikum weisen Sie dann Berufserfahrung auf, die auch bei Einsteigerjobs gerne gesehen wird.
In den Berufen der Medienbranche, ob bei Printmedien, Rundfunk oder Fernsehen, führt auch für Hochschulabsolventen meist kein Weg an einem Volontariat vorbei. Je nach Vorbildung kann ein Volontariat ähnlich einer beruflichen Ausbildung oder eines Trainee-Programmes ein bis zwei Jahre dauern. Sie lernen während des Volontariates oder der Trainee-Zeit die grundlegenden Arbeitsabläufe praktisch kennen und sammeln wichtige Erfahrungen innerhalb der Branche.
In einigen Fachbereichen ist ein weiter qualifizierendes Aufbaustudium von Vorteil. Gerade falls Ihr abgeschlossener Studiengang eher einen allgemeinbildenden Charakter hatte oder die Studienschwerpunkte nicht unbedingt Ihren beruflichen Wünschen entsprochen haben, kann ein Aufbaustudium der entscheidenden Kick in die richtige Richtung sein. Die Aufbaustudiengänge dauern vier Semester und schließen mit einer Prüfung ab. Häufig finden die Studierenden der Aufbaustudiengänge schon während dieser Zeit eine feste Anstellung. Bei Studenten des Studienganges Journalistik zum Beispiel ersetzt das Aufbaustudium in der Regel ein Volontariat. Es führen bekanntlich viele Wege ans Ziel. Sie müssen lediglich Ihren persönlichen Weg finden und gehen.
Wiedereinsteiger
Wollen Sie nach der Babypause wieder zurück in den alten Beruf oder wollen Sie den Neueinstieg nutzen, um Ihre berufliche Karriere zu fördern? Zunächst gilt es, Ihre beruflichen und persönlichen Qualifikationen zu durchleuchten. Durch eine längere Arbeitspause können sich Ihre persönlichen Voraussetzungen sehr verändert haben, so dass Ihr ursprüngliches berufliches Ziel sich mittlerweile gewandelt hat. Überprüfen Sie kritisch Ihre derzeitigen Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Möglicherweise sollten Sie durch eine Fortbildung Ihre Computerkenntnisse auf den neuesten technologischen Stand bringen, um weiterhin erfolgreich Ihre berufliche Laufbahn verfolgen zu können. Nutzen Sie den Wiedereinstieg unbedingt zur gründlichen Standortbestimmung Ihrer beruflichen und persönlichen Situation sowie Ihrer Zielvorstellungen.
Häufig erfordert ein erfolgreicher Wiedereinstieg in die Arbeitswelt eine vorgeschaltete berufliche Weiterbildung. Die Weiterbildungsmöglichkeiten sind mannigfaltig und von Bundesland zu Bundesland oder sogar von Arbeitsagentur zu Arbeitsagentur sehr verschieden. Erkundigen Sie sich rechtzeitig vor dem geplanten Wiedereinstieg bei Ihrer Agentur für Arbeit über Kurse und Förderungen.
Sie können die KURS-Datenbank der Arbeitsagentur nutzen. Diese Bildungsdatenbank mit 500.000 Angeboten für die Aus- und Weiterbildung steht Ihnen entweder im Berufs- und Informationszentrum der Agentur für Arbeit (BIZ) oder als Online-Datenbank im Internet unter www.arbeitsagentur.de zur Verfügung. Sie können angeben, in welchem Beruf Sie die Weiterbildung durchführen möchten. Die Datenbank wählt dann die passenden Lehrgänge mit dem Beginn und der Dauer des Kurses aus. Auch das WIS, das Weiterbildungsinformationssystem der Industrie- und Handelskammern und des Deutschen Industrie- und Handelstages (DIHT), enthält Informationen zu sämtlichen Seminaren, Lehrgängen, Fort- und Weiterbildungen. Nähere Informationen zu WIS erhalten Sie bei der örtlichen IHK.
Gründliche Recherche und Informationsbeschaffung stehen an erster Stelle vor dem Wiedereintritt ins Berufsleben. Aber auch Schulabgänger, Hochschulabsolventen und Auszubildende sollten wegen des sich ständig ändernden Arbeitsmarktes Ihre berufliche Laufbahn neu überprüfen. Danach gilt es, die Ziele möglicherweise anzupassen und sich durch Dynamik und Flexibilität eine maßgeschneiderte berufliche Karriere zu erfüllen.



