Was zeigen Wertpapierindizes?
Wertpapierindizes zeigen den Durchschnittskurs einer bestimmten Gruppe von Wertpapieren und spiegeln die Gesamtverfassung des Marktes. Der Deutsche Aktienindex zum Beispiel - der DAX - enthält die 30 nach Börsenumsatz und Marktkapitalisierung bedeutendsten deutschen Aktien, der NEMAX Aktien junger Technologieunternehmen und im EURO STOXX 50 sind die 50 “Blue Chips der EWU-Mitgliedsländer zusammengefasst. Die international bekanntesten Indizes sind der Dow Jones, mit den 30 Spitzenwerten aus den USA und der Nikkei, der die Entwicklung des japanischen Aktienmarktes dokumentiert. Für alle gilt: Ein steigender Aktienindex zeigt, dass die Kurse der am jeweiligen Markt gehandelten Aktien im Durchschnitt steigen. Aktienindizes sind also der Maßstab für den Erfolg eines Marktes.
Was spiegelt das Kurs-Gewinn-Verhältnis?
Zum Vergleich der Aktien ist neben Dividendenrendite, Fundamental- und technischer Analyse eine weitere Kennzahl hilfreich: das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV). Es gibt das Verhältnis zwischen dem erwirtschafteten Gewinn der Aktie und ihrem Kurs wieder. Der Vergleich mit den KGVs anderer Aktiengesellschaften verdeutlicht, wo die einzelne Aktie steht. Wem das Errechnen der Kurs-Gewinn-Verhältnisse zu aufwändig ist, der kann auf die Zahlen von Wertpapieranalysten in Fachzeitschriften oder Börsensendungen zurückgreifen.
Worauf beziehen sich Volatilität und Betafaktor?
Zur Beurteilung von Chancen und Risiken einer Aktie spielen zwei weitere Kennzahlen eine Rolle: die Volatilität und der Betafaktor. Die Volatilität spiegelt das Ausmaß der Renditeschwankungen einer Aktie über einen bestimmten Zeitraum - meist ein Jahr - wider. Sie wird von der Deutschen Börse AG täglich berechnet und in Prozenten ausgedrückt. Ein Wert von 20 Prozent drückt allerdings lediglich die Schwankung der Renditen aus - nicht, ob diese positiv oder negativ waren. Der Betafaktor drückt aus, wie sich die Rendite der Aktie verhält, wenn sich die Rendite des Gesamtmarktes - meist vom DAX - um ein Prozent verändert. Liegt der Wert des betreffenden Wertpapiers z. B. bei 1,8 Prozent, so hat sich die Aktie im Durchschnitt 1,8mal so stark wie der Gesamtmarkt verändert. Zieht man den Korrelationskoeffizienten hinzu, der den Zusammenhang der Renditeänderung einer Aktie und der Renditeänderung des Gesamtmarktes widerspiegelt, so lässt sich für die Zukunft ein ähnliches Verhalten für die jeweilige Aktie prognostizieren. Ein guter Wertpapierberater oder Broker kann auf dieser Grundlage ein passendes Wertpapier-Portfolio zusammenstellen.
Was ist beim Ordern von Aktien zu berücksichtigen?
Wenn man sich für eine bestimmte Aktie bzw. mehrere Wertpapiere entschieden hat, dann heißt es: genaue Order festlegen. Sollen Stammaktien oder Vorzugsaktien des Unternehmens gekauft werden? Gibt man der Bank, der Sparkasse oder dem Online-Broker einen limitierten oder unlimitierten Auftrag zum Kauf? Bei einem limitierten Auftrag legt man fest, zu welchem Höchstpreis die Aktien gekauft bzw. wieder verkauft werden sollen. Ein zu hoher Preis wird so vermieden. Andererseits besteht hier das Risiko, bei anziehender Kurse das Geschäft nicht abschließen zu können. Bei großen Unternehmen mit hohem Aktienaufkommen ist ein Limit weniger wichtig als bei kleineren Unternehmen mit geringerem Wertpapiervolumen. Wichtig beim limitierten Auftrag außerdem: Die Gültigkeitsdauer des vorgegebenen Limits sollte genau festgelegt und die dafür anfallenden Konditionen im Voraus klar sein. Bei unlimitierten Ordern dagegen hat sich der Makler an keinerlei Preisgrenzen zu halten.
Was sind die Vorteile von Stop-Buy und Stop-Loss-Ordern?
Bei einer Stop-Buy-Order gibt der Anleger der Bank bzw. dem Broker den Auftrag, eine bestimmte Anzahl einer Aktie bis zu einem bestimmten Kurs bzw. bei Überschreiten einer bestimmten Marke zu erwerben. Bei Stop-Loss-Ordern handelt es sich um einen unlimitierten Verkaufsantrag, der automatisch ausgeführt wird, wenn ein festgelegtes Kursniveau der Aktie erreicht ist. Vorteil: Das Sicherstellen eines bestimmten Kursgewinns bzw. die Begrenzung des Verlusts. Zu enge Grenzen und kurzfristiges Handeln führen im Börsengeschäft allerdings seltener zum Erfolg. Langfristiges, überlegtes Denken dagegen schon. Denn der heutige Abwärtstrend kann sich schon morgen umkehren.



