Fliegerisches Können zählt zu den Grundvoraussetzungen, um das "Experiment" der Mondlandung bewältigen zu können. Zusammen kommen die Astronauten auf ca. 12 000 Stunden Flugerfahrung in herkömmlichen Flugzeugen. Daneben verfügen alle drei aber auch bereits über Weltraumerfahrung.
Edwin E. Aldrin
Der Pilot der Mondlandefähre, Oberst Edwin E. "Buzz" Aldrin, wurde am 20. Januar 1930 in Montclair (New Jersey) geboren. Nach dem Besuch der Militärakademie von West Point und einer Flugausbildung nahm er als Kampfflieger am Koreakrieg teil. Später war Aldrin als Luftkampfausbilder tätig und Staffelführer auf dem US-Stützpunkt in Bitburg in der Eifel. Im Auftrag der Luftwaffe studierte er am Massachusetts Institute of Technology (MIT). 1966 nahm er am Flug von "Gemini 12" teil.
Neil A. Armstrong
Neil A. Armstrong, der Kommandant von "Apollo 11", ist der einzige Zivilist in der Mannschaft. Er wurde am 5. August 1930 in Wapakoneta (Ohio) geboren. Bereits mit 16 Jahren machte er den Pilotenschein. Von 1949 bis 1952 diente er bei den Marinefliegern und flog Kampfeinsätze im Koreakrieg. Nach dem Krieg verließ er den Militärdienst, studierte Flugzeugtechnik an der Purdue-Universität in Indiana und wurde Ingenieur bei einer Vorgängerbehörde der NASA. Als Testpilot nahm er u.a. an der Erprobung des Raketenflugzeugs X-15 teil und erreichte dabei Höhen von über 60 km und Geschwindigkeiten von 6500 km/h. Armstrong gilt als einer der besten Piloten der Welt. 1962 kam er als Astronaut zur NASA und umkreiste 1966 mit "Gemini 8" drei Tage lang die Erde.
Michael Collins
Das dritte Mitglied der "Apollo-11"-Mannschaft ist Oberstleutnant Michael Collins. Er wurde am 31. Oktober 1930 in Rom geboren. Nach dem Besuch der Militärakademie West Point absolvierte er eine Testpilotenschule und war im kalifornischen Flugerprobungszentrum Edwards tätig. 1963 kam er zur NASA und nahm 1966 als Copilot am Flug von "Gemini 10" teil.



