Kinder so reich wie nie
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Kinder so reich wie nie

Bild: Foto: Horst Sturm, CC BY-SA 3.0 de, via Wikimedia Commons

Noch nie hatten Kinder in der Bundesrepublik so viel Geld zur Verfügung. Fazit: „Schon die Jüngsten besitzen eine hohe Markenkompetenz gepaart mit großer Bereitschaft der Eltern, die Wünsche ihrer Sprösslinge auch zu erfüllen. Handy, Computer und Internet sind Teil ihres Alltags geworden“, so Ingo Höhn, Geschäftsleiter Anzeigen beim Egmont Ehapa Verlag und Herausgeber der Studie „KidsVerbraucherAnalyse 2006“.Insgesamt rund 1.700 Kinder haben an der größten Studie über das Konsumverhalten teilgenommen, und Fragen beantwortet wie: „Wie viel Geld hast Du?“, „Was isst Du?“ oder „Was spielst Du?“. Die Ergebnisse zeigen, dass die Eltern bei ihrem Nachwuchs in den meisten Fällen zuletzt sparen.

Die Studie

Noch nie hatten Kinder in der Bundesrepublik so viel Geld zur Verfügung. Fazit: „Schon die Jüngsten besitzen eine hohe Markenkompetenz gepaart mit großer Bereitschaft der Eltern, die Wünsche ihrer Sprösslinge auch zu erfüllen. Handy, Computer und Internet sind Teil ihres Alltags geworden“, so Ingo Höhn, Geschäftsleiter Anzeigen beim Egmont Ehapa Verlag und Herausgeber der Studie „KidsVerbraucherAnalyse 2006“.

Insgesamt rund 1.700 Kinder haben an der größten Studie über das Konsumverhalten teilgenommen, und Fragen beantwortet wie: „Wie viel Geld hast Du?“, „Was isst Du?“ oder „Was spielst Du?“. Die Ergebnisse zeigen, dass die Eltern bei ihrem Nachwuchs in den meisten Fällen zuletzt sparen.

Das Budget der Kids

Pro Monat bekommt ein Kind im Durchschnitt 20,50 Euro Taschengeld. Zum Geburtstag gibt es rund 68 Euro und zu Weihnachten noch einmal durchschnittlich 77 Euro. Auf den Sparkonten der Kinder befinden sich im Schnitt beachtliche 615 Euro. Im Vorjahr waren es noch lediglich 518 Euro. Insgesamt beläuft sich das Vermögen der Kinder auf durchschnittlich 1008 Euro.

Süßigkeiten und Fast Food

Die „KidsVerbraucherAnalyse 2006“ zeichnet bei den Nahrungsgewohnheiten ein zweigeteiltes Bild.

Auf der einen Seite steht der Trend zum Verzehr von Süßigkeiten: 45 Prozent der 6- bis 13-Jährigen lutschen mehrmals pro Woche Bonbons, kauen Kau- bzw. Fruchtgummi (43 bzw. 39 Prozent) oder essen Schokolade (38 Prozent). Und fast jedes vierte Kind (24 Prozent) gibt einen Teil seines Taschengelds – durchschnittlich 26 Prozent davon – für Fast Food aus. Vor zwei Jahren waren es noch 20 Prozent. Für Süßigkeiten geben die Kids immerhin rund 61 Prozent ihres Taschengeldes aus.

Mineralwasser und Fruchtsäfte

Auf der anderen Seite geht der Trend bei den Getränken weg vom Süßen. Immer mehr Kids trinken Mineralwasser (67 Prozent), Fruchtsäfte (69 Prozent) und Multivitaminsäfte (35 Prozent). Die Milch macht’s bei 66 Prozent der Befragten. Weniger konsumiert als in den Vorjahren werden dagegen süße Limonaden (60 Prozent) oder Cola (26 Prozent). Außerdem treiben Kinder wieder mehr Sport. Fast ein Drittel (31 Prozent) geben an, in ihrer Freizeit Fußball zu spielen oder schwimmen zu gehen. 2004 lagen die Werte noch deutlich unter 30 Prozent. Ebenfalls in der Beliebtheit zulegen konnte das Rad fahren mit 57 Prozent.

Handy und PC

Voll im Trend bei den Kids liegen PC und Internet. 77 Prozent der 10- bis 13-Jährigen spielen oder arbeiten am Computer. Bei den 6- bis 9-Jährigen sind es immer noch weniger als die Hälfte (44 Prozent). Die Zahl der MP3-Player hat sich innerhalb von nur zwei Jahren vervierfacht (18 Prozent) und die der DVD-Player verdoppelt (15 Prozent). Nahezu jedes dritte Kind (32 Prozent) hat einen Fernseher im Zimmer stehen. Und fast ein Drittel der Kinder (1,9 Millionen) besitzt ein eigenes Handy.

Die dafür anfallenden Kosten müssen rund ein Viertel aller Kinder selbst tragen. In 37 Prozent der Fälle zahlen die Eltern entweder einen Teil oder die gesamte Handy-Rechnung. Dank Budget begrenzender Prepaid-Cards (82 Prozent) und Verträgen über die Eltern (13 Prozent) konnten die Ausgaben im Vergleich zum Vorjahr um über 4 Prozent auf durchschnittlich 23,66 Euro pro Monat gesenkt werden. Über das Jahr belaufen sich die Kosten für das mobile Telefonieren oder SMS- bzw. MMS-Verschicken auf 284 Euro. Im Vorjahr waren es noch 297 Euro. Damit liegen diese Aufwendungen deutlich über den durchschnittlichen Ausgaben für Spielzeug (164 Euro) und klar unter den für Bekleidung (309 Euro).

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