Er sei „von dieser Epoche getötet“, schreibt Onkel Heinrich Mann über seinen Neffen. Dabei hat Klaus Mann, ältester Sohn von Thomas Mann, in dessen kurzes Leben zwei Weltkriege fielen, stets für eine übergeordnete Gerechtigkeit gekämpft – nicht nur durch seine literarischen Arbeiten und unzähligen Vorträge, sondern gegen Ende des 2. Weltkriegs auch als Soldat der US-Armee. Der Glaube an eine Humanität, die schließlich siegen müsse, weil sie über die großen Entweder-Oders der Zeit – Kriegsbefürworter oder Pazifist, Nazi oder Antifaschist, Kommunismus oder Kapitalismus – erhaben sei, wich gegen Ende seines Lebens einer zunehmenden Resignation.




