Knol = Wissen?
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Knol = Wissen?

Bild: Foto: Geolina163, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Anders als Wikipedia ist Knol eine offene Plattform, auf der jeder eigene Artikel ins Internet stellen kann. Bei Knol geht es daher auch um Meinungen und Einschätzungen, um Reiseberichte ebenso wie um Selbstdarstellungen. Mehrere Artikel zu einem Thema sind möglich und gewollt. Zur Qualitätssteigerung sollen bei Knol die Identifikation der Autoren, Rezensionen, Ratings und die Angabe der Link-Popularität beitragen. Darüber hinaus: das Markieren (Flagging) von unzulässigen Beiträgen.

Die Idee

Anders als Wikipedia ist Knol eine offene Plattform, auf der jeder eigene Artikel ins Internet stellen kann. Bei Knol geht es daher auch um Meinungen und Einschätzungen, um Reiseberichte ebenso wie um Selbstdarstellungen. Mehrere Artikel zu einem Thema sind möglich und gewollt. Zur Qualitätssteigerung sollen bei Knol die Identifikation der Autoren, Rezensionen, Ratings und die Angabe der Link-Popularität beitragen. Darüber hinaus: das Markieren (Flagging) von unzulässigen Beiträgen.

Die Autoren

Texte veröffentlichen kann auf Knol im Prinzip jeder. Die Autoren von Beiträgen werden nicht nur namentlich genannt, der jeweilige Schreiber kann auch sein Foto neben den Text einbauen. Über eine Identitätsprüfung kann sich ein Autor zusätzlich verifizieren lassen.

Anders als bei Wikipedia, können bei Knol Autoren die Kontrolle über ihre Artikel behalten. Google will keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte der Wissensdatenbank nehmen. Außerdem haben Autoren die Möglichkeit, Co-Autoren zu bestimmen oder die Kontrolle an alle angemeldeten Nutzer freizugeben.

Um Knol-Autor zu werden, benötigt man ein Google-Nutzerkonto. Mit Googles Werbedienst AdSense können sie von Einnahmen profitieren. Nach Angabe von Google erhält der Autor Geld, sobald ein Leser den Anzeigenlink anklickt.

Darüber hinaus darf der Autor entscheiden, ob seine Beiträge unter einer Creative Commons-Lizenz oder einer Copyright-Lizenz erscheinen, die eine Weiterverwertung an strikte Bedingungen knüpft.

Der Eindruck

Nach den ersten Wochen der deutschen Version befinden sich gut 50 Artikel auf der Startseite von Knol. Darunter einige, die auf breiteres Interesse stoßen könnten – wie ein Text über "virtuelles Wasser" und einer mit dem Titel "Was tun, wenn die Katze überall hin pinkelt?". Ob Artikel wie "Die Reform der Rechtsschutzversicherung in Frankreich", "Das Penetrieren von Blechen und Tiefziehteilen" oder "Die Amphilinidea, eine kleine Gruppe aberranter Bandwürmer" wirklich viele Leser finden werden, darf bezweifelt werden.

Fazit:

Das Wissen, das bisher auf Knol angeboten wird, ist thematisch noch schlank gehalten. Und die Auswahl der Themen belegt vorläufig nur eins: Bedeutsam ist das, was der Nutzer für bedeutsam hält.

Link: www.knol.google.com

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