Kodomo no Hi - der japanische Kindertag
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Kodomo no Hi - der japanische Kindertag

Bild: Foto: Morn, CC0, via Wikimedia Commons

Kodomo no Hi ("Kindertag") ist ein japanischer Feiertag, der am 5. Mai stattfindet. Glück und Gesundheit der Kinder stehen bei diesem Fest im Mittelpunkt.

Ursprünglich wurde dieser Feiertag Tango no Sekku genannt und er markierte den Sommeranfang. Als Sekku bezeichnet man in Japan die fünf Jahreszeitenfeste, die den Übergang der Jahreszeiten markieren und die wohl schon während der Tang-Zeit aus China übernommen wurden. Als fünfte Jahreszeit gilt hier übrigens Neujahr.

Bis kurz nach dem Zweiten Weltkrieg war der Tango no Sekku als "Knabenfest" bekannt, während das "Mädchenfest" (Hina-Matsuri) am vorangehenden Sekku, dem  3. März, gefeiert wurde.

In den Tagen vor  Kodomo no Hi hissen die Familien die Koi-Nobori ("Karpfenfahne"): eine große, schwarze für den Vater, eine rote für die Mutter, je eine blaue für jeden Jungen. Für Mädchen wurden ursprünglich keine Fahnen aufgehängt, doch ändert sich dies langsam und viele Familien hängen heute bunte Karpfen für jedes ihrer Kinder auf. Die wie Windsäcke konstruierten Karpfenfiguren werden vom Wind scheinbar zum „Schwimmen“ gebracht. Karpfen stehen für Stärke und Durchsetzungsfähigkeit, da sie gegen den Strom schwimmen müssen. Laut der chinesischen Mythologie verwandelte sich ein Karpfen, der einen Wasserfall bezwang, sogar in einen Drachen. Es handelt sich also auch um ein Erfolgssymbol.

Immer noch werden auch traditionelle Waffen präsentiert. Wie der Kabuto, der klassische Helm der Samurai, sollen sie der Hoffnung Ausdruck verleihen, dass jeder Junge in der Familie zu einem "Krieger" heranwachse. Eine weniger martialische Form ist die aus Papier gefaltete Helm-Variante, die auch zu Verkleidungen getragen werden kann.

Vor der Umwandlung in einen allgemeinen Kindertag war es außerdem üblich, ein Bad (syobuyu) mit Irisblüten oder -wurzeln zu nehmen. Die langen Blütenblätter der Iris symbolisierten Schwerter.

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