Zum Inhalt springen
wissen.de - Das große Wissensportal
  • Wissenstests
  • Lernen & Familie
  • Gesundheit
  • Reisen
  • Natur & Umwelt
  • Technik & Mobilität
  • Leben & Lifestyle
  • Digital
wissen.de - Das große Wissensportal
  • Wissenstests
  • Lernen & Familie
  • Gesundheit
  • Reisen
  • Natur & Umwelt
  • Technik & Mobilität
  • Lexika
  • Leben & Lifestyle
  • Digital
wissen.de-Newsletter
Spannende Fakten und Wissenstests direkt in Ihr Postfach.

Leserservice

  • Shop

Info

  • AGB
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Barrierefreiheit
  • Datenschutzeinstellungen

Kontakt zur Redaktion

wissen.deErnst-Mey-Str. 8
70771 Leinfelden-Echterdingen

E-Mail: wissenschaft@konradin.de
Folgen Sie uns
Konradin Mediengruppewissenschaft.denatur.de
© 2026 wissen.de
Startseite/Leben & Lifestyle/Artikel
Kohlenmonoxid: Unsichtbare Gefahr beim Heizen mit Holz
Bildquelle nicht angegeben
Leben & Lifestyle

Kohlenmonoxid: Unsichtbare Gefahr beim Heizen mit Holz

Mit der sich verschärfenden Energiekrise erfreut sich der Brennstoff Holz zunehmender Beliebtheit. Er wird sowohl in Pelletheizungen wie auch in klassischen Kaminöfen eingesetzt. Weil Holz ein nachwachsender Rohstoff ist und beim Verbrennen nicht mehr Kohlendioxid freisetzt, als der Baum zuvor im Holz gebunden hat,…
Veröffentlicht
21. Oktober 2022
Lesezeit
3 Minuten
Rubrik
Leben & Lifestyle
Symbolbild Holzfeuer

tchara, GettyImages

Mit der sich verschärfenden Energiekrise erfreut sich der Brennstoff Holz zunehmender Beliebtheit. Er wird sowohl in Pelletheizungen wie auch in klassischen Kaminöfen eingesetzt. Weil Holz ein nachwachsender Rohstoff ist und beim Verbrennen nicht mehr Kohlendioxid freisetzt, als der Baum zuvor im Holz gebunden hat, galt das Heizen mit Holz lange als klimaneutral. Allerdings stimmt dies nur bedingt: Auch bei Holzernte, Transport und Bearbeitung entstehen klimaschädliche Emissionen, zudem dauert es Jahrzehnte, bis die in wenigen Stunden verbrannte Holzmenge in der Natur nachgewachsen ist.

Ungeachtet dessen überlegen sich im Moment viele Menschen, angesichts der steigenden Gas- und Strompreise ihren Kamin oder Kaminoffen wieder in Betrieb zu nehmen. Immerhin liefern sie behagliche wärme zu noch weitgehend zivilen Preisen – auch wenn Brennholz inzwischen auch drastisch teurer geworden ist.

Unsichtbare Gefahr

Doch beim Betrieb solcher Feuerstellen gilt es einiges zu beachten. Wenn sie nicht sachgerecht betrieben werden, werden nicht nur viel Feinstaub und Rauchgase frei und es qualmt heftig. Viel gefährlicher für unsere Gesundheit ist ein unsichtbares und geruchloses Verbrennungsprodukt: Kohlenmonoxid. Dieses giftige Gas entsteht bei der chemisch unvollständigen Verbrennung von organischem Material wie Holz, Kohle, Heizöl oder Erdgas. Das ist vor allem dann der Fall, wenn das Feuer im Kamin oder Ofen zu wenig Sauerstoff bekommt.

Das Problem dabei: Das farb- und geruchlose Gas kann sich in geschlossenen Räumen rasch unbemerkt ansammeln und wird auch durch den Rauchmelder nicht angezeigt. Als Folge atmet man das Kohlenmonoxid ein und zieht sich eine tödliche Vergiftung zu, noch bevor es einem bewusst wird. „Kohlenmonoxid verursacht in Deutschland jedes Jahr mehrere tausend Vergiftungen, darunter mehrere hundert Todesfälle“, erklärt Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR).

Kohlenmonoxid-Warnmelder

Ralf Geithe, GettyImages

Ersticken von innen

Einmal im Körper angekommen, verhindert das Kohlenmonoxid die Bindung von Sauerstoff an den roten Blutfarbstoff Hämoglobin. Dadurch kann das Blut den lebenswichtigen Sauerstoff nicht mehr transportieren. Die Folge ist eine Sauerstoff-Unterversorgung des Gewebes – wir ersticken gewissermaßen von innen heraus. Selbst wenn Betroffenen dann an die frische Luft kommen, bleibt das Kohlenmonoxid an die Blutkörperchen gebunden und hemmt die Sauerstoffaufnahme weiterhin.

Die Folgen sind bei leichten bis mittelschweren Vergiftungen unter anderem Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Kurzatmigkeit. Symptome einer mittelschweren bis schweren Vergiftung können Bewusstseinsstörungen bis zum tiefen Koma, epileptische Anfälle, Herzrhythmusstörungen und Blutdruckschwankungen sein. In schweren Fällen kommt es zum Tod durch Atemlähmung oder Herzversagen. Wird nicht schnell gegengesteuert, kann g das Gehirn anhaltend geschädigt werden. Besteht der Verdacht auf eine Kohlenmonoxid-Vergiftung, sollte daher sofort der Notarztalarmiert werden.

Korrekte Wartung und Installation wichtig

Am besten ist es daher, das Risiko schon im Vorhinein zu minimieren – gerade beim Heizen mit Holz. Denn Kaminöfen, Kamine oder auch Pelletheizungen können bei unsachgemäßer Installation oder unzureichender Wartung eine Quelle für Kohlenmonoxid-Vergiftungen sein. Auch aus gelagerten Holzpellets können gefährliche Mengen Kohlenmonoxid freigesetzt werden. "Heizungsanlagen, Kaminöfen und Gasthermen müssen daher regelmäßig überprüft werden. Die Installation von Kohlenmonoxid-Meldern kann helfen, Unfälle zu vermeiden", erklärt Hensel.

Ebenfalls gefährlich sind Öfen und Heizgeräte, die eigentlich nur für den Außenbereich bestimmt sind, aber in geschlossenen Räumen oder schlecht belüfteten Bereichen betrieben werden. Hierzu gehören Notstromaggregate, gasbetriebene Heizstrahler sowie Holzkohle- und Gasgrills. Um ein Zuviel an Kohlenmonoxid in der Raumluft zu erkennen, sollte in Wohnungen mit Feuerstellen möglichst ein dafür ausgerichtetes zusätzliches Kohlenmonoxid-Warngerät angeschafft und eingerichtet werden. Bei Verdacht auf technische Mängel wie beispielsweise schlecht abziehende Kamine ist der Schornsteinfeger zu informieren, bei Mietwohnungen Vermieterin oder Vermieter.

Weitere Artikel auf wissenschaft.de

Footer Menu Main

Footer Menu Legal

Mehr aus Leben & Lifestyle

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Leben & Lifestyle.

Alle Leben & Lifestyle-Artikel
DIY-Autopilot: Hobbyisten rüsten Privatfahrzeuge mit selbstfahrenden Systemen nach
Leben & Lifestyle

DIY-Autopilot: Hobbyisten rüsten Privatfahrzeuge mit selbstfahrenden Systemen nach

30. September 2026

Eine wachsende Untergrund-Bewegung baut Open-Source-Fahrassistenzsysteme in normale Autos ein. Die Praxis wirft drängende Fragen zu Verkehrssicherheit, Haftung und der Zukunft autonomer Technologie auf.

Reaktionssport Tischtennis: Wie schnelle Bewegungen Körper und Gehirn fordern
Leben & Lifestyle

Reaktionssport Tischtennis: Wie schnelle Bewegungen Körper und Gehirn fordern

1. April 2026

Tischtennis gilt oft als Freizeitspiel, das in Kellern, Schulhöfen oder Parks stattfindet. Gleichzeitig zählt es zu den schnellsten Rückschlagsportarten überhaupt. Der Ball kann Geschwindigkeiten von über 100 km/h…

CO₂-Bilanz beim Hausbau: Wie viel Klimaschutz steckt wirklich im Neubau?
Leben & Lifestyle

CO₂-Bilanz beim Hausbau: Wie viel Klimaschutz steckt wirklich im Neubau?

31. März 2026

Der Hausbau in Deutschland wird seit einigen Jahren von zunehmend strengen energetischen Auflagen begleitet. Seit dem Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) am 1. November 2020 gelten für Neubauten einheitliche…

Anatomie trifft Biomechanik: Warum frauenspezifische Laufschuhe vor Verletzungen schützen
Leben & Lifestyle

Anatomie trifft Biomechanik: Warum frauenspezifische Laufschuhe vor Verletzungen schützen

25. März 2026

Laufen gehört zu den beliebtesten Ausdauersportarten, um das Herz-Kreislauf-System zu stärken und den Kopf nach einem langen Arbeitstag freizubekommen. Doch bei jedem Schritt wirken Kräfte auf den Körper ein, die das…

← Zurück zu Leben & LifestyleZur Startseite