Krankenversicherung: Welche Möglichkeiten gibt es?
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Krankenversicherung: Welche Möglichkeiten gibt es?

Bild: Foto: Roman Eisele, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Konditionen der gesetzlichen KrankenversicherungGesetzlich Versicherte zahlen monatlich einen Beitrag an ihre Kasse, der am jeweiligen Gehalt festgemacht wird. Dieser Beitrag wird zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber aufgeteilt: die eine Hälfte zahlt der Arbeitnehmer, die andere - in gleicher Höhe - der Arbeitgeber. Letzteren übernimmt bei Rentnern der Rentenversicherungsträger. Nicht erwerbstätige Familienmitglieder sind bei den gesetzlichen Kassen mitversichert. Die Versicherungspflicht kennt eine Beitragsbemessungsgrenze. Bei einem höheren Bruttoverdienst kann der Arbeitnehmer freiwilliges Mitglied einer gesetzlichen Kasse werden - oder zu einer privaten Krankenversicherung wechseln.

Konditionen der gesetzlichen Krankenversicherung
Gesetzlich Versicherte zahlen monatlich einen Beitrag an ihre Kasse, der am jeweiligen Gehalt festgemacht wird. Dieser Beitrag wird zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber aufgeteilt: die eine Hälfte zahlt der Arbeitnehmer, die andere - in gleicher Höhe - der Arbeitgeber. Letzteren übernimmt bei Rentnern der Rentenversicherungsträger. Nicht erwerbstätige Familienmitglieder sind bei den gesetzlichen Kassen mitversichert. Die Versicherungspflicht kennt eine Beitragsbemessungsgrenze. Bei einem höheren Bruttoverdienst kann der Arbeitnehmer freiwilliges Mitglied einer gesetzlichen Kasse werden - oder zu einer privaten Krankenversicherung wechseln.

Was bedeutet es, gesetzlich versichert zu sein?

Gesetzlichen Krankenkassen ist einheitlicher und umfassender Versicherungsschutz vorgeschrieben. Es gilt das Sachleistungsprinzip, d. h. Arzt und Krankenhausrechnungen werden nicht vorfinanziert, sondern Leistungen werden direkt mit der Krankenkasse abgerechnet. Eine Behandlung ist nur durch Vertragsärzte möglich. Medikamente werden vom Arzt auf Kassenrezept verordnet. Beim Kauf in der Apotheke muss in den meisten Fällen eine Zuzahlung geleistet werden. Seit Anfang 2004 müssen gesetzlich Versicherte in der Regel eine Praxisgebühr von 10 Euro pro Quartal zahlen. Bei stationärer Behandlung werden Kassenpatienten grundsätzlich in Mehrbettzimmern untergebracht. Der Eintritt oder Wechsel der Krankenkasse erfolgt ohne Feststellung der individuellen Krankengeschichte bzw. Vorerkrankungen. Ein Wechsel zwischen den gesetzlichen Krankenkassen ist möglich. Voraussetzung: 18 Monate Mitgliedschaft und zweimonatige Kündigungsfrist.

Konditionen der privaten Krankenversicherung

Eine private Krankenversicherung steht folgenden Gruppen offen:

  • Angestellte mit einem Monatseinkommen über 3.937.50 Euro (Stand Januar 2006)
  • Beamte unabhängig vom Einkommen
  • Selbstständige und Freiberufler

Was heißt es, privat krankenversichert zu sein?

Die Beitragssätze bei privaten Krankenversicherungen sind unabhängig vom Einkommen. Sie richten sich nach Alter, Geschlecht, Gesundheitszustand und dem gewählten Tarif. Vor Vertragsabschluss verlangt die private Versicherung die individuelle Krankengeschichte. Je schwerwiegender die Vorerkrankungen sind, desto teurer werden meist die angebotenen Tarife. Die gelten dann aber immer: Die privaten Versicherungen können einmal vereinbarte Leistungen nicht kürzen. Bei den Privaten gilt das Kostenerstattungsprinzip, d. h. der Versicherte ist der Vertragspartner der Ärzte und Krankenhäuser und zahlt die Rechnungen bis zu den vertraglich vereinbarten Aufwendungen selbst. Für jedes Familienmitglied müssen eigene Policen abgeschlossen werden. Die freie Arztwahl umfasst auch privat praktizierende Ärzte, Chefärzte und - je nach Versicherungstarif - auch Heilpraktiker. Die Kosten für Arznei- und Heilmittel werden in der Regel erstattet. Für Brillen und Kontaktlinsen werden die Aufwendungen bis zu einer vertraglich vereinbarten Höhe übernommen. Ein Wechsel von der privaten Krankenversicherung zur gesetzlichen Krankenkasse ist grundsätzlich nicht möglich.

Ist eine Kombination von gesetzlichen und privaten Leistungen möglich?

Mittlerweile bieten die gesetzlichen Krankenkassen auch private Policen an, z. B. für den stationären Aufenthalt im Krankenhaus. Wer eine Unterbringung im Zwei- oder sogar Ein-Bett-Zimmer und die Chefarztbehandlung vorzieht, der sollte nach diesen Tarifen fragen.

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