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Kryptowährungen: Auf der Suche nach "grünen" Bitcoins
Bildquelle nicht angegeben
Digital

Kryptowährungen: Auf der Suche nach "grünen" Bitcoins

Der Haken daran: Um die Transaktionen zu validieren und neue Bitcoins zu erzeugen, sind komplexe kryptografische Berechnungen nötig, es müssen sogenannte Hashs erzeugt werden. Diese sichern die Blockchain gegen Manipulation, erfordern aber gleichzeitig einen hohen Rechenaufwand. "Das Bitcoin-Netzwerk macht es…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
2 Minuten
Rubrik
Digital
Artikelbild

Traviswolfe / iStock

Artikelbild

Michael Nispel

Der Haken daran: Um die Transaktionen zu validieren und neue Bitcoins zu erzeugen, sind komplexe kryptografische Berechnungen nötig, es müssen sogenannte Hashs erzeugt werden. Diese sichern die Blockchain gegen Manipulation, erfordern aber gleichzeitig einen hohen Rechenaufwand. "Das Bitcoin-Netzwerk macht es absichtlich schwer und setzt Regeln", erklärt Moritz Jäger von Northern Bitcoin.  Dadurch muss ein Rechner für das Bitcoin-Mining unzählige Hashs durchprobieren, bis er einen findet, der diesen Regeln entspricht.

Der Erfinder des Bitcoin-Prinzips, Satoshi Nakamoto, verglich deshalb das Bitcoin-Mining mit der mühevollen Goldgewinnung – daher der Begriff "Mining", was im Englischen so viel wie "schürfen" bedeutet. "Nur das in diesem Fall Prozessorzeit und Strom aufgewendet werden müssen", so Nakamoto. Und das ist das Problem: Nach Schätzungen einiger Forscher benötigt jede Bitcoin-Transaktion zurzeit rund 300 Kilowattstunden Strom allein für die Prozessoren – das entspricht dem Monatsverbrauch eines durchschnittlichen Haushalts.

Artikelbild

Um diesen Stromverbrauch möglichst günstig zu decken, hatten zwei Drittel der Bitcoin-Miner bisher ihre Anlagen in China stehen – dort war Kohlestrom reichlich und billig. Inzwischen hat China jedoch beschlossen, die neue Ansiedlung von Bitcoin-Minern zu unterbinden und die bestehenden Mining-Anlagen schrittweise zu schließen. Denn die Datenzentren zapfen inzwischen immer häufiger Strom ab, der dringender für Städte und Industrieanlagen benötigt wird.

Viele Bitcoin-Miner suchen deshalb nach neuen Strategien. Eine davon ist, den Strom für das Bitcoin-Mining aus nachhaltigen Energiequellen zu gewinnen – und zwar dort, wo ohnehin grüner Strom im Überschuss produziert wird. Das in Deutschland ansässige Unternehmen Northern Bitcoin hat deshalb ihre Mining-Rechner im Westen Norwegens stehen. "Wir haben Norwegen als unseren Standort für das Mining gewählt, weil wir dort mit der kühlen Witterung, dem schnellen Internet, den günstigen Strompreisen und nicht zuletzt der politischen Stabilität ideale Rahmenbedingungen vorfinden", sagt Moritz Jäger, der Technische Leiter von Northern Bitcoin.

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