Lebensversicherungen: Vom Anlageliebling zum Problemkind der Branche
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Lebensversicherungen: Vom Anlageliebling zum Problemkind der Branche

Bild: Foto: Horst Sturm, CC BY-SA 3.0 de, via Wikimedia Commons

Viele Kunden beklagen, dass Versicherungsprodukte und insbesondere die Produkte zur Altersvorsorge und Lebensversicherung schwer zu verstehen sind. Sobald in einem Produkt verschiedene Bestandteile gekoppelt sind – wie etwa Versicherung und Vermögensaufbau – lassen sich Vor- und Nachteile des Produkts schwer beurteilen. Auch der Vergleich zwischen den Produkten verschiedener Anbieter wird erschwert. Wichtig ist ein guter Berater, der die Zusammenhänge erklären kann und Alternativen aufzeigt. Kundenbewertungen für verschiedene Regionen Deutschlands finden Sie hier von der tecis Finanzdienstleistungen AG.

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Viele Kunden beklagen, dass Versicherungsprodukte und insbesondere die Produkte zur Altersvorsorge und Lebensversicherung schwer zu verstehen sind. Sobald in einem Produkt verschiedene Bestandteile gekoppelt sind – wie etwa Versicherung und Vermögensaufbau – lassen sich Vor- und Nachteile des Produkts schwer beurteilen. Auch der Vergleich zwischen den Produkten verschiedener Anbieter wird erschwert. Wichtig ist ein guter Berater, der die Zusammenhänge erklären kann und Alternativen aufzeigt. Kundenbewertungen für verschiedene Regionen Deutschlands finden Sie hier von der tecis Finanzdienstleistungen AG.

Hin und Her beim Garantiezins

Der Garantiezins sollte sogar schon abgeschafft werden – davon hat die Bundesregierung aber wieder Abstand genommen. Der Garantiezins bezeichnet die Mindestverzinsung einer Kapitallebensversicherung. Festgelegt wird er vom Finanzministerium und der Bankenaufsicht BaFin. Im laufenden Jahr gilt daher weiter der Garantiezins von 1,25 Prozent. Für das nächste Jahr ist allerdings eine Absenkung auf 0,9 Prozent im Gespräch. Und bis 2018 soll sogar geprüft werden, ob die Versicherungsaufsicht dann ganz auf die Vorgabe eines Garantiezinses verzichten wird. Von Juli 1994 bis Juli 2000 dagegen betrug der Garantiezins satte vier Prozent, was die Altverträge aus dieser Zeit für die Kunden attraktiv macht und die Versicherungsbranche belastet.

Immer weniger Lebensversicherungen bei tecis und anderen Anbietern

Verbraucher und Anbieter glauben nicht mehr an die Vorteile der Kapitallebensversicherung. Bei dieser klassischen Lebensversicherung werden die Beiträge der Kunden in Wertpapieren angelegt. Der Versicherungsnehmer erhält, sobald der Vertrag fällig wird, die eingezahlten Beiträge und die Überschussbeteiligung in mindestens der vereinbarten Höhe ausgezahlt. Doch das Zinsniveau ist so niedrig, dass es den Anbietern schwerfällt, die garantierten Wertzuwächse zu erwirtschaften: Bei einem Leitzins von null Prozent gibt es kaum Wertpapiere, die eine ausreichende Rendite versprechen.

Tatsächlich geht die Zahl der klassischen Lebensversicherungen zurück. Insgesamt gibt es in Deutschland 86,7 Millionen Lebensversicherungsverträge, davon sind die meisten (46,7 Prozent) fondsgebundene Rentenversicherungen, nur bei 38 Prozent handelt es sich um Kapitallebensversicherungen. 15 Prozent wurden als reine Risiko-Lebensversicherung abgeschlossen. Zum Vergleich: Vor 15 Jahren machte die Kapitallebensversicherung noch 79 Prozent aus.

Klassische Lebensversicherung vor dem Aus?

Neue Produkte der Lebensversicherer kommen ohnehin ohne Garantiezins aus, die Branche stellt sich um. Eine Alternative ist die fondsgebundene Lebensversicherung, bei der die Beiträge in Investmentfonds angelegt werden. Der Wert steigt mit dem Wert der Aktien am Markt, eine bestimmte Rendite wird in der Regel nicht garantiert. Manche Anbieter sagen allerdings zu, dass die Versicherten nach Ende der Laufzeit zumindest ihre eingezahlten Beiträge erhalten. Damit verbunden ist wie bei der klassischen Lebensversicherung eine Risikolebensversicherung.

Für Versicherte, die ihren Partner oder ihre Familie vor allem für den Todesfall absichern möchten, empfiehlt sich eine reine Risikolebensversicherung. Bei dieser Versicherung werden die eingezahlten Beiträge nicht zurückgezahlt und es wird kein Kapital angespart. Im Todesfall allerdings ist der Partner oder die Familie versorgt. Diese Versicherung ist wesentlich günstiger als eine Kapitallebensversicherung.

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