“Gut spielen“ - der Name ist Programm
LEGO ist ein aus den dänischen Worten “leg“ (für “Spiel“) und “godt“ (für “gut“) zusammengesetztes Kunstwort für das patentierte und bestechend einfache Spielzeugsystem. Das Geheimnis sind die Kupplungen, mit denen die Steine verbunden werden können: Auf der Oberseite wölben sich Noppen; im hohlen Inneren eines Steins befinden sich nach unten gerichtete Röhren, die genau auf die Noppen eines anderen Steines passen. Beim Zusammenbau zweier Steine entsteht so eine Klemmverbindung - ein so schlichtes wie geniales Kupplungsprinzip.
Erfinder des Steinchen-Systems ist der aus dem dänischen Dorf Billund stammende Tischler Ole Kirk Christiansen. Nachdem er die Wirtschaftskrise der 30er Jahre durch Anfertigung von Trittleitern, Melkschemeln und Holzkinderspielzeug überstanden hatte, erwarb er 1949 die erste Kunststoff-Spritzgussmaschine in Dänemark. Im selben Jahr lässt er den “Großvater aller LEGO-Steine“ gießen - einen farblich noch recht unscheinbaren aber bereits genoppten Baustein, den er “Automatic Binding Brick“ nennt. Sein Sohn Godtfred Kirk entwickelt die Idee weiter und meldet die Erfindung 1958 zum Patent an - rechtliche Grundlage für den weltweiten Erfolg des Kinderspielzeugs in den folgenden Jahrzehnten.




