
Gibt es denn eine Person aus dem realen Museumsalltag, die im Krimi authentisch verewigt wurde?
Aßkamp: Ziemlich schmunzeln musste ich über die Romanfigur Heinrich Maria Bender, einen etwas verschrobenen Heimatforscher im Tropenanzug. Es handelt
sich um den armen Herrn, der als Leiche im Töpferofen endet. Zu uns ins Museum kam über lange Zeit regelmäßig ein Besucher, der uns im ähnlichen Aufzug immer
wieder versuchte, die Wahrheit über die Varusschlacht nahezu bringen. Klaus Dittmar hat übrigens auch die gesamte Museumsanlage detailgenau beschrieben.
Man findet selbst unser Museumscafé und seine Pächterin im Roman wieder.
Wie haben Sie vom Museumskrimi erfahren?
Aßkamp: Klaus Dittmar war in den letzten Jahren regelmäßig zu Gast in unserem Museum. Zum Römerfest kam er mit seiner ganzen Familie, aber dass er hier für
einen Krimi recherchiert hat, haben wir erst erfahren, als das Foto für den Buchtitel gemacht werden sollte.
Erhoffen Sie sich einen Werbeeffekt für das LWL-Römermuseum?
Aßkamp: Ich denke schon, dass der spannende Krimi auch neugierig auf unser Museum machen kann. Wir haben mit dem Autor übrigens eine Lesung am Haupthandlungsort vereinbart, die Anfang 2007 stattfinden soll.
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