Markante Akzente
Das große Come-back der Hippie-Ära bringt außerdem einen sehr ungewöhnlichen Schminkstil zurück: Augen, Wangen und Lippen werden gleich stark betont. Sonnengelber Cremelidschatten, Lippen in pink und himbeerfarbenes Rouge - trotz markanter Akzente setzt sie in den neuen Flower-Power-Zeiten ganz auf den natürlichen Look. Auf die Lippen gehört lediglich etwas farbloser Gloss, mit einer transparenten Grundierung bleibt auch der Teint natürlich. Statt Make-up reicht auch eine Feuchtigkeitscreme völlig aus - sie zaubert zugleich auch Glanz in das Gesicht.
Trotz der neuen Farbigkeit - die klassischen Grundregeln des Schminkens haben auch weiterhin Bestand. In erster Linie geht es um das Spiel mit hell und dunkel. Hell hebt hervor und betont, dunkel lässt zurück treten. Und zwischen dem Alltags-Make-up und dem abendlichen Glamour gibt es einen Unterschied wie Tag und Nacht. Das gilt vor allem für das Styling der Augen.
Tagsüber dezent
Bei Tageslicht vertragen diese keine intensiven, dunklen Farben - insbesondere kein schwarz. Nicht zu viel Schminke verwenden, ein einfaches Duo aus Lidschatten und Mascara genügt tagsüber völlig. Erst abends kommen Kajal, Eyeliner und schimmernder Lidschatten zum Einsatz - das sorgt im Dämmerlicht der Bars und Restaurants für tiefe Blicke. Da darf dann der Lidschatten auch gerne nass aufgetragen werden, denn so wirkt die Farbe intensiver. Am Besten mit einer hellen Farbnuance grundieren, mit mittleren Tönen Akzente setzten - und mit dunklen Farben die Augenform definieren.
Starke Farben am Abend
Schmollmund oder sündig wie süße Kirschen - die Lippen sind die großen Verführer. Glossige, transparente Lippenstifte geben am Tag einen natürlichen Glanz. Auch hier gilt: Starke Farben kommen erst am Abend zum Einsatz: Sie setzten intensive Kontraste. Zur Betonung Rot-Töne, Bordeaux oder Braun verwenden. Die Farbe sollte mit dem Rouge harmonieren. Und für besonders verführerisch glänzende Lippen wird hinterher noch Gloss aufgetragen. Doch wie zaubert sie sich den perfekten Kussmund? Mit einem Konturenstift wird zunächst die Form unterstrichen. Dabei können leichte Unebenheiten kaschieren werden: Mit einem hautfarbenen Lip Liner die äußeren Konturen ausgleichen, dann mit dem Konturenstift eine neue Linie ziehen. Danach mit Lippenstift auffüllen. Die Farbe hält am Besten, wenn sie mit einem Lippenpinsel aufgetragen wird. Mit einer feinen Schicht Puder die Farbe fixieren und nochmals mit Lippenstift übermalen.
Von Grund auf schön
Das perfekte Make-up des Gesichts beginnt mit einer Grundierung und etwas Puder. Denn nur bei einem ebenmäßigen Teint kommen Augen, Lippen und Wangen richtig zur Geltung. Die Foundation wird auf die Hautfarbe abgestimmt und darf tagsüber gern einen Hauch dunkler sein. Dieses Tages-Make-up ist für künstliches Licht allerdings nicht geeignet. Abends schmeichelt eine hellere Nuance dem Gesicht. Damit die Grundierung im Verlauf der Nacht nicht verwischt, sollte Frau noch etwas Puder darüber tupfen.
Jetzt fehlt nur noch der letzte Schliff: Mit Rouge bringt man mehr Schwung ins Gesicht - und betont einzelne Partien. Ein rundes Gesicht wirkt beispielsweise schmaler, wenn ein dunkles Rouge unterhalb der Wangenknochen Richtung Nase aufgetragen wird. Auf die Wangenknochen gestrichen gibt es einem ovalen Gesicht markante Züge und einem eckigen Gesicht einen femininen Look. Mehr Balance für ein dreieckiges Gesicht bringt dunkles Rouge auf den seitlichen Wangenpartien. Die konkrete Farbe richtet sich nach der Kleidung oder der Haarfarbe. Braun, Rot und Orange sind warme Töne und harmonieren hervorragend mit dunklem Haar. Bei hellem Haar empfehlen sich kühle Töne wie Rosa, Pink und Violett. Rot-Töne verleihen dabei dem Gesicht generell mehr Ausstrahlung, während Beige elegant rote Äderchen im Gesicht abdeckt.



