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Mata Hari - Die nackte Spionin
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Leben & Lifestyle

Mata Hari - Die nackte Spionin

In Wahrheit jedoch verbirgt sich hinter der Frau mit der fremdländischen Aura Margaretha Geetruida Zelle: niederländisch, getrennt, mittellos. Auf der Suche nach einem Neuanfang. Geboren am 7. August 1876 in Leeuwarden, heiratet Margaretha mit 19 Jahren den viel älteren Kolonialoffizier Rudolf MacLeod. Sie bekommt…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
2 Minuten
Rubrik
Leben & Lifestyle
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Fries Museum / Gemeinfrei

In Wahrheit jedoch verbirgt sich hinter der Frau mit der fremdländischen Aura Margaretha Geetruida Zelle: niederländisch, getrennt, mittellos. Auf der Suche nach einem Neuanfang. Geboren am 7. August 1876 in Leeuwarden, heiratet Margaretha mit 19 Jahren den viel älteren Kolonialoffizier Rudolf MacLeod. Sie bekommt zwei Kinder und begleitet ihren Mann nach Java und Sumatra. Doch ihr kleiner Sohn stirbt, die Ehe verläuft unglücklich.

Exotik und Erotik

Das Paar kehrt in die Niederlande zurück und trennt sich schließlich. Der Noch-Gatte nimmt seiner Angetrauten die gemeinsame Tochter weg, verweigert ihr den gerichtlich festgelegten Unterhalt - und verbreitet zu allem Überfluss auch noch per Zeitungsannonce, dass seine Frau nicht kreditwürdig sei. Um sich finanziell dennoch über Wasser halten zu können, verdingt sich Margarethe zunächst als Modell und Prostituierte. 1904 beschließt sie dann, in Paris ein neues Leben zu beginnen.

Von nun an ist sie Mata Hari, die Tänzerin. Ein Auftritt im Musée Guimet 1905 markiert den Beginn ihrer Erfolgsgeschichte. Die geheimnisvolle Schöne mit ihrem Schleier und den anmutigen Bewegungen wirkt in den noblen Nachtclubs und Salons fortan wie ein Magnet. Auf jeder Privatparty ist sie der Star. Vor allem die Männerwelt zieht sie magisch in ihren Bann, denn Mata Hari zeigt bei ihren Aufführungen Haut - viel Haut. Anfang des 20. Jahrhunderts ist sie eine der ersten Tänzerinnen, die sich auf der Bühne auszieht.

Ein gefährliches Angebot

Ihre sinnliche Enthüllungskunst beschert Mata Hari lukrative Auftritte in ganz Europa. Sie tanzt in Wien, Monte Carlo, an der Mailänder Scala und auf den Soirées der deutsch-jüdischen Bankiersfamilie Rothschild. Dabei sammelt sie zahlreiche wohlhabende Gönner und Liebhaber - darunter Botschafter, Minister, Offiziere. Es sind diese Kontakte, die Mata Hari zu der zweiten Rolle ihres Lebens verhelfen: die Rolle der Spionin im Ersten Weltkrieg.

Die mittlerweile 38-Jährige bekommt damals mehr und mehr Konkurrenz durch Jüngere zu spüren, die ihren Stil kopieren. Ihr vormals sicheres Einkommen scheint wegzubrechen, Mata Hari ist in Geldnot. Passenderweise trifft sie auf einem Empfang der deutschen Botschaft in Den Haag im Mai 1915 auf einen Mann mit einem verlockenden Angebot: 20.000 Francs bietet ihr der Konsul als Einstiegshonorar. Dafür soll Mata Hari in den Betten hochrangiger englischer und französischer Offiziere nach brisanten Kriegsgeheimnissen lauschen. Mata Hari wird zu H21, Informantin für den deutschen Geheimdienst.

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