Mehr rein als raus
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Mehr rein als raus

Bild: Foto: American Pottery Manufacturing Company, CC0, via Wikimedia Commons

Seit der Wiedervereinigung konnten Jahr für Jahr lediglich Finanzierungsdefizite verzeichnet werden. Einzige Ausnahme war das zweite Halbjahr 2000, in der die Milliarden aus der Versteigerung der UMTS-Lizenzen in den Staatshaushalt flossen.

5,6 Prozent mehr

Seit der Wiedervereinigung konnten Jahr für Jahr lediglich Finanzierungsdefizite verzeichnet werden. Einzige Ausnahme war das zweite Halbjahr 2000, in der die Milliarden aus der Versteigerung der UMTS-Lizenzen in den Staatshaushalt flossen.

Ausschlaggebend für die positive Entwicklung waren laut Statistischem Bundesamt vor allem die Höhe der Einnahmen, die um 5,6 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreszeitraum lagen. Aber auch der moderate Anstieg auf der Ausgabenseite (ein Plus von 0,7 Prozent) begünstigte das Ergebnis.

Die höchsten Einnahmen

Die kräftige Entwicklung der Einnahmen ergab sich aus dem hohen Zuwachs bei den Steuern (+ 10,4 Prozent), wobei die Einkommensteuern (+ 10,4 Prozent) und die Produktions- und Importabgaben (+ 10,4 Prozent) gleichermaßen kräftig zulegten.

Bei den Einkommensteuern stiegen die Einnahmen aus veranlagter Einkommensteuer (+ 29,8 Prozent) und aus Körperschaftsteuer (+ 11,9 Prozent) besonders stark. Bei den Produktions- und Importabgaben entwickelten sich die

Mehrwertsteuer (+ 17,9 Prozent) und die Versicherungsteuer (+ 18,8 Prozent), auch aufgrund von Steuerrechtsänderungen, kräftig. Die Einnahmen aus empfangenen Vermögenseinkommen nahmen durch den im ersten Halbjahr 2007 gebuchten Bundesbankgewinn um 6,1 Prozent zu. Die Sozialbeiträge, die knapp zwei Fünftel der Einnahmen des Staates ausmachen, waren dagegen wegen der Beitragssatzsenkung bei der Arbeitslosenversicherung mit einem Minus von 0,5 Prozent leicht rückläufig.

Die größten Ausgaben

Größere Zuwächse bei den Ausgaben waren lediglich bei den Vorleistungskäufen (+ 4,9 Prozent), den sozialen Sachleistungen (+ 3,3 Prozent) und den Bruttoinvestitionen (+ 19,2 Prozent) zu beobachten. Dagegen verzeichneten vor allem die Sozialleistungen (- 2,5 Prozent) deutliche Rückgänge. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen (1 182,2 Milliarden Euro) errechnet sich aus dem positiven Finanzierungssaldo eine Überschussquote von + 0,1 Prozent im Berichtshalbjahr. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum betrug die Defizitquote - 2,0 Prozent.

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