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Muttertag - Geschichte, Bräuche und Geschenke
Bildquelle nicht angegeben
Leben & Lifestyle

Muttertag - Geschichte, Bräuche und Geschenke

Jeden zweiten Sonntag im Mai wird in Deutschland sowie in vielen anderen Ländern auf der Welt der Muttertag gefeiert. Entgegen des allgemeinen Glaubens, handelt es sich bei diesem Feiertag nicht um eine Erfindung der Blumen- und Pralinenindustrie. Dennoch kommt ihnen mit Blick auf die Geschichte des Muttertages eine…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
3 Minuten
Rubrik
Leben & Lifestyle

Der Muttertag im alten Griechenland

Artikelbild

pixabay.com, Krakauer1962 / Public Domain

Zu dieser Zeit wurde im alten Griechenland die Mutter des Gottes Zeus, Rhea, gefeiert. Auch als Frühlingsfest bekannt, ging es um die Dankbarkeit für das Leben auf der Erde und es wurden Opfergaben als Geschenke dargebracht. Mit dem Zerfall des Griechischen Reiches jedoch, ging auch der Brauch um das Fest der Göttin Rhea verloren.

Der „Mothering Day“ im alten England

Viele Jahre später, im 13. Jahrhundert, führte Heinrich III. in England den sogenannten „Mothering Day“ laut dieses Beitrags ein. Der Zweck des Festes lag im Gedenken der Christen an die „Mutter Kirche“. An diesem Tag kam die Familie zusammen, um gemeinsam in die Kirche zu gehen. Dennoch begannen hier die Kinder auch ihrer leiblichen Mutter Geschenke zu machen.

Napoleon und der Muttertag

Auch in Frankreich gab es zu Zeiten Napoleons das Anstreben eines speziellen Tages nur für die Mütter. Der Herrscher wollte zu Beginn des 19. Jahrhunderts einen offiziellen Muttertag einführen. Nach seinem Sturz im Jahr 1815 allerdings wurde dieses Vorhaben nie umgesetzt.

Der Muttertag von heute kommt aus den USA

Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts, setzten sich schließlich Frauenrechtlerinnen in den USA für einen Muttertag ein. Julia Ward Howe, eine bekannte Vertreterin der Frauenrechtsbewegung, forderte erstmals explizit einen den Müttern gewidmeten Tag in den Vereinigten Staaten. Ziel war es, die Mütter für Ihre Mühen zu ehren und an den Kampf für Gleichberechtigung und Freiheit zu erinnern. Ihr Wunsch blieb unerfüllt, bis sich einige Jahre später Anna Jarvis dieser Bitte anschloss. Sie gilt bis heute als Begründerin des Muttertages. Die US-amerikanische Frauenrechtlerin widmete Ihrer toten Mutter einen Feiertag, an welchem sie die Kirche mit 500 weißen Nelken schmückte, wie auch die Kölnische Rundschau berichtet. Im Jahr 1914 wurde der zweite Sonntag im Mai schließlich zum offiziellen Feiertag in den USA erklärt. Anna Jarvis hingegen war verärgert über die Kommerzialisierung des Muttertages, bei der ihrer Meinung nach die eigentliche Botschaft verloren ging, und wollte später den Muttertag wieder verbieten lassen.

Die internationale Verbreitung des Muttertages

Nachdem die USA den Muttertag als nationalen Feiertag eingeführt hatte, zogen auch zahlreiche andere Länder nach. England lies den „Mothering Day“ wieder aufleben, im Jahr 1917 folgte die Schweiz, dann Norwegen und Schweden, und im Jahr 1922 kam der Brauch schließlich in Deutschland an. Gefördert wurde diese rasend schnelle Internationalisierung vor allem durch die Blumen- und Pralinenindustrie und schnell wurde der Feiertag zu einem Fest der Geschenke. Auch in Deutschland wurde der Muttertag durch den Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber ins Leben gerufen.

Der Muttertag im Dritten Reich

Bis heute bringen viele Deutsche den Muttertag mit der Zeit der Nazis in Verbindung. Dies liegt daran, dass im Dritten Reich Mütter mit dem sogenannten Mutterkreuz ausgezeichnet wurden, die viele Kinder zur Welt gebracht hatten und sich ganz der Familie widmeten. Dies entsprach dem nationalen Idealbild einer Frau und daher diente der Muttertag als Propaganda. Ab dem Jahr 1933 war der Muttertag in den „Gedenk- und Ehrentag der deutschen Mütter“ umbenannt worden, welcher nach dem Ende des Krieges abgeschafft wurde.

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