Die Bearbeitungszeit
Grundsätzlich dauern Entscheidungen über eine Bewerbung bei großen Unternehmen länger (bis zu drei Monaten), bei kleineren Firmen können Sie die Rückmeldung schon nach vier Wochen erhalten.
Je nachdem, wie schnell und auf welche Weise eine Rückmeldung von der Firma kommt, können Sie schon erste Erkenntnisse über das Betriebsklima gewinnen. In der Regel wird Ihnen zunächst bescheinigt, dass Ihre Bewerbungsunterlagen angekommen sind, die Bearbeitung aber noch einige Zeit dauert. Eine solche Empfangsbestätigung ist aber leider nicht überall selbstverständlich. Deshalb kommt eher früher als später die Frage auf: Wann kann ich nachhaken?
Sollten Sie einen Personalerfassungsbogen mit näheren Fragen zur beruflichen Position, Gehaltsvorstellungen und ähnlichem erhalten, freuen Sie sich nicht zu früh: Das dient bei Personalabteilungen größerer Unternehmen allein der Verwaltung und bedeutet nicht, dass Sie bereits eine Runde weiter sind.
Wann kann ich nachhaken?
Zum Nachhaken muss man einen günstigen Zeitpunkt wählen, will man nicht als Nervensäge abgestempelt werden. Wenn Sie keine Empfangsbestätigung für Ihre Unterlagen erhalten, sollten Sie bei einer Bewerbung auf eine Stellenanzeige hin nach etwa 14 Tagen telefonisch bei dem Unternehmen nachfragen. Sind die Materialien aus irgendeinem Grund nicht angekommen, haben Sie zu diesem Zeitpunkt noch Gelegenheit, sie ein zweites Mal zu schicken.
Diesen Zeitraum sollten Sie ebenfalls bei einer Bewerbung per E-Mail verstreichen lassen, auch wenn die elektronische Post in Sekundenschnelle beim Empfänger ankommt und eigentlich sofort bearbeitet werden könnte.
Zwar sind Firmen bei Initiativbewerbungen nicht verpflichtet, sich mit den Unterlagen zu befassen, doch auch in diesem Fall dürfen Sie sich durchaus nach zwei Wochen erkundigen. Nutzen Sie dieses Telefongespräch dazu, nachträglich für sich zu werben und den Gesprächspartner so auf Ihre Bewerbungsmappe aufmerksam zu machen!
Über den aktuellen Stand des Bewerbungsverfahrens können Sie sich nach etwa sechs Wochen informieren. Fragen Sie aber nicht, welche Chance Sie haben oder welchen Eindruck Ihre Bewerbung erweckt. Erkundigen Sie sich schlicht, wann Sie mit einer Nachricht rechnen können. Der Ärger über die Verspätung darf aber nirgendwo mitklingen.
Eine Absage positiv nutzen
Absagen sind nicht zu vermeiden.
Es ist ganz natürlich, dass Sie nach einer solchen Reaktion zunächst frustriert sind, aber lassen Sie sich nicht entmutigen! Nutzen Sie diese Gelegenheit, um Ihre Unterlagen noch einmal durchzusehen:
- Haben Sie alle Formalitäten beachtet, in Anschreiben und Lebenslauf die richtigen Schwerpunkte gesetzt?
- Haben Sie die Stellenanzeige vielleicht falsch interpretiert?
- Sind die Arbeit und die Firma wirklich für Sie geeignet?
Wenn sich die Absagen häufen, können Sie Bewerberseminare besuchen und sich individuell beraten lassen.



