Zum Inhalt springen
wissen.de - Das große Wissensportal
  • Wissenstests
  • Lernen & Familie
  • Gesundheit
  • Reisen
  • Natur & Umwelt
  • Technik & Mobilität
  • Leben & Lifestyle
  • Digital
wissen.de - Das große Wissensportal
  • Wissenstests
  • Lernen & Familie
  • Gesundheit
  • Reisen
  • Natur & Umwelt
  • Technik & Mobilität
  • Lexika
  • Leben & Lifestyle
  • Digital
wissen.de-Newsletter
Spannende Fakten und Wissenstests direkt in Ihr Postfach.

Leserservice

  • Shop

Info

  • AGB
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Barrierefreiheit
  • Datenschutzeinstellungen

Kontakt zur Redaktion

wissen.deErnst-Mey-Str. 8
70771 Leinfelden-Echterdingen

E-Mail: wissenschaft@konradin.de
Folgen Sie uns
Konradin Mediengruppewissenschaft.denatur.de
© 2026 wissen.de
Startseite/Leben & Lifestyle/Artikel
Nerven aus Stahl – mit mentaler Stärke Potenzial abrufen
Bildquelle nicht angegeben
Leben & Lifestyle

Nerven aus Stahl – mit mentaler Stärke Potenzial abrufen

Viele kennen das aus dem privaten Umfeld. Es steht ein Amateurwettbewerb an, beispielsweise ein Marathonlauf. Lampenfieber und Nervosität vor dem Wettkampf sind groß, Stress entsteht. Das blockiert die Leistungsfähigkeit. Lampenfieber und Stress waren bisher die Feinde der Leistungssportler, wenn es zu…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
4 Minuten
Rubrik
Leben & Lifestyle
Artikelbild

Pixabay.com,  4571526 (CC0)

Ein kühler Kopf im Wettkampf

Viele kennen das aus dem privaten Umfeld. Es steht ein Amateurwettbewerb an, beispielsweise ein Marathonlauf. Lampenfieber und Nervosität vor dem Wettkampf sind groß, Stress entsteht. Das blockiert die Leistungsfähigkeit. Lampenfieber und Stress waren bisher die Feinde der Leistungssportler, wenn es zu Wettkampfsituationen kam. Das mentale Training hilft dabei, im entscheidenden Moment zu sportlichen Höchstleistungen fähig zu sein. BR-wissen erklärt dazu, wie wichtig die mentale Stärke ist.

Ein Beispiel aus der Praxis: Aktuell stehen im Tennis die ATP-Finals an. Dort treffen im November in London die acht besten Tennisprofis der letzten Saison aufeinander. Mit dabei ist auch Alexander Zverev, der in der Saison 2019 eine emotionale und sportliche Achterbahnfahrt erlebt hat. Für Markus Hornig, Tennis-Profitrainier und Mentalcoach, ist die Einstellung des Spitzensportlers derzeit nicht optimal. Um an der Weltspitze mitzuhalten, ist es essenziell, konstant zu spielen und das über einen längeren Zeitraum hinweg.

Der Vorjahressieger hat es außerdem in diesem Jahr viel schwerer. Er war im letzten Jahr Außenseiter, zum ersten Mal dabei und hatte nichts zu verlieren. In diesem Jahr ist er Titelverteidiger und wird von der Konkurrenz gejagt. Es ist eine altbekannte Tatsache, dass es viel einfacher ist, zum ersten Mal einen Titel zu gewinnen, als ihn zu verteidigen. Das vollständige Interview mit Markus Hornig ist unter Betway Sport nachzulesen.

Artikelbild

Besonderer Stress am Saisonende

Gerade das Saisonende ist für Topsportler anstrengend, vor allem wenn sie sich am Ende auf ein schweres Turnier konzentrieren müssen. Im Fall des ATP-Turniers stehen drei Gruppenspiele an und am Ende gilt es, gegen die Weltbesten zu bestehen. Zwischen 2006 und 2015 gab es zwei herausragende Spieler, die dieses Turnier nicht nur einmal gewonnen haben. Roger Federer gewann viermal und Novak Djokovic sogar fünfmal. Beide Spieler sind mental sehr stark und können sich in dieser einen Woche noch einmal auf den Punkt konzentrieren. Sie haben gelernt, mit diesem besonderen Druck umzugehen und nur gegen die besten der Welt spielen.

Artikelbild

Der Begriff des erweiterten Mentaltrainings

Erklärtes Ziel des Mentaltrainings ist es, den Sportler auf eine Wettkampfsituation vorzubereiten, dass er gut ist, wenn es darauf ankommt. Dabei umfasst die moderne Auffassung des Begriffs Mentaltraining alle Gedanken und Gefühle der Leistungssportler. Die trainierbaren Bereiche dabei sind: Konzentration, mentale Stärke, Motivation und mentale Wettkampfvorbereitung. Dabei führt mentales Training auch im Teamsport zu einer Steigerung der Gesamtleistung.

Es geht darum, die Leistungsentwicklung zu beschleunigen. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass eine Kombination aus realem Training und mentalem Training die Entwicklung der Leistung eines Sportlers deutlich beschleunigen kann. Die Sportler können schneller besser werden. Dazu verinnerlichen und optimieren sie Bewegungsabläufe.

Das mentale Training hat sogar noch einen positiven Nebeneffekt: Das Verletzungsrisiko minimiert sich – sowohl im Sport wie auch im Alltag. Durch das Konzentrationstraining verringert sich die Verletzungswahrscheinlichkeit. Denn im hochkonzentrierten Training führen die Sportler jede Bewegung ganz bewusst aus. Das verhindert, dass sie sich verletzen. Wer unkonzentriert Sport betreibt, setzt sich einer erhöhten Unfallgefahr und damit einem erhöhten Verletzungsrisiko aus. Das gilt nicht nur im Spitzensport, sondern in allen Lebensbereichen.

Erfolgsgeschichte mit mentalem Training

Viele Sportler schwören auf mentales Training, um den hohen Druck im Spitzensport auszuhalten und sich selbst immer wieder zu persönlichen Höchstleistungen anzuspornen. Für Christoph Strasser, Extremsportler, ist das mentale Training ein wesentlicher Teil der täglichen Trainingsroutine. Der Langstreckenradsportler begann den Radsport mit 18 Jahren. Bereits zwei Jahre später war er zum ersten Mal bei einem 24-Stunden-Radrennen dabei. Im Jahr 2011 war er der jüngste Teilnehmer aller Zeiten beim Race Across America und hat das Rennen gewonnen. 2016 gewann er zum dritten Mal das über eine Distanz von 2200 km verlaufende Race Around Austria.

Warum mentales Training?

Insbesondere Ausdauersportler wie Christoph Strasser werden sehr schnell Opfer der eigenen negativen Gedanken. Sie müssen in der Lage sein, die Motivation über einen längeren Zeitraum zu erhalten. Tom Jaklitsch ist der Mentalcoach von Strasser. Er begleitete den Sportler 2011 beim Race Across America. Während des Wettkampfes versetzte er seinen Schützling durch Hypnose in Schlaf. Anschließend beobachtete er die ganze Zeit die Augenbewegungen des Schlafenden, um festzustellen, wann die Tiefschlafphase beendet war. Das war der richtige Zeitpunkt um aufzuwachen und weiterzufahren.

Auch ein Tennisspiel entscheidet sich im Kopf

Aus mentaler Sicht ist auch Tennis ein brutaler Sport. Jeder Fehler, jede kleine Unzulänglichkeit kann zum Punktgewinn für den Gegner führen oder zum Ball- oder Qualitätsverlust im Spiel. Das führt zu starker Anspannung, die sie direkt auf die Technik überträgt. Am Ende geht das Ballgefühl verloren, der Sportler kann sein wirkliches Potenzial nicht abrufen, wenn negative Gefühle die Übermacht gewinnen. Hier sind Selbstkontrolle und Psychoregulation sehr wichtig.

Das innere Spiel, das ständig im Kopf abläuft, muss perfekt sein. Roger Federer beispielsweise war früher ebenfalls ein impulsiver Sportler, wie Zverev heute. Aber er hat auf mentaler Ebene sich schnell weiterentwickelt, das war die Basis seiner unglaublichen Karriere. Auch Djokovic ist ein gutes Beispiel für mentale Stärke. Ihm hilft die Kunst der Achtsamkeits-Meditation. Im diesjährigen Wimbledonfinale hat er seine mentale Stärke gezeigt, so dass er sogar gegen den Publikumsliebling Federer gewonnen hat. Die Zuschauer skandierten „Roger! Roger!“ und für ihn hörte es sich an wie „Novak! Novak!“

Weitere Artikel auf wissenschaft.de

Footer Menu Main

Footer Menu Legal

Mehr aus Leben & Lifestyle

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Leben & Lifestyle.

Alle Leben & Lifestyle-Artikel
DIY-Autopilot: Hobbyisten rüsten Privatfahrzeuge mit selbstfahrenden Systemen nach
Leben & Lifestyle

DIY-Autopilot: Hobbyisten rüsten Privatfahrzeuge mit selbstfahrenden Systemen nach

30. September 2026

Eine wachsende Untergrund-Bewegung baut Open-Source-Fahrassistenzsysteme in normale Autos ein. Die Praxis wirft drängende Fragen zu Verkehrssicherheit, Haftung und der Zukunft autonomer Technologie auf.

Reaktionssport Tischtennis: Wie schnelle Bewegungen Körper und Gehirn fordern
Leben & Lifestyle

Reaktionssport Tischtennis: Wie schnelle Bewegungen Körper und Gehirn fordern

1. April 2026

Tischtennis gilt oft als Freizeitspiel, das in Kellern, Schulhöfen oder Parks stattfindet. Gleichzeitig zählt es zu den schnellsten Rückschlagsportarten überhaupt. Der Ball kann Geschwindigkeiten von über 100 km/h…

CO₂-Bilanz beim Hausbau: Wie viel Klimaschutz steckt wirklich im Neubau?
Leben & Lifestyle

CO₂-Bilanz beim Hausbau: Wie viel Klimaschutz steckt wirklich im Neubau?

31. März 2026

Der Hausbau in Deutschland wird seit einigen Jahren von zunehmend strengen energetischen Auflagen begleitet. Seit dem Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) am 1. November 2020 gelten für Neubauten einheitliche…

Anatomie trifft Biomechanik: Warum frauenspezifische Laufschuhe vor Verletzungen schützen
Leben & Lifestyle

Anatomie trifft Biomechanik: Warum frauenspezifische Laufschuhe vor Verletzungen schützen

25. März 2026

Laufen gehört zu den beliebtesten Ausdauersportarten, um das Herz-Kreislauf-System zu stärken und den Kopf nach einem langen Arbeitstag freizubekommen. Doch bei jedem Schritt wirken Kräfte auf den Körper ein, die das…

← Zurück zu Leben & LifestyleZur Startseite