"Ich stelle Euch mal auf Xing vor."

Wer Kontakt zur Personalabteilung seines Wunschunternehmens herzustellen versucht, wer eine Expertenmeinung in einem juristischen Streitfall braucht oder einen tüchtigen Handwerker sucht, der könnte zur Anwort den Vorschlag bekommen: "Ich stelle Euch mal auf Xing vor." Denn diese Business-Plattform ist die größte professionelle Kontaktschmiede Deutschlands. Auch für Recruiting-Zwecke wird sie immer wichtiger. Ihr großer Vorteil: Mitmachen kann jeder, der einen Onlinezugang besitzt - sowie die Fähigkeit, sich gut zu verkaufen. Damit ist Netzwerken inzwischen eine demokratische Sache.
Massentaugliches Netzwerken
Anders als die klassischen Netzwerke der Offline-Welt sind die digitalen Communities auf Masse und Wachstum ausgelegt. So zählte Facebook im Januar 2011 600 Millionen aktive Nutzer weltweit. In Deutschland tauschten sich zu diesem Zeitpunkt 15 Millionen Facebook-Freunde untereinander aus.
Dagegen ist eines der wichtigsten Alleinstellungsmerkmale etwa von politischen Seilschaften ihre Exklusivität. Je kleiner der Zirkel der Eingeweihten, desto größer die Möglichkeiten, sich vertrauliche Informationen oder sogar Prämien und Posten zuzuschachern. Doch auch studentische Alumni-Netzwerke zeichnen sich durch Exklusivität aus. Sie sind besonders an den Business Schools von großer Bedeutung und steigern nochmals die Attraktivität der ohnehin beliebten Eliteschmieden. Denn: Wer es einmal in die heiligen Hallen dieser meist privaten und immer teuren Wirtschaftshochschulen geschafft hat, ist im Club. Für immer.




