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Neuseeland: Die Situation der Maori
Bildquelle nicht angegeben
Leben & Lifestyle

Neuseeland: Die Situation der Maori

Seit den 1960er Jahren stößt die Kultur der Maori auf wachsendes Interesse; ihre Sprache, die 4,1% der Bevölkerung sprechen, ist seit 1987 Amtssprache – neben Englisch und der neuseeländischen Gebärdensprache.
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
1 Minute
Rubrik
Leben & Lifestyle

Etwa 23% der 4,1 Mio. Neuseeländer wurden nicht im Land selbst geboren. Die Zahl der Einwohner hat sich seit 1956 verdoppelt. Fast ein Drittel der Neuseeländer lebt in der Stadt Auckland, die mit ihren rd. 1,3 Mio. Einwohnern mehr Fläche einnimmt als Berlin mit seiner dreifachen Einwohnerzahl. 67,7% der Neuseeländer sind europäischer Abstammung, die allermeisten haben britische Wurzeln. 14,6% der Einwohner fühlen sich der Volksgruppe der Maori zugehörig, es folgen Asiaten mit 9,6% (überwiegend Chinesen und Inder) sowie Menschen von den pazifischen Inseln (6,9%). Zuwanderer sind willkommen, vor allem wenn sie berufliche Qualifikationen nachweisen können.


Vertrag von Waitingi

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Ausgrenzung

1975 wurde das Waitangi-Tribunal eingesetzt, bei dem Maori ihre Rechtsansprüche aus dem Waitangi-Vertrag anmelden können. Seit den 1990er Jahren erhielten eine Reihe von Stämmen daraufhin Entschädigungen für Landenteignungen. Trotz aller Bemühungen um ihre Kultur und trotz eines wachsenden politischen Engagements – 2004 wurde sogar eine Maori-Partei gegründet – fühlen sich viele Ureinwohner von der Regierung vernachlässigt und sozial ausgegrenzt. Die Arbeitslosenquote liegt unter den Maori doppelt so hoch wie der Landesdurchschnitt, junge Maori verlassen die Schule doppelt so häufig ohne Abschluss wie andere Jugendliche und die Lebenserwartung der Maori liegt um durchschnittlich acht bis neun Jahre unter der aller Neuseeländer.

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