Niedrigste Wahlbeteiligung in der Geschichte der Bundesrepublik
Leben & Lifestyle

Niedrigste Wahlbeteiligung in der Geschichte der Bundesrepublik

Bild: Foto: Theodor Paul, Public domain, via Wikimedia Commons

Es ist Sonntag, der 22.04. 2007: In Sachsen-Anhalt scheint die Sonne und es herrschen Rekordtemperaturen von über 20°C. Ein wunderschöner Tag zum Entspannen. Der Sonnenschein verleitet zu vielfältigen Aktivitäten mit der Familie, zur Gartenarbeit oder dem längst überfälligen "Angrillen". Doch da war doch noch etwas ... Kommunalwahlen! Dazu fehlte den meisten jedoch anscheinend die Zeit, denn ihre Unternehmungen führten die Bürger an die verschiedensten Orte nur nicht in die Wahllokale. War es die Bequemlichkeit der Menschen und das Verlangen nach Sonne und Erholung, die die 1,5 Mio. Wahlberechtigten von ihrer Stimmabgabe abbrachten? Ist die Politik für die meisten wirklich so egal geworden? Nein! Das können nicht die einzigen Gründe für diese niederschmetternde Wahlbeteiligung sein. Fragt man nämlich die betroffenen Bürger erhält man ganz andere Antworten oder besser gesagt Fragen: "Wen soll ich denn Wählen?" Und tatsächlich: Die Werbung der Parteien ist dieses Mal mehr als dürftig ausgefallen. Nicht einmal jede zur Wahl stehende Partei hatte Plakate in den Städten und Gemeinden aufgehängt. Die Plakate, die vorhanden waren, informierten jedoch kaum über die Partei an sich, denn kluge Sprüche oder Unwahrheiten bringen die Bürger in ihrer politischen Entscheidungsfindung nicht weiter. Die meisten Haushalte erhielten lediglich Wahlprogramme der CDU (was wohl auch ein Grund für deren sehr gutes Abschneiden bei der Wahl ist), der NPD (auch diese konnte abermals einen Stimmenzuwachs verzeichnen) und eines unabhängigen Landratskandidaten (der die Wahl mit 51% der Stimmen gewann).Sicherlich konnte man sich auch auf anderen Wegen informieren, doch dafür fehlten einigen Bürgern ganz offenbar die Zeit und die Möglichkeiten (nicht jeder hat einen Computer mit Internetzugang und findet die Seiten der Parteien).Was sagt uns dieses Dilemma also? Die Parteien sind gefordert mehr Wahlkampf und vor allem mehr Aufklärungsarbeit am Bürger zu betreiben. Der gute Wille eines Bürgers allein macht ihn nämlich noch lange nicht zu einem aktiven Wähler!

Es ist Sonntag, der 22.04. 2007: In Sachsen-Anhalt scheint die Sonne und es herrschen Rekordtemperaturen von über 20°C. Ein wunderschöner Tag zum Entspannen. Der Sonnenschein verleitet zu vielfältigen Aktivitäten mit der Familie, zur Gartenarbeit oder dem längst überfälligen "Angrillen". Doch da war doch noch etwas ... Kommunalwahlen! Dazu fehlte den meisten jedoch anscheinend die Zeit, denn ihre Unternehmungen führten die Bürger an die verschiedensten Orte nur nicht in die Wahllokale. War es die Bequemlichkeit der Menschen und das Verlangen nach Sonne und Erholung, die die 1,5 Mio. Wahlberechtigten von ihrer Stimmabgabe abbrachten? Ist die Politik für die meisten wirklich so egal geworden? Nein! Das können nicht die einzigen Gründe für diese niederschmetternde Wahlbeteiligung sein. Fragt man nämlich die betroffenen Bürger erhält man ganz andere Antworten oder besser gesagt Fragen: "Wen soll ich denn Wählen?"
Und tatsächlich: Die Werbung der Parteien ist dieses Mal mehr als dürftig ausgefallen. Nicht einmal jede zur Wahl stehende Partei hatte Plakate in den Städten und Gemeinden aufgehängt. Die Plakate, die vorhanden waren, informierten jedoch kaum über die Partei an sich, denn kluge Sprüche oder Unwahrheiten bringen die Bürger in ihrer politischen Entscheidungsfindung nicht weiter.
Die meisten Haushalte erhielten lediglich Wahlprogramme der CDU (was wohl auch ein Grund für deren sehr gutes Abschneiden bei der Wahl ist), der NPD (auch diese konnte abermals einen Stimmenzuwachs verzeichnen) und eines unabhängigen Landratskandidaten (der die Wahl mit 51% der Stimmen gewann).
Sicherlich konnte man sich auch auf anderen Wegen informieren, doch dafür fehlten einigen Bürgern ganz offenbar die Zeit und die Möglichkeiten (nicht jeder hat einen Computer mit Internetzugang und findet die Seiten der Parteien).
Was sagt uns dieses Dilemma also? Die Parteien sind gefordert mehr Wahlkampf und vor allem mehr Aufklärungsarbeit am Bürger zu betreiben. Der gute Wille eines Bürgers allein macht ihn nämlich noch lange nicht zu einem aktiven Wähler!

Mehr aus Leben & Lifestyle

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Leben & Lifestyle.

Alle Leben & Lifestyle-Artikel
Akustik historischer Instrumente: Die physikalischen Geheimnisse alter Meistergitarren
Leben & Lifestyle

Akustik historischer Instrumente: Die physikalischen Geheimnisse alter Meistergitarren

2. November 2026

Warum klingen Instrumente aus der Vorkriegszeit anders als neu gebaute Modelle? Die Antworten liegen in der komplexen physikalischen und chemischen Alterung von Holz, Leimen und Lacken über Jahrzehnte.

Kleine Bäume, große Geschichte: Die Entwicklung der Bonsai-Kultur
Leben & Lifestyle

Kleine Bäume, große Geschichte: Die Entwicklung der Bonsai-Kultur

31. Oktober 2026

Von den chinesischen Penjing-Landschaften über den Zen-Buddhismus bis zur weltweiten Verbreitung: Die Geschichte der Bonsai-Kultur ist mehr als ein Dekorationstrend. Sie verbindet jahrhundertealte Philosophie mit…

Hypnose verstehen: Was im Zustand der Trance wirklich passiert
Leben & Lifestyle

Hypnose verstehen: Was im Zustand der Trance wirklich passiert

27. Oktober 2026

Kaum ein Verfahren ist so von Klischees umgeben wie die Hypnose. Bühnenshows, in denen Freiwillige wie ferngesteuert Hühner imitieren, prägen bis heute das Bild. Mit der Arbeit in einer Praxis hat das wenig zu tun. Dort…

Hefepathogen nutzt Inositol trotz Glukose: Rezeptor verknüpft Nährstoffwahl mit Virulenz
Leben & Lifestyle

Hefepathogen nutzt Inositol trotz Glukose: Rezeptor verknüpft Nährstoffwahl mit Virulenz

20. Oktober 2026

Eine Studie in PLOS Biology zeigt, wie ein Inositol-sensitiver Rezeptor bei einer Hefe die Nährstoffnutzung steuert – selbst bei Glukose-Überschuss. Die Entdeckung verbindet Stoffwechsel und Virulenz.

← Zurück zu Leben & LifestyleZur Startseite