Ortsnamen: Zurück zu den Wurzeln
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Ortsnamen: Zurück zu den Wurzeln

Bild: Foto: Christoph Rieder, CC0, via Wikimedia Commons

Die Wurzeln der meisten Ortsnamen reichen zurück in schriftlose Zeiten. Einige wenige Städte wie Augusta Vindelicum (Augsburg) oder Colonia Agrippina (Köln) tauchen in den Berichten römischer Chronisten auf, doch erst ab dem 7. nachchristlichen Jahrhundert mehren sich die schriftlichen Belege: die deutsche Bürokratie war geboren. Da die ursprüngliche Bedeutung der Ortsnamen im Laufe der Zeit undurchsichtig wurde, glich man sie mehr oder weniger stark an den aktuellen Lautbestand der Sprache sowie an geläufige Wörter an. Auf diese Weise wurde aus Suinuurde (720) das vertraute Schweinfurt (1508), und aus Haholdesbrunnen (1142), Halesprunnen (1132) und Halsbrunnen (1146) wurde christlich-korrekt Heilbronn (1793).

Die Wurzeln der meisten Ortsnamen reichen zurück in schriftlose Zeiten. Einige wenige Städte wie Augusta Vindelicum (Augsburg) oder Colonia Agrippina (Köln) tauchen in den Berichten römischer Chronisten auf, doch erst ab dem 7. nachchristlichen Jahrhundert mehren sich die schriftlichen Belege: die deutsche Bürokratie war geboren. Da die ursprüngliche Bedeutung der Ortsnamen im Laufe der Zeit undurchsichtig wurde, glich man sie mehr oder weniger stark an den aktuellen Lautbestand der Sprache sowie an geläufige Wörter an. Auf diese Weise wurde aus Suinuurde (720) das vertraute Schweinfurt (1508), und aus Haholdesbrunnen (1142), Halesprunnen (1132) und Halsbrunnen (1146) wurde christlich-korrekt Heilbronn (1793).

Ergebnisse der Sprach-Archäologie

Will man herausfinden, was ein Ortsname bedeutet, darf man sich also nicht allein an seiner aktuellen Schreibung orientieren. Je nachdem, wie tief man im Ortsnamenschatz gräbt, kann man die unterschiedlichsten Sprachschichten isolieren und feststellen, wer zu welcher Zeit das Sagen hatte. Feststellbar in den meisten unserer Ortsnamen sind zum Beispiel indoeuropäische, römische, keltische und germanische Einflüsse. Doch finden sich auch Hinweise auf ältere Sprachschichten wie das Vaskonische. Wie zum Beispiel lässt sich erklären, dass die meisten unserer alten Gewässernamen mit den Vokalen a, i und u beginnen? Für das Alt-Indoeuropäische ist das untypisch: Vokale am Wortbeginn waren selten, und wenn, dann stößt man auf ein e oder o. Im Baskischen dagegen beginnt noch heute etwa ein Drittel der Wörter mit einem a, viele enthalten im Wortinnern ein oder mehrere a. Auch i und u am Wortbeginn sind häufig.

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